Ahrner Kopf - 3050 m - Dreiherrnspitze - 3499 m - Abbruch - Ahrntaler Berge; Peitler Kofel - 2875 m


Publiziert von Woife Pro , 24. November 2017 um 05:01.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:30 September 2006
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 4 Tage
Aufstieg: 37872 m
Abstieg: 3872 m
Kartennummer:Tobacco-Karten

Am 29.09.2006 fuhr ich mit zwei Freunden nach Kasern im Ahrntal. Sehr schöner Aufstieg durch das Röttal an einem aufgelassenen Bergwerk vorbei in den idyllischen Talboden, in dem die Rötalm liegt. Dann auf gutem Steig hinauf zur Lenkjöchlhütte (2590 m). Dort  bezogen wir unsere Lager. Am Spätnachmittag gingen wir dann mit leichtem Gepäck noch auf den Ahrner Kopf (3050 m). Informativer Blick auf die Aufstiegsroute zur Dreiherrnspitze. Von der Rötspitze war wegen Nebels nichts zu sehen. Dann tw. etwas unangenehmer Abstieg, da viel loses Blockwerk auf Toteis lag. Recht netter Abend mit der zünftigen Hüttenmannschaft. Nach einer erholsamen Nacht in den renovierten Lagern stiegen wir dann auf dem von gestern schon bekannten Weg  bis unter den Ahrner Kopf und querten dann nach links hinüber zum Hinteren Umbaltörl (2902 m). Die Wegfindung durch das tw. recht lockere Blockwerk war nicht einfach. Das setzte sich nach dem Törl fort. Sehr sorgfältiges Steigen war erforderlich. Das erforderte auch mehr Zeit, als wir usprünglich gerechnet hatten. Auf etwa 2980 m legten wir vor einem mit Schotter bedeckten Eisfeld die Steigeisen an. Recht bald seilten wir uns auch an. Hier gab´s nun eine gute Spur, der wir mit ruhigem Schritt folgten. Leider hielt das anfangs schöne Wetter nicht, immer mehr Wolken und Nebel zogen auf. Der Steilaufschwung  vor der Schulter, die zum Gipfel führt, war gut zu klettern. Auch der obere Teil, der Blankeis aufwies, war ganz gut  zu schaffen. Auf der Schulter auf 3335 m machten wir dann eine ausführliche Brotzeit und hofften, daß der immer dichter werdende Nebel sich doch noch auflöste. Aber wir wurden enttäuscht. Vom Gipfel war nichts zu sehen. So entschlossen wir uns schweren Herzens umzukehren, obwohl nur noch 160 hm bis zum Gipfel fehlten. Der Abstieg auf  dem Althauskees erfolgte probemlos und recht  zügig. Erst im Blockwerk beim Umbaltörl wurde es wieder schwieriger. Wir waren froh, als wir wieder bei der Lenkjöchlhütte ankamen, da wir doch recht müde waren. Dann erholten wir uns recht schnell bei einem guten Abendessen zusammen mit der netten Hüttenmannschaft. Am 01.10.2006 stiegen wir dann meist in Nebel durch das Windtal ins Ahrntal ab, wo wir  das schöne kleine Heilig-Geist-Kircherl besuchten. In Kasern stärkten wir uns mit Apfelstrudel  und Kaffee. Da wir noch einige Tage Urlaub  hatten, hofften wir weiter westlich besseres Wetter zu finden. Wir fuhren über das Gadertal zum Falzarego-Pass. Am 02.10.2006 wollten wir auf die Tofana di Rozes, gingen aber im Nieselregen vom Parkplatz auf ca. 1780 m (Sraßensperre!) unter dem Rifugio Dibona  nur bis zum Rifugio Giussanni (2580 m). Wegen des stärker werdenden Regens drehten wir hier um. So landeten wir am 03.10.2006 nach einer spannenden Fahrt  aus dem Gadertal auf sehr kurvenreicher Straße am Würzjoch (2006 m). Zwar gab es immer noch jede Menge Wolken, aber es war trocken. So gingen wir über die Kompatsch-Wiesen mit herrlichem Zirbenbestand auf dem Weg Nr. 8 A  hinauf zur Peitlerscharte mit einem sehr schönen Holzkreuz zum Gedenken an den Pater Johann Freydametz aus Pedraces im Gadertal, der jahrzehntelang in China als Missionar gewirkt hatte. Von dort dann zügig hinauf bis auf 2770 m, wo der Klettersteig zum Gipfel des Peitlerkofels (2876 m) begann. Die Turnerei in diesem Steig war nicht schwierig und machte auch viel Spaß. Vom Gipfel hatten wir wegen Nebels leider keinerlei Sicht. So stiegen wir recht schnell, zumal es immer wieder leicht regnete, zum Würzjoch ab. Von dort fuhren wir auf einem sehr schmalen Strasserl ins Villnösstal und besichtigten das Kircherl St. Johann in Ranui, ein echtes Schmuckstück. Auch von den Geißlerspitzen konnten wir wegen der tief hängenden Wolken nichts sehen. Recht schnell kamen wir dann in Brixen an und belohnten uns - wie wir es immer wieder in Südtirol machen - mit einem vorzüglichen Essen im Finsterwirt. Die Heimfahrt nach München war wegen strömenden Regens keine besondere Freude. Trotz des Wetters hatten wir aber wieder viele positive Eindrücke in diesem schönen Landstrich gewonnen.

Tourengänger: Woife

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