"3 Gipfel Tour" im Tösstal


Publiziert von Domenic , 12. April 2009 um 20:35.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum:12 April 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-ZH   CH-SG 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1020 m
Abstieg: 940 m
Strecke:ca. 15 Kilometer
Kartennummer:1:50'000 Nr. 226

Heute morgen fuhr ich mit dem Zug nach Fischenthal. Als ich dort ankam, sah das Wetter noch nicht allzu toll aus. Überall hingen noch Wolken herum. Natürlich konnten mich die aber nicht aufhalten. Ich folgte etwa 200 Meter der Hauptstrasse Richtung Steg, bis ein Feldweg recht abzweigte und steil den Wald hinauf führte. Sobald ich den Wald hinter mir gelassen hatte, verliess ich den Weg und stieg in einer mehr oder weniger geraden Linie über die Wiese zur Bergstation des Skilifts Steg hinauf. Von dort aus folgte der Weg dem Grat über eine kleine Kuppe und auf der anderen Seite nach Tannen hinunter. Von dort aus führte der Weg wieder steil bergauf. Der Weg selbst war auf diesem Stück noch unter Schnee begraben, so dass es leichter war daneben, auf der Wiese, zu gehen. Sobald man dieses Schattenloch hinter sich gelassen hat, herrschen wieder frühlingshafte Bedingungen und man kommt gut voran. Bald erreichte ich also meinen ersten Gipfel, den Hüttchopf (1232 m), wo ich eine kurze Rast einlegte. Inzwischen hatte sich auch das Wetter stark gebessert und die Sonne schien mir wieder ins Gesicht.

Nach der Pause stieg ich den Berg wieder hinunter und machte mich auf den Weg Richtung Gasthaus Scheidegg. Der Weg war auf der ganzen Strecke bis zum Gasthaus noch vom Schnee zugedeckt und hier war dann das erste Mal wieder Schnee stapfen angesagt. Trotzdem kam ich zügig voran und erreichte kurz vor dem Mittag das Gasthaus Scheidegg. Auf der Wiese neben den Gasthaus waren zahlreiche Gleitschirm-Piloten mit ihren Startvorbereitungen beschäftigt. Ich liess das Gasthaus hinter mir und folgte der asphaltierten Strasse bis Wolfsgrueb. Dies war auch das gefährlichste Wegstück der Tour, da ich zweimal fast von rücksichtslosen Autofahrern über den Haufen gekarrt wurde.

Nach Wolfsgrueb folgte ich ein Stück der Strasse Richtung Boalp, bis ich die Abzweigung Richtung Schwarzenberg erreichte. Der Waldweg stieg zuerst steil an, wurde dann aber wieder flacher und führte in einer steten Steigung auf den Grat hinauf. Im oberen Bereich lag etwas Schnee. Nach ca. 1.5 Kilometer erreicht man eine Weggabelung auf dem Grat, an der man links abbiegt und auf den Gipfel aufsteigt. Nun hatte ich Gipfel Nr. 2 erreicht, den Schwarzenberg (1293 m). Hinter dem Gipfel ging es dann über ein Schneefeld knapp 100 Höhenmeter in einen Sattel hinunter und anschliessend wieder hinauf auf Gipfel Nr. 3, die Höchhand (1314 m). Auf diesem Wegstück hatte ich das ersten Mal starken Gegenverkehr, mehrere Gruppen kamen mir von der Höchhand entgegen. Eigentlich wollte ich auf diesem Gipfel eine Pause einlegen, aber es war dort recht ungemütlich und noch voller Schnee.

Nach der Höchhand kam das interessanteste und auch anspruchvollste Wegstück. Der Weg führte steil den Grat hinunter. Die Bezeichnung Weg ist hier eigentlich nicht angebracht, denn es handelte sich eigentlich nur um Markierungen an den Bäumen. Man klettert über Nagelfluhfelsen und Wurzeln hinunter. Erschwerend kam noch dazu, dass hier der Schnee noch nicht lange weg war und der Boden stellenweise etwas schmierig war. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, hat mir dieses Wegstück hat grossen Spass gemacht. Nachdem man die Kletterei hinter sich gelassen hat, erreicht man wieder ein grosses Schneefeld und kann problemlos zur Hand absteigen. Von der Hand aus folgte ich dann einfach der Fahrstrasse nach Hintergoldingen, von wo aus ich mich mit dem Bus auf den Heimweg machte.

Abschliessend kann ich sagen, dass die Tour sehr schön aber auch recht anstrengend war. Der Schwierigkeitsgrad lag an den meisten Stellen im Bereich T1 bis T2. Nur den Abstieg von der Höchhand schätze ich schwieriger ein. Ich wärde sagen T3 vielleicht sogar T4. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass die Tour in der umgekehrten Richtung einfacher wäre.

Tourengänger: Domenic


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