Pizzo Molare (2585 m); mitten auf dem Leventina-Grat


Publiziert von johnny68 Pro , 25. Oktober 2017 um 21:51.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:25 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Pizzo Molare   CH-TI 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Strecke:Cancori (Nara) - Bocchetta di Sasso Blanco - Pizzo Molare

Der Pizzo Molare ist mir schon mehrmals bei Touren in der Leventina-Gegend aufgefallen. Er liegt ungefähr auf halber Strecke des Leventina-Grates, und er hat eine rechte Höhe, so dass man über die anderen Gipfel hinweg sieht.

Am heutigen Tag war im Tessin äusserst klares Wetter. Leichte Schönwetter- und Schleierwolken überzogen manchmal den Himmel, ohne die Aussicht zu beeinträchtigen. Vom Pizzo Molare sieht man sehr gut auf den höchsten Tessiner Gipfel, das Rheinwaldhorn bzw. Adula. Auch der Leventina-Grat ist von A-Z ersichtlich, daneben die nahen Bündner und Tessiner Alpen sowie die Urner und Berner Alpen - grandios.

Das Blenio-Tal, von wo aus ich den Aufstieg unternahm, ist immer einen Ausflug wert. Hat man einmal die Abraumhalden des Gotthard-Basis-Tunnels hinter Biasca passiert, wird es sehr naturnah. Malvaglia hat einen schönen Ortskern, wie auch das nächstfolgende Dorf Dongio. In Comprovasco bin ich abgezweigt auf die Bergstrasse nach Leontica. Von hier aus könnte man mit dem Bähnchen nach Cancori fahren, aber das Bähnchen war ausser Betrieb. Also fuhr ich auf dem Bergsträsschen nach Cancori.

Auf der Hochebene des Skigebietes von Nara hat es einige hübsche Dörfchen wie Foppa, Addi, Pro Marsgial, Piede del Sasso und Pianezza. Die meisten Häuschen waren zu. Hier ist nur im Sommer und im Winter Betrieb - falls es denn Schnee hat. Das Halbrund dieser Dörfchen hat eine schön sonnige Lage und eine super Aus- und Weitsicht. Hier oben fühlt man sich viel "leichter" als unten im Tal.

In Cancori folgte ich dem Bergweg in Richtung Bassa di Nara. Man macht über das Dörfchen Pro Marsgial einen kleinen Umweg und folgt dann den Kehren der Forststrasse. Auf 1660 m Höhe wurde es mir zu lang, so dass ich nach rechts auf die Skipiste abzweigte, die im Sommer auch als Mountainbike-Trail benützt wird. Auf der Piste ist man sehr rasch am Ende des Sesselliftes bei Cambra (1908 m) angelangt. Ich folgte einigen Wegmarkierungen in Richtung Bassa di Nara, zweigte auf dem Pian Nara nach rechts ab und folgte fast unsichtbaren Wegspuren durch die Gane di Sasso Sprügh. Das Weglein ist höchstens Fussbreit und recht rutschig-abschüssig. Es überquert einige Gane, d.h. Blockschutthalden. Teilweise lag in diesen Schattenlöchern noch Schnee. Bei Sasso Sprügh eröffnet sich eine recht liebliche Alpweide, die immer steiler in Richtung Pizzo Molare ansteigt. Ich habe in ziemlich gerader Linie die Bocchetta di Sasso Bianco angepeilt. Hier befindet sich ein auffälliger Felszacken, der zum grössten Teil aus Gips sowie Kalk und Tuff besteht. Wahrscheinlich handelt es sich um einen kleinen Vulkanschlot. Eine recht exotische Geologie-Formation inmitten des Tessiner Granites.

Der Weg dreht bei der Bocchetta nach rechts und folgt dem einfachen Grat bis auf den Gipfel des Pizzo Molare, wo sich ein grosses Kreuz befindet.

Rückkehr auf dem selben Weg nach Cancori, wobei ich von Cambra zeitsparend alles der Skipiste folgte. 

Tourengänger: johnny68

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