von schlechtestesten bis feinen Schneeverhältnissen: ab Meniggrund auf Stand


Publiziert von Felix Pro , 9. Februar 2018 um 22:17. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:24 Januar 2018
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 2:45
Aufstieg: 640 m
Abstieg: 640 m
Strecke:Meniggrund, Parkplatz auf 1330 m - P. 1346 - Menigboden, P. 1516, Brätliplatz - P. 1554 - Alphütte auf 1624 m - Parkplatz Alphütte Seebergsee - P. 1925 - Stand, P. 1938 - Felsenwarzen - P. 1803 - P. 1554 > Meniggrund, Parkplatz auf 1330 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Häusernmoos - Sumiswald - Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, Oey und Zwischenflüh nach Meniggrund
Kartennummer:1226 - Boltigen

Es war ein Versuch - dieser bescherte eben die Skitourengängern die erwähnte ganze Palette an Befindlichkeiten, mir durchgehend grosses Vergnügen: mit den umlaufenden Zacken an den Schneeschuhen konnte ich mühelos über die weitreichenden vereisten Schneefelder auf- und absteigen ;-)

WS-: heute auf Grund der äusserst misslichen Schneeverhältnisse (für Skitou-rengeher) in den unteren Bereichen
 

Schon teilweise vereist gestaltet sich die Zufahrt zum Parkplatz Meniggrund, beim Aussteigen ist deshalb Vorsicht geboten. Wir sind von den Ersten, welche losziehen, sehen wenig später doch zahlreiche PWs anfahren - deren Insassen die verschiedenen Tourenmöglichkeiten an diesem knalleblauen Wintertag nutzen wollen …
 

Erst auf der zugeschneiten Fahrstrasse, dann - nach (oberhalb von) P. 1386 - kürzen wir über den Hang ab; immerhin ist eine Spur vorhanden, welche den Aufstieg im harten Schnee erleichtert.
Nach wenigen Metern erreichen wir, wieder auf dem Fahrsträsschen, den Brätliplatz auf Menigboden; noch schattig präsentiert sich die Ebene, an deren östlichen Rand wir auf dem Strassentrassée flach weiterziehen.
Ungefähr bei P. 1554 verlassen wir dieses und biegen ab ins Aufstiegsgelände Richtung  Seeberg - Parkplatz - nur kurz ist eine vom Wind verwehte Spur zu erkennen, danach präsentiert sich der lange Hang eisig-gefroren …
 

Über pickelharte „Buckelpisten“ gestaltet sich der an sich einfache Aufstieg zur Hütte - in der Fläche oberhalb von P. 1596, wo wir kurz innehalten. In demselben Stil verläuft der weitere Gang - erst steiler - bis zum unter den Schneemassen kaum erkennbaren Strässchen, auf welchem wir (wohl annäherungsweise) folgen bis zur Tafel, welche auf den  Seeberg - Parkplatz hinweist (er ist unter dem tiefen Schnee nicht auszumachen.
Ab hier folgen wir in etwa - angepasst an die Geländekammern - der Gemeindegrenze für den weiteren Anstieg, welcher uns nun erst leicht sulzige, später sogar Pulverschnee-Verhältnisse bereithält - zusammen mit der Sonne und angenehmen Temperaturen stellt es nun für alle ein Vergnügen dar, zum Grat zu gelangen und auf diesem P. 1925 anzusteuern.
Während jener erst abflacht, zeigt sich auf dem Punkt selbst die Senke vor dem heutigen Ziel überraschend alpin: eine doch beträchtliche Wechte gegen SE hin sorgt für einen Augenschmaus - doch auch für einen entsprechenden Abstand von der Gratkante …
Unschwierig ist schliesslich der „Schlussspurt“ zum flachen Stand, Westgipfel, hin; in Erwartung der verdienten Mittagsrast der Gang zum Aufbau der Felshöcker ein vernachlässigbarer, doch erfreulicher.
 

Wir richten uns für den Imbiss am untersten der Felsaufbauten - hier am besten windgeschützt - ein, und geniessen Speis und Trank sowie die zwar bekannte, doch wiederum herrliche Panoramasicht.
Vor der Rückkehr baue ich die etwas steile, im Tiefschnee auch etwas rutschige, „Bezwingung“ der höchsten Felswarze ein - reizvoll ;-)
 

Abstieg wie Abfahrt gestalten wir in den oberen Abschnitten unterschiedlich: während die Skifahrer noch einmal wenige Meter Richtung Westgipfel ansteigen, und dann via Senke zwischen diesem und P. 1925 abfahren, wähle ich eine direktere Variante, welche erst steiler an der lichten Baumgruppe vorbei zu einem Bödeli oberhalb P. 1803 führt. Von hier aus kann ich die Skifahrer während der genussvollen Abfahrt im Pulverschnee beobachten.
Während anschliessend jene ab P. 1803 direkter Richtung Hütte oberhalb P. 1696 abfahren, wähle ich eine kürzere, zuletzt abschüssig-steile Variante hinunter zum verschneiten Strässchen auf ~ 1735 m. Ab hier verfolge ich eine ziemlich direkte Abstiegsroute zu P. 1554 - dabei höre ich es rattern - vernehme aus der Distanz Geräusche der Skifahrer, die nichts Gutes erahnen lassen … wie meinte darauf Jumbo: „wollen wir nicht tauschen“? (Skis gegen Schneeschuhe)
Schneller als ich treffen sie selbstverständlich auf Menigboden ein - ich sehe sie aus grosser Entfernung „verschwinden“, derweil ich, dort angekommen, kurz mit einer Schneeschuhläuferin ein paar Worte wechsle - und den nun noch sonnigen Boden mit dem Menigbach bewundere.
 

Im wenig später folgenden Schlusshang haben die Skifahrer doch etwas mehr Mühe als ich, welcher ich doch auch hier dank den griffigen Schneeschuhen ohne Probleme unterwegs bin …
Nun, beinahe zeitgleich treffen wir auf dem Parkplatz Meniggrund ein, und sind doch insgesamt sehr zufrieden (Erfahrungen dürfen und müssen gemacht werden) ob unseres heutigen Winterausflugs - im Riedtli bei den Wiriebahnen genehmigen wir uns die Schlusstrunke, den Einkehrschwung - und kaufen wir aus dem Frigo des Buurelädelis einen der bekannt-guten Alpkäse.
 

▲ 2 h (inkl. 10 min Pause)

▼ 50 min
 

unterwegs mit Dieter und Jumbo
 


Tourengänger: Ursula, Felix


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