Am Berschnerbach gescheitert - 2. Anlauf


Publiziert von PStraub , 10. Juli 2018 um 17:51.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:10 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m

Ende Mai bin ich beim Versuch gescheitert, im Gerinne des Berschnerbaches nach Palfries aufzusteigen - siehe hier. Dabei bin ich nicht einmal in die Nähe des Baches gekommen. Heute wollte ich es etwas genauer wissen.

Start war diesmal bei der Baustelle des Kraftwerkes Berschnerbach. Gewitzt vom letzten Mal, wusste ich, dass man die Baustelle umgehen und so die Brücke bei 745'744 / 218'881 erreichen kann. Und dass es ab dort eine recht akzeptable Wegspur zur Waldstrasse durch Tschöllahalden gibt.
Auf ca. 875 m zweigt eine Strasse nach rechts ab, die nach gut hundert Metern in eine immer kläglichere Wegspur und schliesslich in einen Wildwechsel übergeht. Doch lässt sich die Spur, am Schluss als ein gutes T4, bis zum Bach hinunter begehen. Der fliesst dort als Wasserfall über einen eingeklemmten Felsklotz. Das ist hübsch, aber nicht sehr wanderfreundlich.

Schon meinte ich, hier sei Schluss, da sah ich, dass sich diese erste Steilstufe links über Schrofengelände umgehen lässt (bis T5+). Das gleiche gilt für die nächsten Stufen. Doch dann war Schluss - für die Umgehung jener Stufe müsste man (= ich) gesichert gehen. Denn da fallen die Felsen vertikal zum Bach ab, und die mögliche Passage ist recht hoch (ca. 30 m) über dem Gerinne. Gemäss Karte müsste das die letzte Hürde sein, weiter oben soll das Bachbett flacher und breiter sein. Ob das stimmt, wird noch verifiziert werden müssen ..

Bei der Sucherei nach Durchstiegen macht man nicht nur jede Menge Höhenmeter, man muss sich auch immer im Klaren sein, dass es allenfalls nicht weitergeht und man überall wieder hinunter kommen muss.

So bin ich halt wieder zur ersten Stufe abgestiegen, dort hatte ich auf der andern Bachseite eine Wegspur gesehen. Dieser bin ich gefolgt. Es war ein Wildwechsel, und der verlor sich im etwas einfacheren Gelände bald einmal. Die folgenden knapp 2 Stunden waren ein Kampf gegen rutschiges Gelände und jeder Art Vegetation, welcher ein Wanderer nicht begegnen möchte. Am Schluss war ich so verstochen und zerkratzt, dass ich prompt als Opfer biologischer Gewalt durchgegangen wäre.

Immerhin weiss ich jetzt: Mit adäquaten Mitteln sollte der Aufstieg möglich sein.
Wie schön die Gegend ist, zeigen die paar Fotos - zumindest solange es den Bach dort oben noch gibt.


Tourengänger: PStraub


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