Gscheuerkopf (1280m) und Labturkopf (1434m) über Maiklsteig und Schleierfall


Publiziert von Tef Pro , 28. April 2009 um 10:37.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Kaiser-Gebirge
Tour Datum:26 April 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 950 m
Abstieg: 950 m
Strecke:Maiklsteig - Gscheuerkopf - Labturkopf - Niederkaiseralm - Ganderalm- s'Leiterl - Schleierfall - Diebsöfen - Mauern -P
Zufahrt zum Ausgangspunkt:in St. Johann (von Kitzbühel kommend) die Umgehungsstraße Richtung "Zentrum" verlassen, am 2. Kreisverkehr nach links Richtung "Hinterkaiser". bis zu den Wänden fahren. Parkplatz direkt am Beginn des Maiklsteigs
Kartennummer:Kompass Nr. 09

Nach längerer Zeit statteten wir mal wieder dem schönen Kaisergebirge einen Besuch ab, und zwar dem Niederkaiser ganz im Osten.
Ein interessanter Steig, eine schöne Gratüberschreitung, ein wunderbarer Wasserfall und eine Höhle sind die Höhepunkte der Tour. So fiel es nicht so schwer ins Gewicht, daß die Wolken trotz Föhn heute überwogen.
Vom Parkplatz geht es auf dem Feldweg über die Wiese empor. Dabei hat man einen schönen Blick auf den Kamm des Niederkaiser. Nach etwa 5 Minuten zweigt eine gut sichtbare Pfadspur nach rechts ins Gebüsch ab. Diesem Pfad folgen wir nun im Buchenwald bergan. Dabei wird es zusehends steiler. Über eine Rippe gelangen wir zu den Felswänden.
Direkt an den Felswänden hat man Eisenbügel in die Wand getrieben, obwohl daneben auch eine Pfadspur ist. An der Wand entlang geht es so nach links auf einen schwach ausgeprägten Rücken, der uns zu einigen Leitern bringt. Diese Leitern klettern wir nun empor auf den Gratrücken (ein Klettersteigset ist hier normalerweise nicht nötig).
Oben wenden wir uns nach links (Westen). Der Wilde-Kaiser-Steig führt nun etwas in die Nordflanke, und gleich müssen wir uns wieder durch Schnee kämpfen, teilweise ist der Pfad auch etwas zerstört. Doch mit etwas Umsicht kommt man auch an heiklen Stellen gut vorbei und erreicht den 1280 Meter hohen Gscheuerkopf. Dieser hebt sich zwar kaum aus dem Kamm hervor, bietet aber trotzdem eine schöne Aussicht.
Danach geht es versichert aber unschwer hinab in einen Sattel. Ab hier wird der Rücken nun breiter und wir kommen in lichten Wald. Es liegt nun eine durchgehende Schneedecke, doch sie trägt ganz gut. Da wir den Abzweig nach rechts zur Einödalm übersehen haben, kamen wir in den Genuß eines zweiten Gipfels, den 1434 Meter hohen Labturkopf mit schönem Blick zum Wilden Kaiser.
Von hier mußten wir steil nach Norden zum Sattel oberhalb der Kaiserniederalm absteigen (1322m). Von hier rutschten wir im nassen Schnee nach Südwesten hinab zur Granderalm (1263m).
Von der Alm führt ein Weg auf gleicher Höhe westwärts, bis man zu einem Wegweiser kommt. Hier biegen wir nach links (Süden) ab (Ww "Schleierfall") und gelangen so zu einer Steilstufe im Wald, die mit einer kleinen Leiter überwunden wird. Bereits hier hört man den Wasserfall rauschen und bald sieht man ihn auch.
Jetzt im Frühling bei der Schneeschmelze ist der Schleiferfall ein beeindruckendes Erlebnis. Das tolle dabei ist, daß die Wände überhängend sind und man das Naturschauspiel von hinten bewundern kann. Zudem tummeln sich in den überhägenden Wänden ettliche Kletterer. Ein perfekter Pausenplatz zum Staunen und Genießen.
Wir gehen nach der Pause wieder einige Meter auf dem Weg zurück und folgen dann dem unteren Weg, der erst fast eben, später bergab durch Mischwald zu den Diebsöfen führt. Hier führt der Weg praktisch durch eine Höhle hindurch. Wir überwueren einen Bach inclusive einer Lawinenrinne und gehen weiter auf dem Pfad ostwärts bergab, ehe wir bei den Bauernhöfen von Mauern auf freie Wiesen gelangen. Von hier ist es auf der Straße nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt, links können wir nochmal den Niederkaiserkamm bewundern

Tourengänger: Tef

Galerie


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