Vo Bühler of Gääs - Ein Hügelquartett im Appenzellerland


Publiziert von Grimbart , 1. Mai 2018 um 18:30.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:21 April 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AR   CH-AI 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 935 m
Abstieg: 745 m
Strecke:ca. 17,5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit RTB-Linien 303 und 301 von Hohenems, Bahnhof, via Heerbrugg nach Altstätten SG, Stadt. Weiter mit der Appenzellerbahn via Gais nach Bühler (Linien S24 und S22)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit der Appenzellerbahn von Gais nach Altstätten SG, Stadt (Linie S24). Weiter mit den RTB-Linien 301 und 303 via Heerbrugg nach Hohenems, Bahnhof.
Kartennummer:Kompass WK-Nr. 21 (Feldkirch/Vaduz) oder swisstopo

Eine Wanderung durch die liebliche Appenzeller Hügellandschaft gibt als Einstiegstour in die Wandersaison recht viel her und macht Appetit auf mehr. Frühlingserwachen im Appenzellerland, dazu als Kontrast und Blickfang, das vom Winter noch heimgesuchte Alpstein-Massiv. Bei aller Beschaulichkeit, die die Wanderung über die Höhenzüge zwischen Bühler und Gais bietet, kommt ob des Panoramas bestimmt keine Langeweile auf. Selbst das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz, liegen doch praktisch im „Stundentakt“ Gasthöfe am Weg. So kann der Ranzen in der Früh getrost ein wenig enger geschnürt werden, aber nicht zu eng, man weiß ja nie …

 

Den Auftakt im Hügelquartett macht der Höhenzug der Hohen Buche. Die Lehrtafeln des Themenwegs „Rond om Bühler“ warten dabei mit allerlei Wissenswertem zum Appenzellerland auf. Der Aufstieg zur Hohen Buche beginnt dabei gleich gegenüber dem Bühler Bahnhof und führt zu Beginn über das Betriebsgelände der Firma Tisca. Danach folgt man dem Anliegersträßchen hoch zu ein paar Häusern. An diesen nun vorbei bis man bei einem Bächlein auf eine Wegkreuzung trifft. Hier hält man sich geradeaus und steigt über einen asphaltierten Fahrweg hinauf nach Rähn. Bei der ersten Linkskurve wechselt man auf einen Wiesenweg und steigt über diesen schließlich hoch bis an den Waldrand. Nach wenigen Kehren im Wald sind dann auch schon wieder freie Wiesen erreicht. Über diese nun empor zum Kammrücken, wo man auf einen Fahrweg trifft.

Sich an den Fahrweg haltend, wählt man bei einer Wegdreiteilung nach den Höfen von Wissegg den mittleren Weg. Dieser führt vorbei an weiteren Höfen über den Rücken bergauf zur Graskuppe bei P. 1090. Anschließend auf einem Wiesenpfad hinab in einen Sattel und am Waldrand entlang über Wiesen empor nach Stritegg. Bei einer Wegkreuzung auf einem Fußweg geradeaus und auf diesem hinauf zum Restaurant Hohe Buche. Zur Kuppe der Hohen Buche, die mit Stall und einer informativen Rundschau aufwarten kann, sind es vom Restaurant noch etwa 200m.

Am Stall vorbei steigt man von der Hohen Buche über eine Wiese hinunter zu einem Fahrweg und folgt diesem durch den Wald hinaus zum Sattel bei Wissegg. Eine Straße querend geht’s danach auf einem Anliegersträßchen hinauf zu den Höfen von Breitenebnet. An diesen vorbei hinüber zu einer weiteren Einsattelung. Aus dieser nun recht steil hoch bis an den Waldrand und weiter zu einem Durchschlupf. Kurz darauf ist schließlich das Windkraftwerk Chürstein erreicht.

Die Waldkuppe des Gäbris vor sich leitet der Weg über Wiesen hinüber zu einem Güterweg. Diesem kurz folgend, wechselt man alsbald nach rechts auf einen Fußweg. Dieser führt nun durch Wald hinauf zur Kuppe des Gäbris. Diese überschreitend sind wenige Höhenmeter herzuschenken, bevor es über freie Wiesenflächen gemütlich hinüber zum Gasthaus Oberer Gäbris geht. Ein exzellenter Logenplatz unter den Appenzeller Voralpenmugeln: Direkt im Süden das Alpstein-Massiv. Daran anschließend schweift der Blick über Rätikon, Silvretta, Verwall, Lechquellen- und Bregenzerwaldgebirge zu den Allgäuer Alpen. Schesaplana, Fluchthorn und Rote Wand sind dabei nur die namhaftesten unter dem Gipelmeer im Osten.

Nachdem die Energievorräte am Oberen Gäbris mit Möhl und Lumpensalat wieder aufgefüllt waren, ging's via Gäbrisseeli und Schwäbrig hinüber zum Höhenzug des Sommersberg. Auf einer an Wochenenden für den Verkehr gesperrten Straße wandert man vorbei am Gasthaus Unterer Gäbris hinunter zum Gäbrisseeli. Hier von der Straße ab, und linksherum an das gegenüberliegende Ufer des Sees. Den Wegweisern folgend gelangt man bei einem Wasserschloß schließlich wieder auf die Gäbrisstraße, der man hinunter nach Schwäbrig folgt.

Die Straße nach links verlassend trifft man hinter den Häusern von Schwäbrig auf einen Wiesenweg. Entlang von Telegraphen bzw. Strommasten führt dieser direkt hinunter in den Sattel beim Oberen Hofgut. Über den weiten Wiesensattel hinweg leitet der Wanderweg anschließend hinauf zu einem Fahrweg. Diesem folgend wandert man nun gemütlich über den Höhenzug des Sommersberg vor zur Wirtschaft Sommersberg.

Dort angelangt führen undeutliche Pfadspuren zunächst steil über eine Wiese hinab um anschließend nach rechts in den Wald abzudrehen. Durch diesen nun bergab zu den Wiesen beim Bergli. Bei der Hütte hält man sich links und steigt durch eine Mulde hinunter an den Waldrand. Eine Markierung an einem Baum beachtend steigt man anschließend steil durch den Wald ab zu den blühenden Wiesen bei der Parzelle Rietli. Sich an die Wegweiser haltend führen Fuß- und Fahrwege vor zur Hauptstraße 447.

Die Hauptstraße querend, bieten sich kurz darauf bei einer Weggabelung zwei Varianten für den Anstieg zum letzten „Mugel“ des Tages, dem Höch Hirschberg, an. Geradeaus über Brandegg erschien mir als die Kürzere. Dazu folgt man dem Güterweg vor bis zu P. 983. Hier nun nach rechts ab und auf einem teilweise recht wurzeligen und bei Nässe wohl rutschigen Steig durch den Wald angenehm hoch zur Lichtung beim Brandegg.

Vom Brandegg führt nun eine Forststraße über den bewaldeten Golterberg. Sich nach einem kurzen Abstieg rechts haltend, erreicht man schließlich über einen Fußweg die freien Flächen bei Nisplismoos. An einem Häuschen vorbei spaziert man anschließend auf einem Fahrweg vor zur Gastwirtschaft beim Höch Hirschberg. Vor dem Abstieg nach Gais kann man an der Terrasse noch einmal seine Seele baumeln lassen und den Ausblick zum Alpstein so richtig genießen.

Für den Abstieg nach Gais entschied ich mich nicht für den Direktabstieg nach Zwislen, sondern nahm den etwas weiteren Weg über den Sattel bei P. 1052. Dadurch lässt sich noch ein wenig länger der Anblick von Säntis & Co bestaunen. Dazu hält man sich beim Parkplatz an die Fahrstraße und folgt dieser Richtung Appenzell. Zweimal auf Fußwege wechselnd, lässt sich aber auch hier das Straßenintermezzo kurz halten. Bei der Einsattelung vor Hütten angelangt, dreht man nun nach Norden ab und folgt einem Feldweg hinunter in den Talboden. Bei P. 925 hält man sich links und kann so über Fußwege den Rückweg nach Gais etwas abkürzen. Bei Gais angelangt schließlich vor zu einem Kreisverkehr und entlang der Bahntrasse zum nahen Bahnhof.

 

Gehzeiten:

Bühler, Bahnhof – Wissegg – Hohe Buche (ca. 1' 05'') – Breitenebnet – Oberer Gäbris (ca. 1' 00'') – Gäbrisseeli – Schwäbrig (ca. 40'') – Sommersberg (ca. 30'') – Rietli (ca. 20'') – Brandegg – Hoher Hirschberg (ca. 55'') – Hütten P. 1052 – Zwislen – Gais, Bahnhof (ca. 50'')


Tourengänger: Grimbart


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