Holzgauer Wetterspitze -> Feuerspitze direkt


Publiziert von DerDiedler , 14. Juni 2018 um 13:48.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Lechtaler Alpen
Tour Datum:27 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 

Am Vortag bin ich mit dem Bike bis zur Materialseilbahn der Sims Hütte gefahren, hab auf der Hütte eine Radlerpause eingelegt und bin vollends auf dem ausreichend beschriebenen Normalweg auf die Holzgauer Wetterspitze gestiegen. Dort oben habe ich ca. 20 Meter vom Kreuz in einer ebenen Stelle des Steigs mein Nachtlager errichtet und habe den Sonnenunter- und Aufgang sowie eine sternenklare Nacht dort oben genossen. Ein unvergleichliches Erlebnis.
Am morgen als der Wecker schellte schaute ich in vier muntere Gesichter, die wie sich herausstellten etwas weiter unten im Kar nächtigten und zum Sonnenaufgang zum Gipfel gestiegen sind. Das beste daran war, dass sie am Gipfel frischen Kaffee kochten, von dem ich auch etwas abbekam :-D
Gemeinsam schauten wir zur Feuerspitze hinüber und philosophierten über direkte Aufstiegsmöglichkeiten. Schnell war der Entschluss gefasst es zu versuchen. Also ab, runter vom Gipfel ins Fallenbacher Joch, erst dem Normalweg, dann dem Grat folgend gerade aus auf die Feuerspitze zu. So weit so einfach.
Nun steilte das Gelände deutlich auf und es musste Hand angelegt werden. Die roten Hornsteinschichten sind in der Nordflanke größtenteils horizontal aufgebaut, was einem eine einigermaßen gut gestufte Geländestruktur bietet. Allerdings ist Vorsicht geboten, da praktisch alle Tritte und Griffe eine Auflage aus Hornsteinplättchen haben. Der plattige Schutter der Feuerspitze.
Mit etwas Wegfindungssinn und Umsicht lässt sich eine relativ sichere Linie durch dieses interessante Stück Fels finden, für die eventuell sogr der II. Grad ausreicht. Sicher kann ich das aber nicht sagen, da wir die direkte Variante über einen unverkennbaren Riss in der einzigen und offensichtlichen kompakten Sektion der Wand gewählt haben. Hier muss man aber schon kurz zu packen, eher in Richtung 4er. Da ich mir sicher bin das sich diese Stelle umgehen lässt, allerdings nicht sicher wie genau, gebe ich den Klettergrad der Gesamttour mit III an.
Hat man die kompakte Platte überwunden wird es zunehmend flacher und schon bald steht man am oberen Ende des Schutthaufens am Alublechkreuz.
Zurück zur Simshütte ging es wiederum über den Normalweg, der auch schon ausreichend beschrieben ist.

Tourengänger: DerDiedler


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