Skitouren in Griechenland: Smolikas-Überschreitung


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 13. März 2018 um 19:44.

Region: Welt » Griechenland
Tour Datum:23 Februar 2018
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: GR 
Aufstieg: 1445 m
Abstieg: 1715 m

Heute planten wir wieder eine Überschreitung in gewohnter Manier: 2 Gruppen, zwei Autos, 2 Seiten. Auch hier beschreibe ich wiederum nur eine Richtung, nämlich jene von Süd nach Nord. Der Smolikas ist mit seinen 2637m nicht nur der höchste Gipfel des Pindos-Gebirges, sondern auch der zweithöchste Griechenlands nach dem Olymp. Die Überschreitung führt vom schönen, jedoch mühsam erreichbaren Dorf Pades im Süden nach Agia Paraskevi im Norden. Anfangs folgt der Anstieg einem Wanderweg bzw. Forstwegen, meist muss man die Skier etwas tragen, der Forstweg ist nur mit einem Geländeauto weiter hinauf befahrbar. Der Weg ist durchgehend gut markiert, das hilft in dieser höchst einsamen Gegend ungemein bei der Wegfindung. Über wunderschöne Hänge ging es im Sonnenschein hinauf Richtung Drachensee, wo sich beide Anstiege treffen und gemeinsam zum Gipfel führen. Kurz vor dem Drachensee trafen wir dann auch auf unsere ersten Bärenspuren in Griechenland und obwohl diese nicht frisch waren, sorgten sie für ein mulmiges Gefühl. Parallel dazu traf unsere von der anderen Seite aufsteigende Gruppe tatsächlich in einem steilen Waldstück auf einen Braunbären.
Der Gipfelhang des Smolikas bietet 600 Hm ideales Skigelände, ein Pulvertraum sondergleichen! 
Die weitere Überschreitung nach Norden hin ist dann anfangs durch schöne Hänge im Wald (zum Glück ohne erneute Bärensichtung) und einer langen Querung geprägt. Dann geht es noch ein Stück talwärts bevor die Skier das letzte Stück getragen werden müssen.

Eine gewaltige Skiüberschreitung mit toller Abfahrt eines der besten Skigipfel Griechenland in einer der einsamsten und wildesten Gegenden des Pindos-Gebirges!

AUFSTIEG: Von Pades fährt man kurz vor Ortsanfang über den Schotterweg so weit wie möglich hinauf. Man folgt nun, je nach Parkplatz, dem Wanderweg (markiert) oder den etwas längerem Forstweg. Man erreicht so eine schöne Wiese und folgt dem Forstweg, meist abkürzend weiter aufwärts zu einer Alm. Sogleich verlässt man aber wieder das Tal und steigt linkshaltend über Waldlichtungen auf und quert zuletzt in einen Sattel. Von hier nun immer am Rücken, einige Kuppen umgehend, zum Drachensee (hier typischenweise oft Bärenspuren). Nun entlang des steilen Rückens Richtung Gipfel, bald erreicht man eine Kuppe und das Gelände wird flacher. Nun immer aufwärts, den letzten Aufschwung links umgehen und am Grat zum Gipfel.

ABFAHRT: Wie Aufstieg bis zum Drachensee, den Rücken in unteren Teil kann man orogr. links durch eine sehr steile Rinne umfahren. Dann zurück in den Sattel beim Drachensee und nach Norden hinab zu einer Alm. Über flache Böden hinab bis die ersten Bäume beginnen. Hier nun nicht weiter abfahren sondern rechts durch lichte Kiefern (genau auf Markierungen achten) etwa 30Hm hinaufstaffeln. Jenseits fährt man nun durch eine Mulde hinab bis man einen Wald mit Altbestand erreicht. Hier nun diesen nach Norden flach, teils staffelnd, am Wanderweg durchqueren. Dann über schmale Schläge stets nach Norden hinab bis zum Ende des Schnees. Dann zu Fuß weiter, bei einer Pferdeweide muss man sich leicht rechts halten, hier ist der Weg etwas unübersichtlich. Zuletzt über alte Hirtenpfade direkt nach Agia Paraskevi.

SCHNEE/LAWINENWARNSTUFE: Pulvrige Schneeauflage in Hochlagen, in mittleren Lagen Firn und unten brechender Harschdeckel.

WETTER: Sonne mit Schleierwolken, einige wenige Nebelfetzen.

MIT WAR: Sonja, Jasmin, Antonia, Konrad, Hans, Von Nord nach Süd: Richi, Stertak, Karl, Tanja und Charly

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering


Tourengänger: Matthias Pilz


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