Berglauf von Linthal aufs Rietstöckli 1848m


Publiziert von Bergamotte Pro , 29. Oktober 2017 um 12:21.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:28 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Kartennummer:1173 Linthal

Als gemütliche Rundwanderung ab Braunwald oder Grotzenbühl erhält das Rietstöckli gelegentlich Besuch. Unterwegs lädt das Restaurant Nussbühl zur Einkehr. Trotz der bescheidenen Höhe und der Lage zu Füssen des mächtigen Ortstocks bietet der Gipfel ein formidables Panorama nach Süden und Osten - sprich in die Glarner Hochalpen: Kärpf, Hausstock, Tödi, Gemsfairenstock, Clariden etc. Beir mir selber steht heute der sportliche Aspekt im Vordergrund, deshalb Start in Linthal, Minimalausrüstung und zügiges Tempo. 

Den Wagen parkiere ich an der Klausenstrasse wenig oberhalb von Linthal. Nach kurzem Einlaufen beginnt in Unter Ennethlinth (659m) der Anstieg durch den Bannwald. Der Wanderweg ist so steil, dass an Laufschritt nicht zu denken ist. Erst auf der Terrasse von Nussbühl legt sich das Gelände zurück, gleichzeitig öffnet sich der Blick auf Braunwald und die eingeschneiten Eggstöcke.

Ich folge dem Alpsträsschen bis P. 1520, wo sich der Wanderweg teilt. Entweder weiter geradeaus Richtung Urner Boden oder das steile Weidegelände hoch zur Mulde von Rieter Ort. Das ist alles bestens signalisiert. Bald treffe ich auf grössere Schneereste von Anfang Woche. Oben im flacheren Gelände liegt dann eine geschlossene Schneedecke, die nur knapp trägt. So breche ich immer wieder mal durch, als ich über den Rücken zum Rietstöckli (1848m) quere.

Verschwitzt wie ich bin, packe ich mich sofort dick ein, um den Ausblick in die Glarner Hochalpen eine Viertelstunde geniessen zu können. Aufs Rietstöckli führt übrigens auch eine kaum begangene Skiroute. Die dürfte bloss für Freaks wie mich von Interesse sein: zuhinterst im Glarnerland gelegen, sehr kurz, unten schnell aper, oben im engen Kessel lawinenexponiert.

Im Abstieg durch eben diesen Kessel gilt es einige mühsame Schneekegel zu queren, dann kann ich wieder Tempo machen. Dabei ist die Querung von Friteren zu P. 1287 herrliches Berglaufgelände: ideale Neigung (in beide Richtungen) und abwechlungsreicher, nicht zu rauher Untergrund. Anschliessend wird der Abstieg vorübergehend steiler und streckenweise zur Rutschpartie, vor allem im Bereich des Felsbands (Drahtseile, kurz T3). Dann wieder sanfter zur Passstrasse und in effizienter Linie zurück nach Linthal.


Zeiten
1:30  Rietstöckli
1:05  Linthal

Tourengänger: Bergamotte

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Kommentare (3)


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Primi59 hat gesagt:
Gesendet am 29. Oktober 2017 um 14:01
schön, Rietstöggli könnt ich auch wieder mal machen, aber etwas einfacher als deine "Speedy-Runde" ;-)

Lg

Bergamotte Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 30. Oktober 2017 um 09:23
Ja, prinzipiell kann ich die Variante "Speed" nicht weiterempfehlen, der Genuss bleibt einfach auf der Strecke.

Primi59 hat gesagt:
Gesendet am 30. Oktober 2017 um 12:34
denke ich mir auch, aber der Genuss holst du sicher anderswo wieder ein ....


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