Tschingel (2541m)


Publiziert von Alpin_Rise Pro , 9. April 2009 um 16:19.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum: 7 April 2009
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Aufstieg: 1500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Seewis der Aufstieg verlängert sich entsprechend, wenn nicht bis Gandawald gefahren wird.
Unterkunftmöglichkeiten:Schesaplanahütte oder Pensionen in Seewis

Wegen seiner Ähnlichkeiten mit dem Kailash (1, 2 ;-) beschäftigt mich der Tschingel schon längere Zeit. Kein Zugang zum Grenzgipfel nahe dem Dreiländerpunkt A/CH/LI ist kurz. Die langen Zustiege lohnen sich, vor allem im Winter verirren sich selten Tourengänger in die wilde Abgeschiedenheit.  

Sulztour auf einen äusserst attraktiven "Alternativgipfel" im westlichen Rätikon

Plan war eine Tour mit Ossi auf die Schesaplana durchs Schafloch. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass das eindrückliche Schafloch durch einige kleinere Nasschneerutschte nicht unpassierbar, aber doch mühsam zu begehen sein würde. Nach dem Motto "Lieber das Fischstäbchen auf dem Teller als den Melander in der Eistrommel" und zu Gunsten einer genussreichen Firnabfahrt wandten wir uns dem Tschingel zu. Nun aber der Reihe nach...

Von Seewis kann noch etwa zwei Kilometer bis zum Fahrverbot im Gandawald 1043m gefahren werden. Dort beginnt der Fahrweg, der mit knapp 4 km und ein paar Überraschungen bis Cani führt. Hat man sich dieses Eintrittsticket mit dem flachen Anmarsch erst verdient, beginnen auf 1285m die Interessanten Hänge. Über P. 1471 zur Leidegg, wir sind zu früh rechts abgebogen, bequemer gehts über P. 1590 und nicht P. 1626. Beim Geländerücken Compor erkennen wir, dass das Schafloch kein Abfahrtsgenuss mehr bietet und schwenken nach Westen. Über einige Lawinenkegel aus der Schafberg Südflanke flach zum Augstenbärgli und in die Gross Furgga. Der Vorgipfel des Tschingel P. 2474 ("Chli Tschingel") kann im Südosten umrundet werden auf den Verbindungsgrat zum Tschingel, Skidepot.
Dieser ist bis auf zwei scharfe Stellen (WS im Winter, etwa T5/I im Sommer) problemlos begehbar und führt in 15 min auf den Hauptgipfel. Grandiose Rundsicht, ungewohnte Perspektiven!
Abfahrt vom Skidepot über den steilen Osthang des Chli Tschingel  (35°, ZS+) zum Augstenbergli, bei P. 2205 Richtung Motabellalöcher. Bei einem Alphüttli weht eine Schweizerfahne, gerne folgen wir der Einladung zu einem kühlen Getränk und erfahren einiges an Insiderwissen über die Gegend - vielen Dank!
Um P. 1590 wird der Harschdeckel brüchig, die Abfahrt ist kein Vergnügen mehr, da geniessen wir das hinausstöckeln von Cani zum Gandawald gleich doppelt!

Verhältnisse:
Föhnnacht, darum unterhalb 1600 leidlich, im Wald gar nicht durchgefroren. Oberhalb beste Verhältnisse. Schnee praktisch durchgehend ab Valcalda (Baustelle, P. 1131). Die Osthänge in der Abfahrt werden am besten vor 10 Uhr befahren! Bis 1600m beste Verhlältnisse, darunter Sumpf.
Das Schafloch wäre optimal um etwa 10-11 Uhr zu befahren, ist aber dieses Jahr nicht mehr genussreich.

Und das Beste zum Schluss: eine Skitour mit Ossi und nichts fiel zu Tale, ging in die Brüche, oder musste anschliessend in ärztliche Behandlung - wir sind auf dem Weg der Besserung! ;-)!



Tourengänger: Alpin_Rise, ossi

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WS ZS
7 Apr 09
Tschingel · ossi

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