Alpsteinperlen


Publiziert von Salerion , 9. Juni 2018 um 08:31.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum: 8 Juni 2018
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1900 m

Was gibt es besseres, als sich ein wenig im Alpstein zu tummeln? Einmal mehr durfte ich dem Wunderland direkt vor der Haustüre einen Besuch abstatten. Der Wetterbericht war sicherlich nicht optimal...aber immerhin soll es bis lange in den Nachmittag trocken bleiben. Da das Auto heute familienintern anderweitig gebraucht wurde, musste ich auf den ÖV umsteigen – was sich wiederum auf eine für mich späte „Abwanderzeit“ (06.45) auswirkte. Ich bin gerne früher unterwegs. Nichts desto trotz. Ab Wasserauen gings zügig hoch zur Bogartenlücke. Die Nebelschwaden hängen tief und plötzlich bricht die Sonne durch ---blauer Himmel. Von der Bogartenlücke gings weiter über die Marwees. Die steile Rinne, in der immer sehr lange Altschnee liegt ist jetzt zu 99% schneefrei. Nur im obersten Stück liegt noch ein klitzekleines Schneefeld, das aber gar kein Problem mehr darstellt.
Der blauweiss markierte Weg erfordert einige Trittischerheit – mühsamer empfinde ich aber dass die Felspassagen mittlerweile noch speckiger geworden sind. Zusammen mit dem „Dreckboden“  ist der Weg teilweise sehr schmierig und glatt. Dennoch ist und bleibt die Gesamtüberschreitung der Marwees wunderschön – insbesondere dann, wenn man mutterseelen alleine unterwegs ist. Weiter gings zum Wideralpsattel, wo unmittelbar nach dem Pass eine Wegspur rechts abzweigt. Und ja – heute steht auch hier ein Wegweiser – der war vor kurzem noch inexistent – eigentlich schade. Zügig geht’s aufwärts. Die kurzen Klettereien machen grossen Spass. Aber auch hier wird der Fels langsam speckig und wenn dann noch ein wenig feucht ist wie heute, ist der Stand manchmal ein wenig schwierig. Kurz vor dem Traversengang liegt noch ein kleines Schneefeld, welches aber keine Probleme darstellt. Die Traversierung ist feucht– entsprechend ist Vorsicht beim Passieren gefragt – und schon ist der Hundstein erreicht. Dieser Gipfel ist nach wie vor sehr schön. Aber auch hier sind dieselben Bemerkungen wie bei der Marwees anzubringen…und ja – hier oben sehe ich die beiden ersten Personen. Der Normalweg ist völlig ausgetreten, der Kalk schmierig und speckig. Das Runtersteigen ist bei leicht feuchten Bedingungen sehr mühsam, zumal Ausrutschen an gewissen Stellen nun nicht wirklich angebracht wäre.
Bollenwees – Zeit den Energiespeicher für den Schluss zu füllen. Wie immer ist die Rösti gigaguet. Über den Stiefel geht’s runter zur Chalberweid um sodann wieder auf die Bogartenlücke hoch. Das war aber noch nicht das Dessert. Als Dessert bezeichne ich den Abstieg von der Bogarten nach Wasserrauen. Aus Zeitgründen musste ich mich abwärts bissi beeilen, so wurde es nur ein 50 minütiger Nachtisch, der auf den letzten 5 Minuten mit einem heftigen Regenschauer garniert wurde.

 
 Der Alpstein ist halt schon eine Perle, die wir vor der Haustüre haben.
Insgesamt habe ich heute 6 Wanderer, 20 Gämsen und ebensoviele Steingeissen gesehen. Nur auf der Terrasse der Bollenwees hatte es ein bitzeli mehr Leute.

Marweesüberschreitung (leicht feuchte Bedingungen): Schwierigkeit 4+
Wideralpsattel- Schlucht- Hundstein: Schwierigkeit 5 bis 5+ (bei feuchten Bedingungen), II
Hundstein – Bollenwees: (leicht feuchte Bedingungen): Schwierigkeit 4+
 
Alle anderen Wegabschnitte sind unter 3. Für diese Tour ist jedoch eine gute bis sehr gute Kondition unerlässlich.
 

Tourengänger: Salerion


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