Ein Blitzbesuch auf dem Herzogenhorn (1415 m)


Publiziert von alpstein Pro , 2. Dezember 2017 um 18:33.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Tour Datum: 2 Dezember 2017
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 550 m
Abstieg: 550 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über A81 bis Geisingen - B31 bis Titisee - B317 bis Bärental - Bernau - Bernau-Hof, PP beim Hofecklift oder vor dem Dorfeingang entlang der Straße
Unterkunftmöglichkeiten:in Bernau; Krunkelbachhütte hat noch bis Weihnachten Ferien
Kartennummer:outdooractive.com oder Kompass-online

WoW kann man da nur sagen. Frau Holle hat diese Woche im Schwarzwald kräftig die Betten ausgeschüttelt. 40 bis 80 cm von der weißen Pracht sorgten für einen fulminanten Start in den Winter 2017/18. Ohne den eisigen Ostwind am Gipfel hätte es ein richtiger Traumtag werden können. Immerhin ist es uns gelungen eine Route auszuwählen, die zu 90 % im Windschatten lag. Gespannt waren wir auf das Wetter, das für Todtnau im Westen am Vormittag strahlenden Sonnenschein und für Schluchsee wenige Kilometer östlich gelegen dicke Wolken versprach. Wie so oft lag die Wahrheit heute in Bernau in der Mitte.

Bei -4 Grad sind wir an der Talstation vom Hofecklift in Bernau-Hof (920 m) gestartet. Die Aufstiegsroute über die Bernauer Skihütte verwarfen wir rasch. Die Gefahr, im Tiefschnee spuren zu müssen, war uns zu groß. Auf Nummer sicher gehend, wählten wir die Südschneise, die auch von Skitourern benutzt wird und am Vortag mit prächtigen Bildern im Netz zu sehen war. Bis zum Gerstenfelsen konnten wir sogar noch von einer präparierten Spur profitieren. Wir bogen dann in die breite Schneise ab, wo der Schnee schon einen halben Meter hoch lag. Eine optimale Spur für Schneeschühler war es noch nicht, aber gegenüber meinen ersten Gehversuchen neulich am Chrüz war sie komfortabel. Dort, wo ich im Gegensatz zu Esther einbrach, lag es wohl am Gewicht.

Die Bäume waren dick verhangen und von Wind war noch keine Spur. Wir fühlten uns wie im Winter-Wunderland, als wir das freie Gelände am Oberen Hofmättle betraten. Sonne und Wolken wechselten sich in rascher Folge ab. Unaufhörlich schaufelte der Wind Wolken von Osten heran. Leider blieb es nicht nur bei Wolken. Rund 100 Hm unter dem Gipfel bekamen wir erstmals den eisigen Ostwind zu spüren. Dennoch kämpften wir uns bis zum Gipfelkreuz durch, um dort auf dem Absatz wieder umzudrehen. Zu widrig waren die Verhältnisse. Dies hat uns aber angesichts der Wetterprognosen auch nicht überrascht. Der heutige Gipfelbesuch geht als wohl kürzester überhaupt in unser Tourenbuch ein.

Wollten wir eigentlich nach Norden zur Glockenführe absteigen, gingen wir nach Süden in den Windschatten zurück. Kaum 10 Minuten vom Gipfel entfernt, legten wir eine Rast ein und verzehrten unsere Vesper samt Dessert. Danach nahmen wir die Route Richtung Krunkelbachhütte unter die Füße. Wegen Betriebsferien konnten wir uns aber den Zwischenaufstieg sparen. Stattdessen liefen wir vom Roßrücken auf dem planierten Rodelweg abwärts. Die Sonne setzte sich dabei immer mehr durch. Im Liftstüble vom Hofeck-Lift fand die schöne Vormittagstour ihren Abschluß.

Route: Bernau-Hof - Rodelweg bis Gerstenfelsen - Südschneise - Oberes Hofmättle - Herzogenhorn - Oberes Hofmättle - Roßrücken - Gerstenfelsen - Bernau-Hof

Anm.: Wegen einem fototechnischen Problem mit der Verschlusslamelle musste ich an einigen Fotos eine schwarze Ecke "wegschneiden".

Tourengänger: alpstein, Esther58

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»