unerwartete Winterpracht und Begegnung: via Clubwägli zur Schwarzflue-Hütte


Publiziert von Felix Pro , 3. Januar 2018 um 21:48. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum: 2 Januar 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SO 
Zeitbedarf: 3:15
Aufstieg: 685 m
Abstieg: 685 m
Strecke:Oberrüttenen, Parkplatz Falleren - Forsthaus - Clubwägli - (P. 1159) - P. 1182 - Schwarzflue-Hütte - P. 1182 - Vorbergweg - Vorberg, Abzweigung auf 950 m - P. 698 - Forsthaus - Falleren
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Huttwil - Linde - Thörigen - Derendingen und Solothurn nach Oberrüttenen
Kartennummer:1107 - Balsthal

Vor 1 ¾ Jahren haben wir annähernd dieselbe Route begangen - allerdings heute ohne Gipfelbesteigung, dafür mit viel mehr Schnee …

 

Das Clubwägli ist hinreichend bekannt, so dass wir uns hier auf wettertechnische, landschaftliche und wenige weitere Eindrücke beschränken:

Ab Falleren folgen wir dem Chesselbach bis zur Lichtung beim Forsthaus; hier führt das nicht markierte Weglein zum Beginn der Schlucht, wo sich die Pfade zu Stigelos und Clubwägli trennen - jener ist nach wie vor gesperrt: die kleine Brücke ist noch nicht repariert worden (könnte jedoch mit Vorsicht begangen werden …).

 

Bei Sonnenschein - welchen wir erwartet haben - können wir erst über die am Boden liegende Laubschicht unschwierig ansteigen. Im weiteren Verlauf erst gesellt sich ein Flaum von Schnee dazu, später einige felsige Passagen, und schliesslich auch wenige abschüssige Abschnitte. Diese sind heute mit erhöhter Vorsicht anzugehen, nimmt doch die Schneemenge unter dem rutschigen Laub mit zunehmender Höhe zu. Parallel dazu sind wir nicht unglücklich, sind auf der gesamten Strecke wieder rote Markierungen angebracht worden - je weiter wir emporsteigen, desto schwieriger wird die Wegfindung auf dem Clubwägli. Gleichzeitig nimmt die Höhe von Alt- und Neuschnee zu, die Vorspurerin leistet hier verdankenswerte Arbeit; über einige Schneerutsche, und über zahlreiche malerische Passagen, gewinnen wir weiter an Höhe - zusätzlich erschweren gelegentlich umgestürzte Bäume das Fortkommen. Doch schliesslich erreichen wir den am Vorberg verlaufenden WW; hier tauchen wir - im einfacheren Gelände - in eine (erst) herrliche Winterwelt und -landschaft ein: tiefer Schnee, reichlich mit dem Weiss geschmückte Bäume, schöne Durchblicke ins Blau - und eine Gruppe Gämsen, bereichern unseren Weiterweg.

Dieser wird jedoch mit der Annäherung an den Grat undeutlich bis nicht mehr erkennbar, so dass wir auf eigener Spur zum Grat (wenig westlich von P. 1159) hinauf stapfen - und uns kurz davor mit beinahe allen zur Verfügung stehenden Kleiderschichten ausstatten, um dem nun hier aufkommenden, unangenehmen, Wind Paroli bieten zu können. Am weglos zu beschreitenden Grat (im Sommer ist eine ausgeprägte Spur vorhanden) treffen wir unterschiedliche Verhältnisse an: mal ist er vom Wind beinahe blankgefegt, dann sind grosse Wechten zu beobachten, und schliesslich beachtliche Schneeverwehungen (und entsprechende Einsinktiefen) und Windkolke zu bestaunen. Derart kämpfen wir uns durch bis zum Schattenberg, P. 1182 - immerhin mit vielen prächtigen Wintereindrücken versehen.

 

Hier treffen wir auf frische Spuren; ihnen folgen wir gern, erleichtern sie das Fortkommen doch wesentlich. Und wie sie dann auf 1215 m, vor dem beginnenden Schlussanstieg zum Balmfluechöpfli, nach rechts abzweigen, ist dies uns sehr willkommen: wissen wir doch, dass sich wenig unterhalb eine Hütte befinden muss … (den Gipfelsturm haben wir aus Gründen der Windstärke, -frische sowie der Schneehöhe [ab hier ist nicht mehr gespurt] eh bereits „abgeschrieben“).

Wenig überraschend ist die Schwarzflue-Hütte bereits „besetzt“: einige der Eigner haben sich (teilweise für mehrere Tage) hier eingerichtet; Thomi und Iwan laden uns sehr zuvorkommend ein, uns in der kleinen, beheizten, Küche niederzulassen - es kommt zu einem sehr sympathischen Treffen, während welchem wir auch unseren Imbiss zu uns nehmen, und auch alle miteinander anstossen können.

Wir dürfen hier länger verweilen, und von der exzellenten Aussichtskanzel aus nicht nur herrliche Tiefblicke, sondern auch einen fantastischen Blick zum verschneiten  Balmfluechöpfli gewinnen - vielen Dank euch auch!

 

Endlich machen wir uns auf, wieder zurück zum Grat und zum P. 1182, Schattenberg, von wo aus wir, bei nun rasch sich bedeckendem Himmel, uns auf dem gespurten Vorbergweg auf den Abstieg machen.

 

Nach der Abzweigung Vorberg auf 950 m - bei sich nun wieder vermindernder Schneeauflage - halten wir unweit von der Erhebung P. 855 auf einer anderen Aussichtskanzel noch einmal inne; dabei freuen wir uns, auch im 2018 wieder gemeinsam unterwegs sein zu können …

 

Via P. 698 kehren wir - nun wieder mit viel Laub unterwegs - zurück zum Forsthaus, und über den Hof auf Chuchigraben zurück zum Parkplatz Falleren.

 

unterwegs mit Rene (tiefblick63) 


Tourengänger: Ursula, Felix, Fuma


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