Berglauf über Oberbauenstock und Gandispitz


Published by Bergamotte Pro , 22 May 2018, 13h25.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:21 May 2018
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: Bauen - Brisen - Bürgenstock   CH-NW   CH-UR 
Time: 3:30
Height gain: 1470 m 4822 ft.
Height loss: 1470 m 4822 ft.
Access to start point:cff logo Isenthal, Chliwäldli
Access to end point:cff logo Isenthal, Stettli
Maps:1171 Beckenried

Für einmal war ich unschlüssig, wo's hingehen sollte. Nur die Zentralschweiz war gesetzt. Nach etwas Rumeiern am Vierwaldstättersee fiel die Wahl schliesslich aufs Isental. Den Südaufstieg auf den Oberbauenstock wollte ich bereits letzten Spätherbst angehen, doch der Schnee war für einmal schneller. Die Tour eignet sich aber ebenso für die Nebensaison im Frühling, denn die exponierten Hänge apern schnell aus. Der Weiterweg zum Gandispitz liegt dann fast auf der Hand, um anschliessend nach Gitschenen oder St. Jakob abzusteigen.

Das Auto parkiere ich am Strassenrand direkt bei der Bushaltestelle cff logo Isenthal, Chliwäldli. Der Aufstieg nach Hinter Baberg (1737m) ist markiert und verläuft teils traversierend, meist aber recht steil. Als ich unterhalb der Alp aus dem Wald trete, verliere ich den Weg, weil ich alten wrw-Markierungen folge. Aber die direkte Linie funktioniert im Weidegelände ebenso. Um nicht zwei Mal den gleichen Weg laufen zu müssen, steige ich nicht bis zum Grat hoch (Normalweg), sondern quere über die ganze Südflanke bis kurz hinter Usser Baberg (1846m). Hier dann über einen unauffälligen Geländerücken auf die Ostseite vom Gipfelaufbau. Informationen darüber hatte ich keine, doch vor Ort erweist sich der Aufschwung als äusserst gutmütig: anregende Gratkraxelei im Fels-Gras-Gemisch (T4). Viel zu schnell ist der Spass vorbei und ich erreiche den Oberbauenstock (2117m) mit seinem kleinen, aber kreativen Steinkreuz.

Für eine Pause ist es noch zu früh. Ohnehin geht ein unangenehmer Wind und die Sonne versteckt sich hinter den Wolken. Also runter über die Normalroute, ebenfalls T4, wo ich zwei Gruppen im Aufstieg kreuze, von der Nidwaldner Seite herkommend. In stetigem Auf und Ab bringt mich der Alpinwanderweg, der eigentlich keiner ist (T3), zum Gandispitz (1996m) mit seinem mächtigen Alukreuz. Weiter geht's über den Grat, eine Stelle etwas luftig, zum unauffälligen Jochlistock (2070m), den ich für meine Mittagsrast auserkoren habe. Der nahe Schwalmis gibt von hier eine ganz eindrückliche Figur ab (wurde heute auch besucht).

Eine knappe Stunde später ist fertig getrödelt und ich mach mich an den Abstieg zurück ins Isental. Zwischen dem Vorder Jochli und Ober Bolgen liegen noch grössere Schneefelder, die ich teilweise abrutschen kann. Von der Alp Unter Bolgen (1657m) liesse sich übrigens die Bergstation Gitschenen in vernünftiger Zeit erreichen. Für den weiteren Abstieg wähle ich die etwas direktere Variante über Lauweli (nicht markiert). Das kann ich nicht weiterempfehlen: der Weg, wenn auch nicht schwierig (T2), ist rau oder gar nicht mehr ersichtlich - Zeitersparnis in meinem Fall gleich Null. Der offizielle Pfad führt mich anschliessend dem Bach entlang durchs Lauwelital - ein wildromantischer Flecken Erde. Zuletzt unspektakulär über die Alpstrasse zurück ins Isental.

Zeiten
1:30  Oberbauenstock
0:40  Gandispitz
1:20  Grosstal

Hike partners: Bergamotte


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