Heustock und Bütziegg


Publiziert von Delta Pro , 4. März 2018 um 20:34. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 4 März 2018
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SG   Spitzmeilengruppe 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1980 m

Spannende und zügig ausgetragene Tour im Mülibachtal

Das Mülibachtal oberhalb Engi  hat eine Vielzahl von Gipfeln zu bieten. Der Anmarsch ist in jedem Fall aber relativ weit und nicht immer liegen sichere Lawinen-Verhältnisse für die Gipfelhänge wie genügend Schnee bis hinunter nach 800 m.ü.M. vor. Beides stimmt aber an diesem perfekten Tourentag heute. Zusammen mit 3614adrian gings früh morgens auf den Heustock - der Gipfel wird im Winter scheinbar häufiger als im Sommer besucht. Um den Tag auszunutzen und die Tour aufzupeppen, hängten wir den Übergang der Bütziegg und die lohnende Abfahrt von der Widdersteinerfurggel an.

Start um 5.50 Uhr in Engi. Bei genügend Schnee auf dem Fahrweg hinein ins Mülibachtal. Erstaunlicherweise sind in den letzten Tagen im Glarnerland nur ein paar wenige Zentimeter Neuschnee gefallen - deutlich weniger als im Mittelland. Bald müssen eindrückliche Lawinenkegel überwunden werden. Auf der rechten Bachseite hinauf nach Gamszinggen und auf dem Weglein durch den Wald zur Skihütte, die über Nacht besetzt war. Dennoch dürfen wir als erste die Spuren gegen den Heustock ziehen - wunderschöne Morgenstimmung im breiten, offenen Südhang. Ein paar Stellen sind eingeblasen (Wumm-Geräusche), weiter oben ist allerdings fast alles abgeblasen und der Hang ist ziemlich hart und nicht immer angenehm zu gehen. Schon nach gut zweieinhalb Stunden stehen wir auf dem Gipfel und geniessen die sehr umfassenden Ausblicke in alle Richtungen.

Abfahrt nach kurzer Rast über die meist harten Hänge in die Ebene von Ober Bützi. Gegenanstieg hinauf zur Bütziegg, anfangs relativ steil, dann flacher über den Rücken. Für die letzten ca. 40 Höhenmeter hinauf zum Grat tragen wir die Ski im harten, steilen Schnee - ein schöner Übergang. Abfahrt nach Norden. Ein Felsband muss rechts umfahren werden. Anschliessend wieder nach links zurück zum Kamm und aussichtsreich hinab zur Widdersteinerfurggel. Wir entscheiden uns gegen einen dritten Aufstieg zum Gufelstock, da das steile Chloggtel wahrscheinlich eingeblasen ist. In erstaunlich gutem Schnee rauschen wir durch das sanft geneigte, sonnige Widdersteiner Loch. Ab ca. 1600 m.ü.M. ist das ganze Tal durch Ablagerungen von gewaltigen Lawinen verfüllt. In den teilweise schon angefirnten Osthängen lassen sich diese manchmal umfahren. Trotzdem sind die Lawinen oft eher beschwerlich. Am Schluss wieder schöne Abfahrt ins Üblital und effizient auf dem Fahrsträsschen hinab nach Engi. 

Tourengänger: Delta, 3614adrian


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Kommentare (2)


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PStraub hat gesagt: Dichtestress
Gesendet am 5. März 2018 um 08:05
Zweite Begehung innert einer Woche, das kommt in dieser Gegend schon Dichtestress nahe ..

Delta Pro hat gesagt: RE:Dichtestress
Gesendet am 5. März 2018 um 11:44
Natürlich haben wir uns schon etwas von Deinem Bericht inspirieren lassen - danke!
Gestern Sonntag waren aber hinter uns noch sicher ein Dutzend anderer Tourengänger unterwegs im Mülibachtal. Das ist Dichtestress!
Gruss Delta


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