Gazzirola - Stabbiello, Sunrise


Publiziert von Delta Pro , 20. Mai 2018 um 13:17.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Sottoceneri
Tour Datum:18 Mai 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   I   Gruppo San Jorio-Monte Bar   Gruppo San Lucio-Monte Boglia 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 1600 m

Schnelle Sonnenaufgangstour mit genialen Stimmungen im Val Colla

Wer den Sonnenaufgang auf dem Gipfel erleben will, muss früh raus. Doch die Stimmungen sind dann immer am schönsten, die Ruhe und Einsamkeit am grössten! Die Gipfel zwischen Val Colla und Valle Morobbia waren mir schon aus verschiedenen Touren von vor längerer Zeit bekannt und in bester Erinnerung - keine schwierigen Berge, aber ein sehr aussichtsreicher Kamm mit einigen felsigen Gratabschnitten. Da ich um 8 Uhr zurück beim Familien-Frühstück sein wollte, war ein früher Start und eine schnelle Gangart angezeigt um die doch relativ weite und strenge Runde abspulen zu können.

Kurz nach halb fünf geht's in Cozzo zuhinterst im Val Colla los. Für den Aufstieg auf die Gazzirola wähle ich die absolut direkte und schnörkellose Linie über den Grassporn des Fronticello - kein Zickzack, keine Flachpassage, nur gerade hoch. Ab einer Höhe von 1500 m.ü.M. steigt man ohne Wege, doch es sind meist schwache Trittspuren zu erkennen. Der Sporn ist durchwegs einfach zu begehen und wird erst oben etwas steiler und stellenweise felsig. Im ziemlich kalten Nordwind erreiche ich den Gipfel nach etwas mehr als einer Stunde bei wolkenlosem Himmel und genialen Weitblicken - noch fast etwas zu früh für den Sonnenaufgang. Weiter geht es über die runden Rücken über Monte Segor zur Vetta del Vallone, wo kurz schon etwas gekraxelt werden darf (T3). Anschliessend in der Morgensonne über trockene Felsen über einen teilweise etwas exponierten Gratabschnitt. Dieser kann an der Kante, oder etwas einfacher auf Wegspuren auf der italienischen Seite begangen werden (T3). Die Strecke zum Monte Stabbiello zieht sich deutlich mehr in die Länge als erwartet, da auch noch die Cima della Segonaia (erst benannt in der neusten Kartenausgabe) überschritten wird.

Nach kurzer Rast mache ich mich auf den Rückweg und folge wieder dem Kamm, wobei ich diesmal wo möglich die Umgehungsvariante auf dem alten, selten begangenen Weglein auf der italienischen Seite wähle. Einige Stellen erfordern Trittsicherheit. Wunderschöne Trailrunning-Passage über den Kamm zum riesigen Kreuz der Prato della Basciota und dann schneller Abstieg weiter nach Süden. Schliesslich steche ich in die Westflanke und visiere den Sasso Sciuera an. Dieser "Gipfel" ist von oben kaum prominent, sieht von unten aber doch wie ein richtiger Berg aus. Der Abstieg ist an Effizienz kaum zu überbieten - steile, unten sehr nasse Wiesen bis zu den Hütten von Barchi und auf dem Wanderweg nach Cozzo.


Durchgangszeiten:
Cozzo: 4.32
Gazzirola: 5.42
Monte Stabbiello: 6.22
Prato della Basciota: 7.04
Cozzo: 7.38

Tourengänger: Delta


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Kommentare (1)


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sglider hat gesagt: schön
Gesendet am 21. Mai 2018 um 23:31
dankä!


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