Grindelwald Juli 2018, 2|3: Glecksteinhütte


Publiziert von Felix Pro , 10. August 2018 um 08:45.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:23 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 3:15
Aufstieg: 885 m
Abstieg: 135 m
Strecke:Abzweigung Glecksteinhütte - Briggbach - Lugibach - Ischpfad - P. 1735 - Zybachs Platten - Scheenbiel - Glecksteinhütte - Wyssbachhorn - Glecksteinhütte
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Grindelwald, Firstbahn - cff logo Grindelwald, Abzw. Glecksteinhütte
Unterkunftmöglichkeiten:Glecksteinhütte
Kartennummer:1229 - Grindelwald

Nach feinem Nachtessen und Frühstück im Chalet meiner Freunde in Grindelwald machen wir uns - nach längerem Warten auf den Vorbeizug einer feuchten Front - nach der Postautofahrt nach Grindelwald, Abzweigung Glecksteinhütte, dort auf den Weg zum lang herbeigesehnten (zum runden Geburtstag geschenkten) Weg zur Glecksteinhütte.

 

Der unschwierige Einstieg wird „aufgelockert“ von der grossen Herde Geissen, welche auf dem schmalen Pfad übers lange liegende Restlawinenschneefeld unterhalb des Byhorns exakt im selben Augenblick sich bergwärts machen - ein dichtes „Kopf-an-Kopf-Gedränge“ ergibt sich hier …

Weiter, bald einmal unbehelligt von den nach Gräsern und Kräutern suchenden Ziegen, steigen wir erst noch unschwierig an unzähligen Gelben Eisenhüten und einigen Türkenbunden vorbei höher. Bald einmal wird der Weg zum eher alpin anmutenden Steig - stets abschüssiger wird das Gelände, vielfach seilgesichert zieht sich die Weganlage auf dem Ischpfad in die Höhe. Dabei werden wir allmählich der - aus diesem Blickwinkel - ungewöhnlich spitzen Silhouette des Eigers sowie des zunehmenden Tiefblickes auf Grindelwald gewahr.

Dank der (meist) mit Drahtseilen gut gesicherten Weganlage - und des aufwärts gerichteten Blickes - ist’s ein anregend-attraktives Fortkommen; die letzten Meter zum P. 1735 jedoch sehr luftig - immerhin erlauben sie einen kühnen Tiefblick zu den nun freiliegenden, vom Gletscher abgeschliffenen, Felsen, auf welchem nun der Treppensteig zur Gletscherbar eingerichtet worden ist.

In der Zwischenzeit hat sich nun die Sonne durchgesetzt, so dass wir beim „Unterstand“ oberhalb der ehemaligen Station der Wetterhornbahn - bereits mit Blick zum Oberen Grindelwaldgletscher - eine verdiente Rast einlegen, der Weg zur Hütte ist nach wie vor ein längerer …

 

Auch wenn nun der neue Blick in die tiefe Schlucht (welche einst vom Gletscher ausgefüllt war) ein beachtlicher ist, gestaltet sich der Weiterweg eher etwas moderater; meist ist unterhalb des attraktiven Steiges (mehr oder weniger) Gelände vorhanden, welches nicht zu einem Absturz führen würde. Dennoch: die Passagen sowohl zur erfrischenden „Dusche“ des Wyssbaches, diejenige oberhalb Bim Lorihittli, wie auch die erste felsige Kehre zu Zybachs Platten wie vor allem der sehr abschüssige Aufstieg (glücklicherweise seilgesichert) hinauf nach Scheenbiel bedürfen guter Trittsicherheit und Konzentration - umso mehr als man stets von der fantastischen Ambiance des oberen Oberen Grindelwaldgletschers und dem Schreckhornmassiv „abgelenkt“ wird. Belohnt werden wir - wie ich es erwartet habe - ob der Felsstufe, wieder im grünen Bereich (!), mit einem Feld voll Edelweissen. Nach einer letzten Rast - die Hütte ist nun in Sichtweite - nehmen wir den zwar steilen, doch unschwierigen, Schlussanstieg in Angriff; voller Freude und Genugtuung erreichen wir bald die Glecksteinhütte - und wie wir uns auf der wunderschön gelegenen Terrasse niederlassen wollen, konstatieren wir beide gleichzeitig, dass sich hier ein überraschendes kleines Hikr-Treffen ergibt: mit zwei Begleiterinnen (ebenfalls anlässlich eines Geburtstages) hat sich bereits seppu hier eingefunden - die Freude ist gross!

 

Nach einem Zvieriplättli mögen wir den Nachmittag doch mühelos füllen mit dem zwar kurzen, doch „unterhaltsamen“, Gang zum Wyssbachhorn - wenige unschwierige Felspartien sind dabei (im Ab- und Aufstieg) zu bewältigen - auf welchem wir den von Martin hochgetragenen ½-Liter Rosé auf der Gipfelbank, bei einem herrlichen Blick zur Hütte und Schreckhorngruppe, kredenzen.

 

Zurück auf der Glecksteinhütte erleben wir den (bekannten) Auftritt der Steinböcke, welche auf der Umfassungsmauer der Hütte Salz lecken - die prächtigen Tiere während der Abendsonne in der alpinen Landschaft beobachten zu können, ist ein ergreifendes Schauspiel; majestätisch erscheint dabei der 9-10-jährige Senior.

Nach dem feinen Nachtessen nähern sich ebenfalls die Steingeissen der Hütte; mit dabei auch ein niedliches Jungtier - diese Szene, in Verbindung mit dem erst noch klein hinter dem Lauteraarhorn, dann gross zwischen Schreck- und Nässihorn auftretenden beinahe vollen Mond, rundet einen famosen Bergtag aufs Erfreulichste ab.

 

▲ 55 min bis P. 1735

 

▲ 1 h 10 min bis unterhalb Scheenbiel (~ 2055 m)

 

▲ 40 min bis Glecksteinhütte

 

20 min Abstecher Wyssbachhorn

 

unterwegs mit Monika und Martin


Tourengänger: Felix


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