Gemsfreiheit, 3185m (Fortezzagrat)


Publiziert von Robertb , 1. Mai 2018 um 17:12.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Berninagebiet
Tour Datum:25 April 2018
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Bernina-Gruppe   Palü-Gruppe 

Für heute ist eine kurze Tour mit wenigen Höhenmetern Richtung Diavolezza geplant. Entweder den Munt Pers oder die Gemsfreiheit (P3185, Fortezzagrat) fassen wir ins Auge. Die Entscheidung fällen wir auf der Diavolezza.
 
Als wir bei der Talstation der Diavolezzabahn eintreffen, herrscht ein wildes Durcheinander und Gewusel. Was ist hier los? Gefühlte Hunderte von Italienern welche sich ebenfalls auf zur Diavolezza P2972 machen – Hektik pur. Die ersten Bahnen sind mehr als voll.
 
Oben angekommen bestaunen wir als erstes in aller Ruhe das Panorama und lassen die anderen Tourengänger Richtung Piz Palü losziehen. Wir haben es nicht eilig, wir haben nur eine kurze Tour geplant.
Die Verhältnisse sprechen eher für die Besteigung der Gemsfreiheit, beim Munt Pers sind bereits einige apere Stellen auszumachen, erschwerend kommt dazu, dass die Abfahrt zum Persgletscher bei der Seitenmoräne bereits gänzlich schneefrei ist. Also, die Entscheidung ist klar – unser Ziel heisst Gemsfreiheit.
 
Die Abfahrt hinunter zum Persgletscher ist steil, hart gefroren und eisig. Wir nehmen uns die nötige Zeit dazu. Wir queren den Persgletscher auf der Route 757b zum östlichen Fuss des Fortezzagrates. Bei herrlichstem Wetter schweift unser Blick immer wieder zum Piz Palü. Wir heben uns dieses Ziel fürs nächste Jahr auf.
 
Nun wird es steiler, die Bindung stellen wir eine Position höher. Die wenigen Höhenmeter bei angenehmen Bergtemperaturen machen Freude. Im Nu passieren wir P3121 und steigen weiter zur Gemsfreiheit P3185 einem Plateau mit gewaltiger Aussicht zum Piz Palü und auf den schmalen Fortezzagrat. Eine lange Pause in der ersten Reihe legen wir ein – Genial!
 
Die Abfahrt führt uns über die Isla Pers auf der Route 757a zum Morteratschgletscher und weiter bis zur Bahnstation Morteratsch. Der Gletscher ist noch gut eingeschneit. Wir schaffen es sogar bis zur Station Morteratsch abzufahren. Im Vorfeld stellte ich mich auf einen längeren Fussmarsch ein.
 
Fazit: kurze, einfache Tour mit wenigen Höhenmetern. Im Zentrum steht hier das Panorama auf die Engadiner Gipfelprominenz. Die lange Abfahrt über die Isla Pers und Morteratschgletscher runden den Tag ab.
 
Im Laufe des Tages haben wir erfahren, dass ein italienischer Feiertag die vielen Gäste dazu bewogen hat den Piz Palü zu besteigen.  

Tourengänger: Robertb


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