Biwak auf dem Miesenstock 1895m


Publiziert von Bergamotte Pro , 10. August 2018 um 12:18.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 3 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Entlebucherflühe - Fürstein   CH-LU   CH-OW   Pilatusgebiet 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1050 m
Abstieg: 1050 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Langis
Kartennummer:1189 Sörenberg

Meine Schwester hat sich zum Geburtstag eine freie Übernachtung in den Bergen gewünscht - endlich mal ein vernünftiges Geschenk. Mögliche Ziele hierfür gibt es Hunderte, so wird die Wahl beinahe zur Qual. Schlussendlich entscheide ich mich für das voralpine Hügelgebiet um Langis. Hier dürften wir auch vor möglichen Hitzegewittern recht sicher sein und im Notfall wäre ein Abstieg schnell möglich.

Um 14:30 laufen wir schwerbepackt vom Parkplatz in Langis (1442m) los. Vor allem die Wasservorräte wiegen schwer an diesem Hitzetag. Eine letzte Möglichkeit, den Durst en route zu stillen, bietet sich auf der Alp Seli, wo sich der Älpler für einen Schwatz zu uns gesellt. Zuvor haben wir das Sumpfgebiet zwischen Ochsenalp und Münchenboden passiert. Wobei, davon ist nach Monaten der Trockenheit nicht viel übrig geblieben.

Oben, im kleinen Sattel, lässt sich mit einem kurzen Abstecher der Selispitz erreichen. Wir verzichten darauf und folgen direkt dem Wanderweg westwärts zum Riedmattstock (1787m) mit seinem mächtigen Gipfelkreuz. Zeit für eine kurze Pause und eine Handvoll Kalorieren. Die folgende Strecke über den Kamm via Nollen (1813m) bis zum Miesenstock (1895m) ist lohnend und aussichtsreich, auch wenn die Sicht heute recht diesig ist. Noch schöner und vor allem lieblicher präsentiert sich das Hügelgebiet aber jeweils im Winter (*klick).

Vor dem gemütlichen Teil richten wir uns für die Nacht ein. Das Zelt platzieren wir direkt neben dem Gipfelkreuz, eine schöne Aussichtsloge. Das grosszügige Gipfelplateau würde weitere flache Plätzchen bieten. Anschliessend chillen, schwatzen und lesen - nur die Armada fliegender Ameisen mag die Idylle etwas stören. Doch pünktlich aufs Nachtessen verdünnisieren sich die Störenfriede. Nach dem üppigem Dreigänger mit Weinbegleitung ist bald schon Zeit fürs Sonnenuntergangsritual. Erstaunlich, für einmal schlafe ich ganz passabel. Ob's am geräumigen Zelt oder der netten Gesellschaft liegt?

Tagwache kurz vor sechs für den Sonnenaufgang - man möchte der Begleitung schliesslich das ganze Programm bieten. Nach dem Frühstück, natürlich habe ich mich auch hier nicht lumpen lassen, ziehen wir los über die Trogenegg Richtung Sewenkessel. Für ein Bad im Seeli ist es noch etwas früh, stattdessen gönnen wir uns den Aufstieg zum Fürstein (2040m). Hier treffen wir auf einen zweiten Biwakierer, der neben der Kapelle übernachtet hat. Wir pausieren nicht lange und ziehen direkt weiter zum Rickhubel (1943m), wo uns die ersten Tagesausflügler entgegenkommen. Via Sewenegg geht's runter zur Passstrasse, die uns wenig aufregend zurück zum Ausgangspunkt bringt. Das ausgelassene Bad holen wir im Anschluss in Sarnen nach.

Tourengänger: Bergamotte


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