Hochtour von Vent zum Gampleskopf (ohne Kamera)


Publiziert von Bergrebell Pro , 13. Juli 2018 um 21:54.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum:11 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:30
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Zügen von Garmisch nach Ötztal Bahnhof, Busse nach Vent

Nachdem ich festgestellt hatte, dass es noch einen von mir unbestiegenen Gipfel am Ramolkamm gibt  - ich hatte ihn in der Liste der Dreitausender von Willy Kreuzer entdeckt - hatte ich mich entschlossen, diesen letzten Gipfel auch noch zu besteigen.

Am Mittwoch, 11.07.18 nahm ich um 08.02 Uhr in Garmisch den Zug nach Innsbruck u. stieg dort in den RJ Richtung Zürich um. Ich verließ ihn in Ötztal Bahnhof, von wo ich mit Bussen nach Vent fuhr.

Ca. um 12.25 Uhr marschierte ich dort los. Auf dem steilen Steig wanderte ich aufs Mutsbichl (wenn im Mai der Steig größtenteils ausgeapert ist, kann man bis über 2200m die Skier hinauftragen u. dann eine Skitour zum Gampleskopf machen). Von dort querte ich den Hang ostwärts (T4) u. stieg dann südlich des Latschbachs aufwärts. Weiter oben überschritt ich ihn u. stieg ein Stück auf seiner anderen Seite auf. Dann steuerte ich nach links die nördlich gelegene ehemalige Moräne an. Auf ihr führten mich Wegspuren wenig steil aufwärts. Ich verließ sie schließlich u. wanderte über grobes Geröll u. Blockwerk bis unter den Gampleskopf auf ca. 3000 Höhe. Über seine Südflanke erreichte ich über Blockwerk u. leichte Felsen (I, T5-) nicht weit vom Gipfel entfernt seinen Ostgrat. Über diesen gelangte ich in Kürze im Gehgelände zum höchsten Punkt.

Ich hatte unterwegs einen schönen Blick auf den Hängegletscher der Nordflanke des Großen Ramolkogels, hatte aber bedauerlicherweise keine Kamera dabei!

Nach kurzer Gipfelrast wanderte ich über den Ostgrat des Gampleskogels zur Erhebung P. 3145, die ich nicht als Gipfel betrachte. Da unter ihr Felsen nach Süden abbrechen, ging ich ein kurzes Stück zurück, um dort leichter im Blockwerk u. Geröll absteigen zu können.

Ich erreichte wieder die Moräne, die ich weiter unten verließ. Der Bach war durch Schmelzwasser inzwischen angeschwollen. Ich hätte ihn weiter oben überschreiten sollen. Mir blieb nichts anderes übrig, als an einer geeigneten Stelle mich an einem Felsen festhaltend in den reißenden Bach zu steigen. Auf der anderen Seite ca. 2m entfernt musste ich mich ebenso an einem Felsen festhalten, nachdem mich die Strömung talwärts schob. Ich bekam so nasse, aber keine kalten Füße.

Ich fand an dem zu querenden Hang eine Wegspur, der ich folgte. Ein Stück vor dem Mutsbichl verliert sie sich wieder. Ich stieg denselben Steig nach Vent ab, wo ich kurz nach 19.00 Uhr ankam. Der letzte Bus über Zwieselstein, wo ich gern in der Talherberge übernachtet hätte, war schon um 18.00 Uhr abgefahren.

Ich biwakierte deshalb außerhalb der Ortschaft unter dem Dach eines unbewohnten Gebäudes.

Tourengänger: Bergrebell


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