Die Kocherursprungsumrahmung: Kocherburg (572 m) - Ursprungsfels (637 m) - Buchsteige (670 m)


Publiziert von Manu81 , 29. Dezember 2017 um 22:57.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwäbische Alb
Tour Datum:29 Dezember 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 1:15
Aufstieg: 250 m
Abstieg: 250 m
Strecke:ca. 6 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Wanderparkplatz am Kocherursprung / Stadion

Wie sehr man sich täuschen kann. Eigentlich war ich der festen Meinung, auf der Ostalb nichts wesentlich Neues mehr entdecken zu können. Eigentlich. Weit gefehlt! Bewegt man sich etwas abseits der ausgetretenen Pfade, kann man in den altbekannten heimatlichen Gefilden tatsächlich noch tolle Tourenziele entdecken! So auch die Umrahmung des obersten Talschlusses des Weißen Kochers. Vielen Ostälblern ist die "Runde" zum Kocherursprung als schönes, aber auch völlig überlaufenes Ziel für einen Sonntagnachmittagsspaziergang bekannt. Variiert man diese "0815-Tour" jedoch in der Form, dass man über die Kocherburg auf- und die Buchsteige/Viadukt absteigt, ergibt sich eine sehr einsame, zum Teil weglose und auch etwas anspruchsvolle, vor allem aber wunderschöne Runde!

Bei der heutigen Begehung lagen zum Teil um die 10 cm Neuschnee. Da die Pfade verschneit waren, war nicht immer ganz klar, ob es sich um einen Wildwechsel oder einen Trampelpfad handelt. Dementsprechend vorsichtig ist die nachfolgende Beschreibung zu verstehen. Generell lässt sich die Runde mit sehr ähnlicher Streckenführung auch auf Forstwegen und Forststraßen ablaufen - ist natürlich aber lange nicht so schön, wie wenn man sich an die kleinen, verschneiten - meist parallel verlaufenden Pfade - hält.

Zur Wegbeschreibung: Eine gute Parkmöglichkeit ergibt sich am Wanderparkplatz des Kocherursprungs (480 müNN), direkt am Stadion. Von dort aus dann an der Gaststätte "Läuterhäusle" vorbei (Einkehr durchaus empfehlenswert, wenns auch keinen Strudel gibt ;-) und ein paar Meter die K3291 entlang. Dann bei der ersten Gelegenheit rechts rein, und an einem kleinen Bildstock vorbei, auf einem steilen Pfad direkt bergauf. Dem Pfad folgt man dann bis zur Ruine der Kocherburg (572 m). Von dort aus weiter zunächst über eine breite Forststraße, dann wieder rechts von dieser ab, über einen schmalen Pfad zum Hohlen Stein (617 m). Hier darf man durchaus mal den schönen Ausblick genießen.

Vom Hohlen Stein gehts über kleine Pfade, sowie zum Teil Forstwege bis zur prähistorischen Wallanlage am Osthang der Hochebene. Dort linksseitig des zugewucherten Walles bis zu nördlichen Hangkante, und rechts ab, weitestgehend weglos, einem, Wildwechsel folgend zur K3291 absteigen. Diese überqueren, und auf der anderen Seite auf dem Höhenrücken, westlich der Kreisstraße in Richtung Norden. Am Kanzelfels vorbei, auf abfallendem Weg Richtung Westen. Nach einigen hundert Metern bin ich dann weglos nach rechts den Hang hochgestiegen, um noch die Anhöhe der Buchsteige (660 m) zu inspizieren. Der Anstieg ist recht rutschig, und wenn man will, lassen sich sogar ein paar felsige Ier-Stellen einbauen ;-).

Oben angekommen wandere ich den Höhenrücken Richtung Westen ab, und steige auf Höhe des Viaduktes der alten Zugstrecke ("Härtsfeldschättere"), ins Tal ab. Dem schmalen Weg folge ich bis nach Unterkochen, und weiter bis zum Wanderparkplatz am Kocherursprung. Was für eine tolle Runde!

Zusammenfassend stelle ich fest, dass man sich auch auf der Ostalb jenseits der T2 bewegen kann... Man muss die Stellen zwar etwas suchen (um nicht zu sagen: provozieren) - aber: es gibt sie :-)
In Abhängigkeit der Verhältisse (heute wie gesagt: Neuschnee), bewegt man sich vor allem im weglosen Aufstieg zur Buchsteige, aber auch bei der kleinen Kraxelei an der Kocherburg durchaus im T3er-Bereich. Der Rest ist T2 - aber eben zum Teil weglos! Die Runde dürfte im Winter, insbesondere bei Neuschnee, noch eine Ecke attraktiver sein, als zu anderen Jahreszeiten. Zur "Zeckenzeit" sollte man sich aus den weglosen Bereichen wohl auch eher raushalten...


Tourengänger: Manu81


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