Olperer Riepengrat Sommer 2016


Publiziert von Werner_Ki , 27. Februar 2018 um 15:39.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Zillertaler Alpen
Tour Datum: 3 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 

Langes Wochenende in Kiel verbringen? Nee Danke! Schnell den Mietwagen gebucht, Wetterbericht gecheckt, Zillertal sieht ganz gut aus. Den Olperer hatten wir schon länger auf dem Plan, das ist auf drei Tage gut machbar.

Morgens um drei in Kiel losgefahren, zwölf Stunden später das Auto am Schlegeisspeicher abgestellt und 2 Stunden später die Olpererhütte erreicht. Das Wetter war zwar heute noch einigermaßen durchwachsen, für morgen sind die Prognosen aber deutlich besser. An dieser Stelle könnte ich jetzt schon wieder in eine Hüttenschwärmerei verfallen…

Um 6:30 Uhr war Aufbruch angesagt, der Sonnenaufgang und ein klarer Himmel versprachen beste Bedingungen. Anfangs geht es über einen gekennzeichneten Wanderweg, später ist der Weg ganz gut mit Steinmännern versehen. Durch gut begehbares Blockgelände geht es bis zu einem größeren Schneefeld hinauf. Da wir keine Eisen dabeihaben, haben wir dieses im unteren Bereich gequert und sind über einen schotterigen Grat aufgestiegen, statt wie üblich über den Firn zum Einstieg des eigentlichen Grates zu gelangen. Die Sicherungen entschärfen den Fels hoch zum Gipfelgrat enorm, am Ausstieg war's noch mal ein bisschen tricky.

Der Gipfelgrat bietet wunderschöne Kletterei, der Fels ist überall fest, wenn man will, kann man an vielen Haken und Ständen sichern. Teilweise ist der Grat ziemlich schmal, die Tiefblicke sind schon beeindruckend. Der Gipfel selbst kommt erst nach dem letzten Gendarmen in Sicht, der rechts umgangen werden kann. Langsam zogen einige Wolken auf, was die Ausblicke aber nur wenig getrübt hat.

Der Abstieg ist wie der Aufstieg, wobei wir nach dem Schneefeld die Steinmänner aus den Augen verloren haben. Weil aber überall das gleiche Blockgelände vorherrscht, ist es ziemlich egal, wo genau man absteigt.

Nach kurzer Pause an der Hütte sind wir in einer starken Stunde wieder zum Schlegeisspeicher abgestiegen und haben noch eine Nacht in einer Pension in Ginzling mit guter Küche und noch besserer Getränkekarte verbracht.


Tourengänger: Werner_Ki


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