Versuch Piz Blaisun (3200m)


Publiziert von SCM , 22. Dezember 2018 um 15:03.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum: 8 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 7:15
Aufstieg: 960 m
Abstieg: 960 m
Strecke:16.1 KM

In meinem Tourenführer steht, dass der Piz Blaisun "keinerlei Probleme für trittsichere Wanderer" darstellt und die Schwierigkeit der Tour wird mit maximal T3 bewertet. Entweder waren an diesem Tag die Verhältnisse besonders schlecht oder wir haben einen schlechten Tag erwischt. Auf jeden Fall hat uns der Piz Blaisun am 08.07.2018 vor unüberwindbare Probleme gestellt.

Gestartet sind wir am Parkplatz Chamanna d'Es-cha an der Albulapassstrasse. Von dort folgen wir dem beschilderten Weg zur Fuorcla Gualdauna und dann zur Fuorcla Pischa. Bis hierher war alles okay, und die Schwierigkeit hat ein T2-T3 nie überschritten. Bei der Fuorcla Pischa steht man dann direkt am Fusse des Piz Blaisun, der eigentlich nichts anderes als ein riesiger Schutthaufen ist. Und genau hier haben die Schwierigkeiten auch angefangen. Die Wegspuren auf dem instabilen Schutthaufen werden immer steiler und ausgesetzter. Irgendwann erreichen sie kurz unterhalb des Gipfels einen Felsriegel, der auch mit ein bisschen Suchen unüberwindbar aussah. Irgendwann wurde es uns zu heikel und wir sind wieder umgekehrt. Auf dem Rückweg sind wir noch kurz auf der Chamanna d'Es-cha eingekehrt.

Auch wenn es für keinen Gipfel gereicht hat, war die Tour sehr schön. Trotzdem frage ich mich, woran wir genau gescheitert sind. Ist die Beschreibung falsch, waren die Verhältnisse schuld, haben wir den richtigen Weg verpasst oder sind wir nicht genügend trittsicher?

Tourengänger: SCM, sestefan


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Kommentare (3)


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Linard03 Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. Dezember 2018 um 18:29
Ist immer etwas heikel, von «leicht» oder eben «schwierig» zu sprechen; ich würde es mal so formulieren:

Deinen Fotos nach zu beurteilen, herrschten optimale Verhältnisse. Bis zur Fcla. Pischa ist das ein typischer T2-Wanderweg. Danach wird’s steil und schuttig zum Gipfel hinauf. Schwierig ist es jedoch nirgends; ein zick-zack-Weg führt geradewegs den Nordgrat hinauf. Ausgesetzt ist es ebenfalls nirgends. Ich kann mich auch nicht erinnern, wo sich auf diesem Aufstiegsweg ein Felsriegel befindet. Einen solchen (bzw. eher ein Gendarm) findet sich auf dem Ostgrat; der etwas schwierigeren Aufstiegsseite.

Allenfalls seit ihr irgendwo vom Weg abgekommen? Vielleicht hat’s für Euch an diesem Tag einfach nicht gepasst, aber eigentlich ist das ein relativ «einfacher» Aufstiegsweg, den ihr gewählt habt. Nochmals probieren!

Gruss & weiterhin gute Touren!

SCM hat gesagt: RE:
Gesendet am 27. Dezember 2018 um 16:27
Ja da hast du sicher recht. Ich habe mal den Aufstiegsweg versucht hier einzuzeichnen und dann gleich auch den vermeintlichen Felsriegel markiert:

tp-1

Nächstes Jahr gibts hoffentlich einen neuen Versuch :)

Linard03 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 27. Dezember 2018 um 19:13
das hatte ich vermutet … - am Felsriegel selbst kommst Du nur dann vorbei, wenn Du auf dem Ostgrat aufsteigst - ihr wart also definitiv zu weit links.
Ganz genau kann ich mich nicht mehr erinnern, aber der "Weg" (ev. nur Pfadspuren) müsste auf Eurem Aufstiegsweg mitte-links, jedenfalls oberhalb der Felsen hinaufziehen.
Jedenfalls nicht zu weit links hinausgehen.

Beim 2. Mal klappts; wünsche gutes Gelingen und alles Gute für 2019!


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