Güpfi 2042m (mit Hund)


Publiziert von Lulubusi , 2. Mai 2009 um 17:40.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 6 April 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: Westliche Melchtaler Alpen   CH-OW 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1291 m
Abstieg: 1291 m
Strecke:Lungern, Hüttstett, Güpfi, Lungern
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Lunger Bahnhof
Unterkunftmöglichkeiten:In Lungern vorhanden
Kartennummer:Wanderkart Brünig topodate 410

Traditionelle Frühlingstour übers Güpfi 2042m
 
1.       Versuch              06.04.2009
Ausgestattet mit Schneeschuhen und sonst noch so allem was dazu gehört, bin ich etwa um 09:00 Uhr in Lungern Bahnhof gestartet.
 
Unmittelbar nach dem Bahnübergang beim Bahnhof, geht es rechts hoch. Ab hier einfach dem Wegweiser nach Hüttstett folgen. Etwa nach 10 Minuten verlässt man die asphaltierte Strasse und folgt dem Wanderweg. Schon bald schlängelt sich der Wanderweg durch einen wunderbaren Mischwald hoch. (Der Weg führt durch das Zwischbäch hoch)
 
Anfänglich war es noch recht frisch und Frühlingsgefühle wollten nicht so recht aufkommen.  Doch schon bald vertrieb die Frühlingssonne die kühlen Schatten und eine wohlige Wärme wurde spürbar. Bis auf Höhe Stalden P.1339 war nun vom Winter nicht mehr viel zu spüren. Selbst im Wald lag kaum mehr Schnee und überall spriest die Pflanzenwelt.
 
Ab P.1339 machten sich nun die höhere Region doch bemerklich. Langsam aber stetig legten die Schneemassen an Umfang und Dicke zu. Die ersten paar Schneefelder konnte ich noch umgehen musste mich wenig später aber doch dem Schnee geschlagen geben, da ein weiterkommen ohne Schneeschuhe unmöglich war. Also Schneeschuhe anschnallen und weiter. Ab ca. 1500m wars dann doch mit dem Frühling zu ende. Lediglich die wärmende Sonne erinnerte daran dass es schon April ist. Über eine noch immer geschlossene Schneedecke erreichte ich schliesslich Hüttstett. P. 1662
 
Bei den Alphütten von Hüttstett legte ich eine kleine Rast ein. Na ja, diese wurde etwas länger. Mein Hund tollte mit einem anderen, der uns seit Lungern begleitete, im Schnee rum und ich machte es mir südseits an der sonnigen Hüttenwand gemütlich.
 
Wie schnell kann doch eine Stunde vergehen! Mein Hund hat das Bedürfnis meine Nase abzulecken, das weckte mich.
 
Was nun. Doch noch aufs Güpfi oder retour? Da es erst 12:30 Uhr war, entschied ich mich auf den Gipfel hoch zu steigen. Der gesamte Aufstieg erfolgt über einen nach Süden gerichtet Hang. Hier zeigte sich der Frühling wieder. Bereits heute kam man regelrecht ins schwitzen. Wie wird das erst im Sommer?
 
Den Aufstieg kann man in drei Drittel unterteilen. Das erste Drittel erfolgt über Alpweiden. Das zweite durch bewaldetes Gebiet und zu letzt führt der Weg wieder durch offenes Gelände und ganz am Schluss über eine kleinen Grad auf den Gipfel.  (Ab dem zweiten Drittel waren wieder Schneeschuhe angesagt. Vorher hatte sich der Schnee bereits verflüchtigt.)
 
Bis auf den Gipfel war das Vorhaben mit keinen grösseren Problemen verbunden. Im Gegensatz zum letzten Jahr musste ich die Überquerung aber abbrechen.  Noch vorhandene und einfach zu grosse Schneewächten, versperten den weiteren Weg.
 
Also drehten wir, ich mein Hund und die Hundebegleitung um und begaben uns auf den Rückweg. Für den Rückweg wählte ich eine etwas andere Route. Ab Hüttstett begab ich mich auf die Spuren der Tourenskifahrer, das heisst: Ich folgte der ausgeschilderte Abfahrt.
 
Hüttstet, Stalden P.1356, Blas P.1041, Lungern, isst der ungefähre Weg. Lässt sich dieser nicht finden, folgt man am besten dem Wanderweg und dem Wegweiser nach Lungern. Zu Hause angekommen, konnte ich sogar noch die Sonne auf meiner Terrasse geniessen. Die Tagen werden eben doch länger!
 
2.       Versuch              25.04.2009
Gut drei Wochen später wagte ich mich an einen neuen Versuch. Muss aber erwähnen, dass ich etwas abgekürzt habe, ich bin nämlich mit dem Auto bis zum Stalden P.1356 gefahren.
 
Ohne Schneeschuhe begab ich mich auf den Weg. Diese waren auch nicht mehr nötig. Was sich in drei Wochen alles so verändern kann. Bis aufs Güpfi musste ich nur ganz kurze Passagen durch Schnee marschieren. Alles in allem waren dies nur etwa 50m. Selbst der Grad, also die Überquerung, war ohne Schneekontakt möglich.
 
Lediglich der Abstieg auf der Nordseite war etwas mühsam. Hier lag noch immer relativ viel Schnee und leider war dieser alles andere als hart. Das weiter kann sich jeder selber denken. Aber es geht ja abwärts und so wars erträglich. Hinzu kommt, dass es nur etwa 200 Höhenmeter nach Egg P.1809 sind. Anschliessend konnte ich wieder gemütlich dem Schneefreien Wanderweg folgen.
 
Da ich aber schon mal hier war, beschloss ich noch schnell den Höh Grad P.1922 zu besteigen. Kurzer Abstecher mit tollem Blick ins Sarneraatal.
 
Ab Egg schlängelt sich der Wanderweg erstmal durch einen Fichtenwald. Beim Husengraben gelangt man schliesslich in eine Forststrasse. Einfach dieser Forststrass folgen, so gelangt man automatisch zum Staldenried bzw. zum Stalden, zu meinem Ausgangspunkt von heute.
 
Fazit:
·         Tolle Frühlings- wie auch Sommertour
·         Keine Schwierigkeiten (Achtung Überquerung etwas ausgesetzt)
·         Im Winter, bei Schnee ist die Lawinengefahr zu beachten. (ab Hüttstett)
·         Bei Schnee ist der Wander weg ab Lungern nach Hüttstett nicht einfach zu finden
·         Wunderbare Alp zum verweilen. Wasser und Feuerstelle vorhanden. (Im Sommer bealpt)
·         Hund braucht keine Hilfe

Tourengänger: Lulubusi

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