Hilft bei Erkältung: der Rotzigmoosberg (1193 m). Health & Spa- SST in den Tegernseer Bergen


Publiziert von Vielhygler Pro , 13. März 2018 um 00:31.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum:11 März 2018
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT1 - Leichte Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Aufstieg: 200 m
Abstieg: 200 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Maut auf der Valeppstraße € 2,00. P. direkt vor der Wintersperre am Suttensee. Kostenlos und stramm vereist.
Unterkunftmöglichkeiten:Iglu
Kartennummer:DAV Mangfallgebirge Mitte BY 15

Bei einem ausklingenden grippalen Infekt? "Viel Frischluft!", hat der Arzt gesagt. "Bloß nicht überanstrengen: einfach im Freien spazierengehen, das mobilisiert den Kreislauf, aktiviert das  Immunsystem und befreit die Atemwege!"  Bei "Spazierengehen" und "Atemwege" ist mir sofort schon wegen seines Namens der Rotzigmoosberg wieder eingefallen, eines meiner unzähligen SST-Kleinprojekte.
Der Rotzigmoosberg ist  lt. Karte nur eine kleine subalpine Schneeschuh-Spazierwanderung, auf dieser Tour kann ich bestimmt in einer Win-Win-Situation für sowohl meine Rekonvaleszenz als auch mein Vergügen in der frischen Luft spazierengehen, ohne mir dabei auch noch die Beine zu "vertreten", schließlich ist die hauptsächlich auf Forstwegen verlaufende Tour auch technisch ganz einfach!

Auch die Verhältnisse haben heute ein tiefergelegtes SST-Ziel nahegelegt, denn es war bei immer noch sehr viel Schnee frühlingshaft warm und ich hätte, auch ohne Erkältung, wenig Lust gehabt, mich auf einer höhergelegenen, längeren Tour durch große Mengen sulzigen Sinkschnees hindurchzuwühlen.
Vielleicht aber hätte ich die ärztlichen Ratschäge bezüglich einer etwaigen "Überanstrengung" bei schönerem und vor allem kälteren Wetter, doch noch in den Wind geschlagen, aber genau das Kriterium Wind kam, was die Tourenwahl angeht, noch obendrauf: die im Talgrund noch gar nicht spürbare Föhnwalze hätte den Aufenthalt auf höhergelegenen Graten oder Gipfeln heute sicher noch ungemütlicher gemacht als der rutschige, weiche Tiefschnee. Schon am Rotzigmoosberg war es so stürmisch, daß es mir nicht möglich war, am Gipfel eine Zigarette anzuzünden und das will etwas heißen, denn da habe ich wirklich Routine.

Die Wegbeschreibung (die Forstwegeintragungen auf den Karten AV, BLV und Kompass stimmen):

Los geht es am P. direkt vor der Wintersperre der Mautstraße am Suttensee. Ich folge mit Grödeln der geräumten, aber komplett vereisten Valeppstraße nach Süden. In einer Kurve zweigt ein tiefverschneiter Fußweg, mit " Suttenseerundweg" und "Enterrottach" beschildert, nach rechts ab. Diesen nehme ich nicht, sondern gehe auf der Valeppstraße noch 5 Minuten weiter bis zu einer Bushaltestelle am Schwarzmösel direkt südlich des Wechselalmgebiets. Hier zweigt eine unbeschilderte, aber wegen einer Wildfütterung weiter oben geräumte, Straße nach rechts ab. Dieser folge ich nach Süden. Ein tiefverschneiter Straßenabzweig bleibt rechts liegen und bald darauf erreiche ich eine Kurve: links ginge es auf einer abzweigenden Stichstraße zu der im Winter eingezäunten Wildfütterung, ich folge hier meiner nun nicht mehr geräumten Straße weiter nach rechts.
Überraschenderweise liegen alte Spuren drin: ein Skifahrer und zwei Schneeschuhgänger waren unterwegs, aber auf dem Rotzigmoosberg waren die nicht, sondern wohl in Richtung Sieblialm unterwegs, zu der die Straße letztendlich weiterführt.
Nun ging es in weichem, tiefen Schnee in südwestlicher Richtung weiter, bis ich an einer engen Serpentinenkurve einen letzten, nach Osten abfallenden Straßenabzweig links liegenlasse. Anschließend führt die Straße in nordwestlicher Richtung weiter und nach ein paar Schritten kann ich schon den hübschen, kleinen Gipfel des Rotzigmoosbergs über seinem Felsgemäuer sehen. Nun in wenigen, weglosen Schritten zur Gipfellichtung.

Fazit:

Der Rotzigmoosberg: kein Knaller, aber auch kein Schuß in den Ofen. Schnelle Wanderung auf einen kleinen, hübschen, garantiert einsamen, nicht freisichtigen, aber auch keineswegs schlechten Aussichtspunkt.
Der Anmarsch: auf bewaldeten Forstwegen kurz und somit per se nicht lang-weilig, aber schon biss'l fad. Mit Schneeschuhen im Sinkmodus, wie heute, noch biss'l fader.
Dennoch: ein netter kleiner Gipfel über einem dekorativen Felsgemäuer.
On Top? Durchaus stimmungsvolle Gipfellichtung. Baumstümpfe zum Draufsetzen vorhanden.
Die Aussichten in verschiedenste Richtungen waren an wieder neuer Stelle für mich interessant, aber für reine Genießer nicht atemberaubend.
Wann? Im Winter, Vorfrühling oder Spätherbst, denn es stehen einige Laubbäume auf der Gipfellichtung.
Ausrüstung  Tempo-Taschentücher nicht vergessen, schließlich sind wir am Rotzigmoosberg!
Und wie hat es mir selbst gefallen? Mei, mir g' fällt leicht was, ich bin einfach so gern draußen! Siehe Bilder...

Tourengänger: Vielhygler


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