Ab der Haustüre nach Kaltacker und weiter nach Burgdorf


Publiziert von Baeremanni Pro , 20. April 2018 um 21:42.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Emmental
Tour Datum:20 April 2018
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 403 m
Abstieg: 346 m
Strecke:Utzenstorf - Niederösch - Oueberg - Matten - Kaltacker
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV Utzenstorf (bzw. diese Wanderug startete ich an meiner Haustüre)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV Burgdorf
Kartennummer:233T Solothurn

So früh wie heute bin ich noch selten zum Wandern aufgebrochen. Das kam daher, dass ich direkt ab meiner Haustüre startete. Wie auf der Uhr auf dem Turn der Kirche sichtbar, war es knapp nach 07:00.
Nun immer schön dem Wanderweg entlang um einige Ecken herum durch den oberen Teil von Utzenstorf, auch als "Chileviertel" benannt. Nach dem Überqueren der Hauptstrasse von Kirchberg her durch den Güterweg durch den Bauernhof und Reitstall. Die anschliessende Allee ist herrlich mit dem frischen Grün. Schnurgerade geht es ostwärts bis zum Waldrand, die aufgehende Sonne blendet natürlich voll ins Gesicht. Die schnurgerade gezogenen Furchen (mit GPS auf dem Traktor) der Kartoffeläcker reizen zum Fotografieren.
Ein kurzes Stück nun auf der Asphaltstrasse durch den Wald, dann über die grösste Höhendifferenz des Wegabschnittes, nämlich die Brücke über Autobahn und Eisenbahn und wieder in den Wald. Beim Waldausgang rechts, die Waldecke abschneidend hinaus auf offenes Feld, auf Feldweg bis zur über die Zürich-Bern-Strasse. Jetzt auf Belag durch das Dorf Niederösch. Beim Restaurant Löwen etwa 200 m südlich. Beim letzten Haus rechts an der Strasse links gegen den Wald.
So jetzt beginnt auch die erste "richtige" Steigung hinauf in den "Reiteneggwald". Fast geradeaus durch den schönen Wald, hinauf auf ca. 600 m MüM. Wieder etwas bergab zum Waldrand, über die Verbindungsstrasse von Ersigen nach Rumendingen. Wieder im Wald östlich am "Längenberg" vorbei bis zu P.555 "Im Winkel". Der Wanderweg ist am Waldrand entlang markiert, ich gehe jedoch auch direkt im Wald hinauf zur Wegkreuzung. Diese Kreuzung ist nicht so ganz übersichtlich, man folge der Ortsangabe "Hub" dem Oueberg entlang hinunter an den Waldrand zu P.541. Dort quer durch das Tal über die OV-Strasse , unter Bahn hindurch zum Weiler Matten.
Ab hier nun ein Teil der Wanderung, welcher für mich ein besonderer Grund hatte. Oft wenn ich mit der Bahn hier durchfuhr, fragte ich mich, wohin die diversen Gräben und Tobel hinführten bzw. wie diese aussehen. Also suchte ich auf der Karte von SchweizMobil und siehe da, im Massstab 1:10'000 ist hier ein Weglein ersichtlich, welches durch diesen Graben, als Wintertobel bezeichnet, vom Weiler Matten hinauf zum Dräjershüsli führt. Also los, mal sehen, was da auf mich zukommt.. Hinter dem Bauernhaus und dem Waldrand mehr oder weniger ostwärts aufsteigend, dann in den Wald hinein. Stellenweise nur schwache Spuren und abgerutschte Stellen des Weges. Ganz unten im Tobel ist kein Durchkommen. Das Bächlein, bald einmal tief unten, fliesst vor dem Weiler Matten in die Ösch. Auf ca. 630 MüM kommt man aus dem Wald und dann über einen Feldweg zum Weiler "Dräjershüsli". Jetzt eine kurze Spitzkehre, dann zur Teerstrasse, welche nach Gutisberg führt.
Am Dorfeingang eine schöner "Spycher". Hier kam ich mit der Bäuerin ins Gespräch. Sie erzählte mir, dass in Ihrer Jugend der von mir begangene Weg von Matten hinauf der einstige Schulweg für die Kinder war, welche von Matten hinauf nach Gutisberg auf fast 700 MüM zur Schule mussten. Wahrhaftig ein harter Schulweg!
Nur noch etwa 10 Minuten bis zum "Hirschen" Kaltacker. Hier wartete ich dann auf meine Frau, welche mit dem Auto und einem Gutschein des Restaurants im Gepäck hierherkam. Dies war denn auch der zweite Grund für die Wahl des Zieles.
Nach dem feinen Mittagessen fühlte ich wieder fit für weitere Kilometer. So entschloss ich noch nach Burgdorf weiter zu gehen. Also ein kurzes Stück retour bis zur Gabelung der Autostrasse bei P.706. Ein kurzer Anstieg und es geht über die Egg südwestwärts, leider auf Teerstrasse bis zum höchsten Punkt mit 728 MüM. Endlich wieder im Wald, die Sonne hat schon ganz schön Kraft geht es nun langsam bergab. Dabei bin ich auf einem Teilstück des Planetenweges der astronomischen Gesellschaft Burgdorf. Auf dem Binzberg bei P.652 treffe ich zur Sonne und damit dem Anfang bzw. Ende des Planetenweges. Leider haben die Begleittafeln der einzelnen Planeten über die Jahre gelitten (Die Objekte sind über 40 Jahre alt) und bedürften einer Auffrischung).
Jetzt noch der steile Abstieg auf dem einstigen Charenweg durch die Gisnauflühe hinunter an die Emme und die Waldeggbrücke mit der eigenartigen Bauart bei P.588.
Vorbei an der noch geschlossenen Badi, unter dem Schlossfelsen hindurch und weiter zum Bahnhof. Bei einem kühlen Bierchen geniesse ich den Abschluss der Wanderung, bis mich die Bahn wieder nach Hause bringt.

Tourengänger: Baeremanni


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