Unter der Laubenwand zum kleinen Schlafstein


Publiziert von DonMiguel , 8. Juli 2018 um 10:54.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 7 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Schilt-Mürtschengruppe 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m

Seit langem schaue ich von mir zuhause an die sagenumwobene Laubenwand. Links unten an der Laubenwand hat es von unten gesehen dunkle Löcher, denen habe ich einen Besuch abstatten.

Ennenda-Mastenweg-Sturmigerrus:
Mit dem Velo fahre ich die Strasse rauf zu den Ennetbergen. Beim Parkplatz unter dem Hüttenkopf stelle ich das Rad ab und mache mich auf dem Mastenweg Richtung Laubenwand. Bei der Sturmigerrus angekommen findet man ein Aufstieg mit 2 Seilen die jedoch nicht mehr die neusten sind.

Sturmigerrus-Laubenwand:
Eine Hand an den Seilen, mit der anderen kletternd nach oben, die Stufe übersteigend. Hier fängt das T6 Gelände an. Der Weg ist nicht eindeutig, ca. in der Mitte zwischen den Seilen und der Laubenwand wechsle ich in die Rus und steige dort hoch.

Laubenwandfuss-Leistende:
Am Laubenwandfuss angekommen beginnt die wirkliche Kraxelei/Kletterei. Nachdem man den ersten Unterstand leicht erreicht, quere ich links ca. 4 Meter über ein Grasband von der Laubenwand weg, anschliessend durch Schrofen hinauf zu den nächsten Löcher/Unterständen. Im unteren Teil halte ich mich hauptsächlich in dem Grasdruchsetzten Fels. Beim letzten tiefen Unterstand schaffe ich es nicht hinein zu klettern, aber klettere ziemlich nahe am ihm vorbei. Die Kletterei dort war wie eine Belohnung, schöne runde Griffe. Da das Wasser sich schlängelnd eingefressen hatte, konnte man wie bei einer Treppe aufsteigen, der Schuh hatte gerade so platz. Kurz bevor man zum Leistende kommt, umringen einem ca 5 Meter hohe Felswände, die man linkshaltend durch Legfören umgehen kann. Ich habe dort einen kleinen Steinmann gebaut, den Ausstieg muss man ein wenig suchen. Heraus kommt man da wo über den Leist kommend, das 2te Couloir für den Schlussaufstieg zum kleinen Schlafstein wählt.

Leist Ende-kleiner Schlafstein:
Herauskommend am Ende des Leist wähle ich das zweite Couloir und steige zum kleinen Schalfstein.

Abstieg:
Ziemlich direkt absteigen kann man hier über den Rigen, hier geht es über den steilen Grashang hinunter zu den Strommästen. Zwischen den Strommästen führt ein Weg mit Stahlseil hinunter zum Hüttenchopf. Ab hier gibt es wieder offizielle Wanderwege.

Ich hatte einen Eispickel dabei, wie so oft im T6 Gelände. Der hat mir sehr geholfen im steilen Gras. Es hatte immer wieder lose Steine, da das Gelände dort überhaupt nicht begangen wird. Im oberen Teil hat es karstig festen Fels der sehr schön ausgewaschen ist. Kletterschwierigkeit habe ich mal ein IV angegeben da es sicher schwieriger war als lll, teilweise muss man die "Kamintechnik" anwenden. Ich habe kräftig anti Zeckenmittel eingesprüht, hatte dieses Jahr schon 50 angesaugte und über 300 abgelesene Zecken, dank dem Mittel hatte ich 3 abgelesen, kein einziger angebissen.

Fazit: Völlig abgelegende Gegend, eindrückliche Wand, die Laubenwand! Lässige Klettereien teils abschüssig. Achtung vor losen Steinen. Ich würde die Tour gleichnochmals machen.


Aufstieg ab Ennenda (mit Velo) 5,5h
Abstieg (mit Velo): 2h

Tourengänger: DonMiguel


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Kommentare (2)


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Bergamotte Pro hat gesagt:
Gesendet am 8. Juli 2018 um 17:00
>Ich habe kräftig anti Zeckenmittel eingesprüht, hatte dieses Jahr schon 50 angesaugte und über 300 abgelesene Zecken, dank dem Mittel hatte ich 3 abgelesen, kein einziger angebissen.

Das ist ja extrem. Ich gehe seit zehn Jahren in die Berge, oft auch abseits der Wege, und habe nie eine Zecke erwischt (zumindest nicht bewusst). Bist Du jeweils mit kurzen Hosen und Shirt unterwegs?

DonMiguel hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Juli 2018 um 17:12
Ich ziehe die Zecken regelrecht an, z.B im hohen Gras, der Kollege läuft vor und ich hinternach, er hat keinen einzigen und ich lese 20 Stück an den Hosen ab, ist Geruchsabhängig. Ich trage aus diesem Grund immer lange Hose, wenns heiss ist nur T-Shirt. Vorallem auf Wildwegen hat es viele Zecken. Dieses Jahr sind anscheinend speziell viele Zecken unterwegs. Grüsse Don


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