Lusen 1373 m für Bayerwaldliebhaber, der weite Weg!


Publiziert von jagawirtha , 7. November 2017 um 10:15.

Region: Welt » Deutschland » Östliche Mittelgebirge » Bayerischer Wald
Tour Datum: 5 November 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   Bayerischer Wald 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 700 m
Strecke:18 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über Mauth nach Finsterau, in der Ortschaft Heinrichsbrunn links ab nach Klauswiesen (auch Alpakafarm), dort über die Brücke und dann rechts zum 2. Wanderparkplatz Oberes Reschbachtal
Unterkunftmöglichkeiten:Lusenschutzhaus während der Öffnungszeiten

Eigentlich hatte ich nochmal einen Aufenthalt in Südtirol geplant, nur die Wetteraussichten haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von geplanten 4 Tagen wäre nur einer für eine vernünftige Tour zu nutzen gewesen. Also habe ich mir Ersatz in nächster Nähe gesucht. Für den heutigen Tag ist die Wettervorhersage für den Bayerischen Wald bis in den Nachmittag hinein noch sehr gut. Diese Tour habe ich schon mal vor drei Jahren gemacht, aber irgendwie keine Fotos mehr gefunden, also höchste Zeit sie nochmal zu starten.

Gleich zu Beginn ein kleines Vorwort zur Tour: Etwa die Hälfte des Weges hat keine Markierung, die Gesamtlänge ist mit 18 km auch nicht ohne. Der erste Teil der Tour dauert ohne Pausen ca. 3,5 h, also Verpflegung nicht vergessen und vernünfiges Schuhwerk, knöchelhoch und am besten wasserdicht, nehmen. Viele Teile des Weges führen durch morastiges Gelände und gerade im Herbst trocknet dieses nach Regen nicht mehr ab . Das Wichtigste ist mir jedoch, die Runde bewegt sich im Kerngebiet des Nationalparkes und ist nur in der Zeit von 15.07. bis 15.11. so zu gehen. Andere Touren sind auf den öffentlichen Wanderwegen immer möglich.

Meine Tour starte ich vom Parkplatz an der Schwarzbachbrücke, hier kommt später auch mein Abstiegsweg punktgenau zurück. Gleich neben dem PP steht eine Infotafel des Nationalparks und auch eine grobe Übersichtskarte, damit ist eine Orientierung etwas leichter. Der Steig führt bis zur Reschbachklause stets neben dem Reschbach, der früher als Triftkanal genutzt wurde, vorbei und bietet tolle Motive für Fotos. Hat man dann die Alte Klause passiert wird der Pfad etwas flacher und breiter. Bald erreicht man die Reschbachklause, die in einer malerischen Ecke liegt. Von hier könnte man auch auf den Siebensteinkopf oder zum Moldauursprung in die Tschechei gehen. Ich möchte ja zum Lusen und muß nun einem unmarkierten Weg folgen.

Links neben der Schutzhütte, die ein paar Meter über dem Stauwehr steht, sieht man einen Forstweg, dem man folgt und auch gleich übergeht in unseren Pfad. Diesem stets sichtbaren Pfad folgt man nun in westlicher Richtung leicht ansteigend, er überquert eine Art Hochfläche von der man gut nach rechts zum tschechischen Schwarzberg sehen kann. Der Lusenweg, wie er in der offiziellen Karte genannt wird, verliert dann schnell wieder an Höhe. Man blickt in ein weitläufiges Waldgebiet das durch tschechische Bergrücken begrenzt werden. Hier entspringt auch der Schwarzbach. Rechts des Weges sieht man dann das Blechdach eines Gebäudes, genannt Schwarzbachklause, sieht aus wie ein ehemaliges Forsthaus. Eine Klause im ursprünglichen Sinn gibt es nicht mehr. Würde man jetzt den Weg geradeaus weiter laufen, wäre der Parkpaltz schnell erreicht.

Wir müssen nach rechts einen schmalen Pfad hinunter zu dem Vorplatz der Schwarzbachklause gehen und links davon, etwas unterhalb, den Schwarzbach auf zwei dicken Holzbohlen überqueren. Hier ist die Wegfindung kurz etwas schwierig, Mit etwas Umsicht ist man aber schnell auf dem richtigen Weg, denn es gibt nur diesen einen und der steigt wieder leicht an. Nach wenigen hundert Metern gibt es eine unscheinbare Wegkreuzung. Der untere, rechte Pfad umgeht den Steinfleckberg an der Nordseite und ist die kürzere Variante um zum Lusen zu kommen, habe ich vor drei Jahren genommen. Heute versuche ich den Steinfleckberg über die Südseite zu umgehen. Ohne Kartenmaterial war ich mir zwischendrin nicht mehr sicher ob es auch der richtige Weg ist. Er zieht sich ewig lang an der Ostflanke hoch; genannt Kapellenweg, warum auch immer?

Um zu dem Westkamm des Moorberg zu gelangen, muss man den gesamten südlichen Bergrücken des Steinfleckberges umgehen und wieder Richtung Norden laufen. Dort trifft man auf eine Bergwiese, auf der die Wege zusammen laufen. Ich überquere die Wiese und steige gegenüber den Kamm linker Hand  hoch, Steigspuren sind gut erkennbar, eine Wegweisung gibt es nicht. Der Steig über den Grenzkamm führt in direkter Linie zum Lusen und hab als letztes Hindernis nur noch den Aufstieg über den nördlichen Steinehaufen hoch zum Lusengipfel vor mir. Gipfelrast gibt es wegen des guten Besuches heute keine, dafür wird die Brotzeit im Lusenschutzhaus etwas verlängert.

Das Wetter hat bisher gut gehalten, obwohl man von Süden her die Wolkenfront schon ausmachen kann. Deshalb mache ich mich auch an den Abstieg, der mit einem nochmaligen Überqueren des Lusens nach Norden beginnt. Am Ländereck, auch Markfleck genannt, nehme ich nun den Finsterauer Lusensteig hinab zum Parkplatz. Dieser verläuft zu einem großen Teil neben dem Kleinen Schwarzbach, später neben dem dem Großen Schwarzbach in einer urigen Landschaft. Am Parkplatz angekommen, freue ich mich über einen schönen Saisonabschluß am Lusen, was aber nicht heißt, dass ich bald wieder komme!

Tourengänger: jagawirtha

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