Mount Baldy/Mount San Antonio (3068m) - Top of L.A.


Publiziert von pame , 11. Juli 2018 um 04:41.

Region: Welt » United States » California
Tour Datum:19 Mai 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 900 m
Strecke:s. Wegpunkte und GPS-Track (ca. 15 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von der Interstate 210 zw. Pasadena und San Bernadino nach Mt.Baldy village, dann weiter zum Mt.Baldy resort (Skigebiet).
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s.o.
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels, Motels im Großraum Los Angeles, Pasadena im Süden. Alternativ Victorville/CA im Norden, dann aber längere Anfahrt (ca. 1h).

Hollywood, Beverly Hills, Traumfabrik... Alles Dinge, die einem in den Sinn kommen, wenn man von Los Angeles, der zweitgrößten Stadt der USA spricht. L.A. hat aber auch einen waschechten Dreitausender, nämlich Mount Baldy (offiziell Mount San Antonio, 3068m) in den San Gabriel Mountains als Hausberg zu bieten. In Anbetracht der Nähe zur Millionenstadt ist hier wohl mit ordentlich Andrang zu rechnen, erst recht bei schönem Wetter, erst Recht an einem Wochenende.

So war es dann auch. Ich hatte mich mangels besserer - sprich leistbarer - Alternativen in Victorville, einer öden, typisch amerikanisch ausgedehnten "Kleinstadt" nördlich der San Gabriel Mountains, etwa 1h entfernt einquartiert. Während hier in der Wüste noch klarer Himmel und Sonnenschein herrschte, ging's während der Fahrt runter nach L.A. in den Nebel hinein und einmal halb um den Berg herum auf dessen Südseite.

Dort zum Mt.Baldy Village, das nicht gerade gut ausgeschildert ist, und das aufgrund seiner Höhe auf ca. 1300m wieder über dem Nebel lag. Weiter dann bis zum Ende der Straße an der Talstation des Mt.Baldy Sesselliftes (1900m). Hier war schon gegen 9 Uhr alles zugeparkt. Und der Parkplatz ist wirklich groß! Ich habe mich dann irgendwie noch zwischen zwei Autos mitten auf einer Straßenabzweigung gequetscht und musste dann nur etwa 200m zurück zum Trailhead laufen.

Von dieser, der S-Seite gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten auf den Gipfel zu kommen: Die Baldy-Bowl-Route und den Devil's-Backbone-Trail. Für Letzteren könnte man den Sessellift benutzen und zum Top-of-the-Notch Restaurant (2350m) hochfahren. Das lohnt sich aber nur, um sich den eher langweiligen Abschnitt auf der Forststraße unter dem Sessellift zu ersparen. Höhenmeter gewinnt man nicht sehr viele. 

Ich habe die Tour andersherum gemacht: Aufstieg auf dem Baldy-Bowl-Trail über ca. 1200Hm, dann Abstieg über den Devil's Backbone (O-Grat) zum Top-of-the-Notch Restaurant (2350m).

Ähnlich wie in den Alpen an einem schönen Sommerwochenende waren extrem viele Leute unterwegs. Der Weg ist durchgehend markiert, gut ausgebaut, und nirgends schwieriger als T2. Zuerst geht es in der S-Flanke durch den Baldy-Bowl-Kessel zur San Antonio Ski Hut (2500m, verschlossen, keine Bewirtung), wo man nett Pause machen kann, dann auf dem breiten S-Grat immer dem noch breiteren Gipfel entgegen. 

Der Gipfel, eher eine weite Hochfläche, ist gerade so über der Baumgrenze, und man hat von ihm einen tollen Rundblick über Stadt und Ozean (bzw. Hochnebel in meinem Fall) im Süden, sowie die Mojavewüste im Norden. 

Mir waren hier oben aber einfach zu viele Menschen. Also bin ich bald über den O-Grat (Devil's Backbone) zur Bergstation des Sesselliftes abgestiegen. Auch hier ist wieder ein guter Weg (T2). Zuerst geht's ca. 200Hm die O-Flanke herunter, dann etwas rechts (südlich) vom Grat einen Zwischengipfel umgehend in mäßigem Gefälle weiter abwärts. Etwa 1-1.5km vor der Bergstation wird der Grat dann stellenweise recht schmal (aber kein Verglich mit manchen Graten aus den Alpen). Diesen Abschnitt fand ich am Schönsten. Im warmen Abendlicht hatte ich jetzt einen schönen Ausblick nach links und rechts sowie auf die nahegelegenen Dreitausender der San-Bernadino-Mountains.

Ich hatte mich nicht beeilt, da ich der Meinung war, dass ich für eine Talfahrt mit dem Sessellift schon zu spät dran war. Erstaunlicherweise sagte mir der Mann an der Bergstation, dass der Lift noch bis weit nach 20 Uhr fahren würde (um die Restaurantgäste runterzubringen). Also flugs ein Ticket ($15) gekauft, und mit dem urtümlichen Sessellift die langweiligen 400Hm bis zur Talstation gespart. Von dort musste ich dann noch 100Hm auf der Straße absteigen, um zum Auto zu kommen.

Fazit:
  • Kann man machen - muss man nicht machen. Falls man aber sowieso in L.A. ist, ist die Tour ein schöner Tagestrip und Ausgleich zum Trubel der Stadt.
  • Wenn's geht, das Wochenende vermeiden oder früh (vor 7 Uhr) am Parkplatz sein. 

Tourengänger: pame


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