Rohrauer Größtenberg (1810m), Sengsengebirge


Publiziert von Tef Pro , 14. April 2009 um 21:42.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Oberösterreichische Voralpen
Tour Datum:10 April 2009
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Teichltal(530m) - Rohruergut - Weg 461 - Saubachalm - Brettstein - Rohrauer Größtenberg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:auf der Straße von Windischgarsten nach Sankt Pankraz links in den Güterweg Hannes Trinkl einbiegen. Die 2. straße nach links, unter der Eisenbahnbrücke hindurch und über den Fluß. Kurz darauf führt nach links ein Güterweg hoch zum Rohrauergut. Wir haben hier geparkt
Kartennummer:Kompass Nr. 70

Das Sengsengebirge ist ein Gebirgszug im schönen Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich.
Im Winter sind nur einige wenige Aufstiege in diese einsame Naturlandschaft möglich. Eine davon führt auf den Rohrauer Größtenberg.
Die Tour ist landschafltich sehr abwechslungsreich und bietet oben wunderschöne Ausblicke, zudem gilt sie als realativ lawinensicher.
Man startet dabei ganz unten im Tal der Teichl etwas flußaufwärts von Sankt Pangraz. Ein Güterweg führt im Wald in Serpentinen hianuf zu freien Wiesen des Rohrauguts (566m), welches wir bald erreichen.
Hier nicht geradeaus den breiten Weg empor, sondern direkt hinterm Haus dem kleinen Pfad folgen  ("Saubachalm, Weg 461"). Hier herunten in Talnähe ist es bereits Frühling und die ersten Blumen blühen schon. Im Wald geht es nun links vom Graben des Saubachs steil empor, bis wir an den rechten Rand einer Wiese gelangen.
Vor uns verengt sich der Graben zu einer Schlucht, von links aus den Felsen schießt malerisch ein Wasserfall. Ein schöner Pausenplatz (für später).
Der Pfad führt in die Schlucht, überquert den Bach und führt im steilen rechten Hang in Serpentinen empor und wieder in den Wald hinein. Wir überqueren weiter oben den Graben wieder auf die linke Seite. Windbruch macht das Weitergehen zusehends mühsamer, so daß wir uns entschließen, den Pfad zu verlassen und direkt nach links zur Rodung hochzusteigen.
Hier befindet sich auch ein Forstweg, der uns zur bereits sichtbaren Saubachalm (870m) hochleitet. Links von dem schönen, alten Gebäude wird gerade ein geschmakloser Neubau hingestellt. Ab hier gibt es nun größere Schneeflecken, doch vorerst lassen wir unsere Schneeschuhe noch auf dem Rücken.
Hinterm Haus geht es am Brunnen vorbei, weiter auf Weg 461, in den Wald hinein. Bei einer Kreuzung bleiben wir geradeaus. Der breite Weg verläuft nun mehr und mehr nach rechts quer zum Hang und enfernt sich vom Forstweg. An einer kleinen Lichtung müssen wir nun die Schneeschuhe anmontieren. Der Schnee hat hier die kleinen Bäume gebogen und geknickt, so dass es nicht ganz einfach ist, den Weiterweg zu finden. Tunnelartig führt der Hohlweg nun durch jungen Stangenfichtenwald empor, bis wir zu einer kleinen, ebenen Lichtung gelangen.
Wir gehen noch ein Stückchen nach rechts auf dem Weg, verlassen diesen jedoch nach links, bevor dieser leicht abwärts führt (P. 1120m). Ab hier geht es weglos weiter. Ziemlich geradlinig steigen wir den bewaldeten und recht steilen Hang des Brettstein hoch. Eine quer verlaufende Forststraße überqueren wir. Ab 1400m Höhe qird es langsam flacher und ein Rücken erkennbar, der Brettstein (1437m).
Auf dem schwach bewachsenen Rücken geht es nun eben dahin, ehe wir in eine freie, kaum ausgeprägte Mulde absteigen. Vor uns tun sich nun mäßig geneigte, mit vereinzelten Lärchen bestandenen Hänge auf. Wir queren in die Südwestseite (der Schnee ist hier teilweise noch gefroren) in einen Graben und steigen auf dessen linker Rippe empor.
Das Gelände wird nun zusehends flacher und die Lärchen seltener. Wir befinden uns nun auf dem breiten, aussichtsreichen Südwestrücken des Rohrauer Größtenberges und wir steigen sanft in nördöstliche Richtung bergan. Einen riesigen Dolinentrichter umgehen wir mit respektvollen Abstand, dann wird es wieder steiler.
Wir halten uns an die mit Latschenbewachsene linke Seite und gelangen so zu einem letzten Vorgipfel. Der Direktanstieg von hier erscheint uns als etwas zu heikel. Anstattdessen steigen wir vom Vorgipfel nach links in eine Mulde ab und überwinden eine Steilstufe im Latschendickicht, bevor es wieder flacher wird und wir etwas westlich vom Gipfel den Grat des Sengsengebirges erreichen.
In weingen Minuten geht es un östlich etwas abwärts und dann empor zum Gipfel des Rohrauer Größtenberges (1810m).
Die Aussicht ist hervorragend: im Südwesten das Tote Gebirge, im Süden die Haller Mauern mit dem Großen Pyhrgas, im Südosten das Gesäuse und vis-a-vis im Osten der Hohe Nock, höchster Gipfel des Sengsengebirges.
Für den Abstieg ließen wir uns viel Zeit und legten mehrere Pausen ein, sowohl im Schneewinter als auch im Blumenfrühling.
Wir sind heute keiner Menschenseele begegnet, eine Seltenheit!

Tourengänger: Tef

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