Überschreitung Wissgandstöckli 2488m


Publiziert von Bergamotte Pro , 6. Dezember 2017 um 20:44.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 5 Dezember 2017
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SG   Spitzmeilengruppe 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 2170 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Maschgenkamm
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Matt, Station
Unterkunftmöglichkeiten:Spitzmeilenhütte
Kartennummer:247S / 237S (R. 71b, 706a, 506a)

Das ist bereits mein dritter Besuch des Wissgandstöcklis in diesem Jahr. Alle Zustiege sind weit, im Winter sowieso. Zur Belohnung wartet die tolle Abfahrt runter ins Chrauchtal. Heute wähle ich die Variante ab Maschgenkamm, was eine schöne Überschreitung ergibt. Das sind zwar nur 900 Höhenmeter im Aufstieg, dafür jede Menge Flachlauf. Und heute kommen bis zu 20cm Neuschnee dazu, so dass ich die ganze Route anspuren "darf"...

Aufgrund der Betriebszeiten erfolgt mein Start von der Bergstation Maschgenkamm erst kurz vor halb Zehn. Über Nacht sind bis zu 20cm Neuschnee gefallen, so komme ich runter nach Panüöl bereits zu meiner ersten Pulverabfahrt, Das ganze Gebiet präsentiert sich jungfräulich eingeschneit, hier wahrlich eine Seltenheit. Die Kehrseite der Medaille: Die ganze Route zum Wissgandstöckli muss angespurt werden (zehn Kilometer). Zugegeben, vielleicht nicht das ideale Tourenziel für den heutigen Tag... Aber vorerst geniesse ich einfach die einsame Winteridylle. Weitere, vereinzelte Tourengänger sollten erst später folgen.

Heute wähle ich die Variante via Spitzmeilenhütte SAC (2087m) hoch zur Schönegg. Diese Route kannte ich noch nicht und spart immerhin 200Hm. Natürlich könnte man die Tour aber auch um Wissmilen oder sogar Spitzmeilen ergänzen. Von der Schönegg zeigt sich zum ersten Mal das Wissgandstöckli. Das Gebiet um Schaffans ist im Winter an Lieblichkeit kaum zu überbieten, aber eben auch sehr weitläufig. So spure ich mit brennenden Beinen südwärts, um schliesslich auf die Westseite des Grates zur Weissgand zu wechseln. In der Querung wie auch im Schlussaufstieg erreicht man gut 30°, aber bei vernünftiger Spuranlage kommt man recht sicher durch. Man könnte auch (dann eher zu Fuss) direkt dem Grat folgen. In den obersten felsigen und schlecht eingeschneiten Metern trage ich die Skier und erreiche ziemlich ausgepowert das Wissgandstöckli (2488m).

Es ist garstig kalt hier oben und Bewölkung ist am Aufziehen. So pausiere ich nicht lange, ohnehin ist kaum Proviant übrig geblieben. Nun folgt die Belohnung für den Spurkampf: die Abfahrt über fast 1000 Meter und ideal geneigtes Gelände ins Chrauchtal. Lawinentechnisch gilt es vorab die Querung unterhalb der Märenegg zu beachten, welche nicht umgangen werden kann. Überschneite Spuren zeigen, dass die Route am vergangenen Wochenende für hiesige Verhältnisse recht gut besucht wurde. Trotzdem komme ich im flachen Chrauchtal nicht um Stöckelei herum, es ist einfach zu viel Schnee gefallen seither. Ab Unterstafel (1385m) liegt dann endlich eine frische Spur (vermutlich mit Ziel Risetenhörner) und ich nehme Fahrt auf. Übrigens, ein Vorteil am Chrauchtal ist die schneesichere Talabfahrt - dies im Gegensatz zum nahen Mülibachtal. Ganz unten hilft auch die präparierte Schlittelpiste ab den Weissenbergen, die bis runter nach Matt (850m) führt. Anschliessend mache ich mich im Gasthaus daran, die 2000 verbrannten Kalorien wieder zu ersetzen...


Zeiten
1:40  Spitzmeilenhütte
2:10  Wissgandstöckli
1:00  Matt

Tourengänger: Bergamotte

Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (2)


Kommentar hinzufügen

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 7. Dezember 2017 um 08:28
zwei tolle Touren anfangs Dezember - und beachtlich kräftezehrend ...

Bergamotte Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Dezember 2017 um 13:04
Ja, dieses Jahr kann man nicht klagen. Nach den zwei kräfteraubenden Unterneh-mungen war ich gestern dann eher gemütlich am Mändli unterwegs.


Kommentar hinzufügen»