5 Pässe-Tour im Tessin und im Bündnerland


Publiziert von Domenic , 11. April 2009 um 19:12.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum: 1 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Scopi   CH-TI   Gruppo Pizzo del Sole   Gruppo Piz Blas   CH-UR   CH-GR 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 1980 m
Abstieg: 2420 m
Strecke:ca. 50 km (geschätzt)

1. Tag (1. August 2008)

Wie geplant fuhren wir am Morgen des 1. August auf den Oberalppass. Das Wetter war noch nicht allzu toll. Trotzdem starteten wir pünktlich und folgten dem Wanderweg paralell zur Oberalppassstrasse bis zum Abzweiger ins Val Maighels. Nachdem wir einige Wanderer hinter uns gelassen hatten, die etwas gemütlicher unterwegs waren,  trafen wir auf den Fahrweg zur Maighelshütte. Auf diesem breiten Weg kamen wir sehr rasch voran und passierten schon bald die SAC-Hütte. Nun wurde der Weg zum Glück wieder schmaler und führte das wilde Val Maighels hinauf. Schon bald passierten wir den Abzweiger Richtung Maighelspass. Wir setzten unseren Weg das Tal hinauf aber fort. Vorbei an einem kleinen See führte der Weg durch ein Geröllfeld zum Passo Bornengo. Da hier ober ein starker Wind wehte und das Wetter sich immer mehr verschlechterte blieben wir hier nicht lange sondern machten uns gleich wieder an den Abstieg. Auf dieser Seite des Passes ging es ein paar hundert Höhenmeter über ein kleines Schneefeld und ein weiteres Geröllfeld bergab. Unten, an der Abzweigung Richtung Capanna Cadlimo, spürten wir erste Regentropfen und sahen aus Richtung Airolo eine schwarze Wolkenwand auf uns zu kommen. So schnell wir konnten kämpften wir uns den steilen Weg hinauf und erreichten kurz vor dieser Schlechtwetterfront die SAC-Hütte.

2. Tag (2. August 2008)

Als wir am Morgen auf die Terasse der Capanna Cadlimo hinaus traten, erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und eine wunderbare Fernsicht. Zuerst ging es nun an ein paar sehr schönen Bergseelein vorbei das Val Cadlimo hinab. Der gut erkennbare Weg führte uns an einer Alp und einem kleinen "Staudamm" vorbei, über zwei Geröllfelder, bis zu einem Punkt oberhalb des Lukmanier-Stausees. Hier legten wir eine kurze Pause ein und genossen die Aussicht über den See. Nach der Pause folgte ein mühsamer Abstieg ans Ufer des Sees. Der Weg war hier schlammig, ausgewaschen und teilweise von Sträuchern überwuchert. Unten am See gegegneten uns ganze Heerschaaren von Touristen, die von der Lukmanier-Passhöhe aus ein bisschen dem See entlang watschelten. So schnell wir konnten brachten wir dieses Stück hinter uns und machten uns nach dem Lukmanierpass an den Aufstieg zum Passo  di Gana Negra. Dieser Anstieg war recht anstrengend, da der Pfad an der prallen Sonne recht steil bergauf führte. Im oberen Teil des Passes hatten wir nach jeder Kurfe das Gefühl, dass wir bald oben sein mussten. Aber dann kam jedes Mal eine neue Kurfe. Irgendwann hatten wir es dann aber doch geschafft und waren oben. Auf der anderen Seite führte der Pfad die Alpe Bovarina hinab. Irgendwo kamen wir dann vom Weg ab und stiegen über die Wiesen zur Alp hinab. Schon bald erreichten wir dann auch die Capanna Bovarina, wo wir uns auf der Terasse ein Bier gönnen konnten.

3. Tag (3. August 2008)

Der Dritte Tag hatte es schon kurz nach dem Start in Sich. Unser Weg führte uns den sehr steilen Hang zum Passo Cristallina hinauf. Der Pfad macht nur recht wenige Kurfen sonder führt ziemlich gerade den Hang hinauf und fordert die Kondition ziemlich. Oben angekommen wird man dann dafür mit dem Lago Retico belohnt, einem sehr schönen Bergsee kurz unterhalb des Passes. Wir nutzten diese Gelegenheit für eine wohlverdiente Pause. Nachdem wir den Pass hinter uns gelassen hatten stiegen wir wieder ins Tal hinab. Der Abstieg verläuft terassenartig und führt über mehrere Alpen. Flache Stellen und sehr steile Wegstücke wechseln sich ab. Unten im Tal angekommen führt eine Schotterstrasse über die Alp Cristallina und einen militärischen Schiessplatz nach San Gion, wo wir wahnsinniges Glück hatten und 5 Minuten nach unserer Ankunft in ein Postauto nach Disentis einsteigen konnte.

Abschliessend kann ich sagen, dass es eine sehr schöne Tour war. Die Länge der Etappen war ideal gewählt. Die Schwierigkeit war an den meisten Stellen T3. Nur am Passo Cristallina gab es einige Stellen, die ein bisschen schwieriger waren und stellenweise Richtung T4 gingen.


Tourengänger: Domenic, Steinadler

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