Steuerfranken am Arbeiten - (fast) Schwifärch


Publiziert von PStraub , 15. Dezember 2017 um 16:48.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:15 Dezember 2017
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL 
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m

Statt wolkenverhangenem Himmel gemäss Prognose präsentierte sich das Wetter heute von seiner schönsten Seite. Grund genug für eine kurze Wanderung, denn über das Wochenende soll es ja wieder schneien.

Die Idee war, mit den Schneeschuhen aufs Hirzli zu steigen, in den Hängen dort hinauf ist es schon am Vormittag sonnig und warm. Hat zwar nicht geklappt - lohnend war es dank Sonne und Winterstimmung trotzdem.


Ab der Seilbahn-Talstation bin ich erst dem Bach nach bis P. 647 und dann nach rechts auf dem Wanderweg Richtung Eggrüti. Hier unten war der Schnee wie Zwieback, erst hatte es etwas Schnee gegeben, dann Regen, der in der Nacht gefroren ist.

Am Beginn der Fahrstrasse stand ein Schild, die Strasse sei wegen umgestürzten Bäumen nicht befahrbar. Wir hatten zwar von Sturm kaum etwas gespürt, aber der Wald hatte anscheinend doch etwas abbekommen.
Auf etwa 800 m hing tatsächlich ein Baum über die Strasse - und davor stand ein Auto der Forstabteilung der Gemeinde. Nun hätte ich angenommen, die beiden Gemeindeangestellten würden die Motorsägen auspacken und den Stamm zerteilen. Dann den Abfall den Hang runter schmeissen und die guten Tötze hinten am Truck anhängen und zum nächsten Sammelplatz schleiken. Halt so, wie man das früher gemacht hat.

Mich störten allfällig umgestürzte Bäume nicht weiter, ich folgte einfach der ab hier nicht gefrästen Strasse. Weiter oben hatte es noch einen weiteren Baum, ab dort war die Strasse wieder geräumt.

Bei der Abzweigung im Morgenholz zeigte sich, welche Mengen an Neuschnee es nur schon auf 1000 m gegeben hat: Es sind an die 100 cm. Entsprechend mühsam war die Stapferei - auf gut 1100 m gab ich auf. Mit Ski wäre es gegangen, aber fast 1 Meter Neuschnee, das ist mit Schneeschuhen etwas gar viel.

Im Hinuntergehen kam mir zwischen den beiden gefällten Bäumen erst eine Schneefräse, dann ein Rückfahrzeug entgegen; letzteres begleitet von einem Auto des Gemeinde-Forstdienstes.
Statt die Bäume selber schnell zu zersägen, haben die Gemeindeförster anscheinend einen Contractor aufgeboten, der diese beiseite zu räumen hatte.

Wenn man sieht, wie effizient hier Zeit und Geld eingesetzt wurden, zahlt man die Steuern noch einmal so gerne ..

Warnung: Es hat zumindest in "unserer Ecke" wirklich viel Neuschnee gegeben. Für die nächsten Tage ist Vorsicht in lawinengefährdetem Gebiet sicher nicht falsch.

Tourengänger: PStraub


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