Skitour Monte Rotondo


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 30. März 2018 um 17:24.

Region: Welt » Frankreich » Korsika » Haute Corse
Tour Datum:28 März 2018
Ski Schwierigkeit: S
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Aufstieg: 1610 m
Abstieg: 1610 m

Der Monte Rotondo darf bei einer Skitourenwoche in Korsika nicht fehlen! Er ist eigentlich der Klassiker unter den Skitouren, vermutlich weil er etwas leichter als der noch höhere Monte Cinto ist. Dennoch ist die Tour nicht zu unterschätzen, denn immerhin 1600 Höhenmeter müssen bewältigt werden und ganz zuletzt wartet auf den letzten 200 Höhenmetern noch eine bis zu 40° steile Rinne. Doch die Tour beginnt mit einer fast obligatorischen Tragesektion vom Ausgangspunkt bis etwa 1400m, wo man die Waldgrenze erreicht. Von hier folgt der Anstieg den nordseitigen Kesseln unter dem Rotondo stets steil ansteigend aufwärts. Nur beim Lavu del Oriente neigt sich das Gelände kurzfristig etwas zurück. Von hier ist auch schon das steile Finale der Tour sichtbar: Eine etwa 40° steile Rinne führt hinauf zur Scharte unter dem Rotondo, bei guten Verhältnissen ist der Aufstieg mit Skiern möglich und lohnend. Von der Scharte muss ein liegender Felsblock überklettert werden (max. I-) um den südseitig exponierten Gipfelhang zu erreichen. Bis wenige Meter vorm Gipfel kann hier mit Skiern aufgestiegen werden und Steigeisen und Pickel können im Rucksack bleiben. Eine kurze Felsstufe (I-) führt zum Gipfel. Das herrliche Wetter lud heute zu einer längeren Rast am Gipfel mit perfektem Panorama ein. Im Anschluss ging es über rassige Nordhänge bei Pulverschnee, Firn, Harsch und Sulz zurück Richtung Tal. 

AUFSTIEG: Vom P. knapp nach der Ponte Timozzo folgt man dem markierten Wanderweg Richtung Lavu del Oriente. Anfangs folgt man noch einem wilden Fahrweg, bald aber geht es über einen schmalen Steig in Serpentinen hinauf. Auf 1400m (nach ca. 1h) erreicht man die Waldgrenze und eine meist schneegefüllte Mulde. Hier nun aufwärts und an einigen Tafonifelsen links vorbei. Immer dem Grat folgend geht es weiter aufwärts, bevor man auf ca. 1700m den Grat nach links in die Flanke verlässt. Hier nun immer dem Gelände folgend aufwärts bis zum Lavu del Oriente. Durch das flachere Hochtal aufwärts und dann noch einige Zeit über durchwegs steile Hänge zu einer kurzen Flachstelle unter der Gipferinne. Diese nun etwa 150Hm sehr steil (40°) aufwärts bis zu einem geräumigen Sattel. Von hier überklettert man einen liegenden Felsblock (max. I-) und erreicht so die bis dahin nicht einsehbare Südseite. Hier nun über einen steilen Hang querend aufwärts und ganz zuletzt durch eine etwa 35° steile 15m lange Rinne zum Grat mit gutem Skidepot. Von hier noch wenige Meter über Schnee oder ganz leichten Fels zum Gipfel.

ABFAHRT: Wie Aufstieg, diverse Varianten.

LAWINENGEFAHR / SCHNEE: Schnee ab 1400m. Schneedecke teils feucht, teils pulvriger Altschnee, teils Harschdeckel. Allgemein gute und sichere Bedingungen. Bei der Abfahrt von allem etwas.

MIT WAR: Kathi, Rainer, Tanja

WETTER: Traumtagerl!

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz


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