Grosszügige Rundtour über den Falknis 2562m


Publiziert von Bergamotte Pro , 19. Oktober 2017 um 17:16.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum:17 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   FL 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 2080 m
Abstieg: 2080 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Maienfeld, St. Luzisteig oder PW bis Parkplatz Lochrüfi
Unterkunftmöglichkeiten:Enderlinhütte
Kartennummer:1155 Sargans / 1156 Schesaplana

Mit dem Falknis konnte ich mich nie recht anfreunden. Eine vernünftige Erklärung hierfür hatte ich nicht und so war's langsam an der Zeit, diesen Bann zu brechen. Der heutige Tag mit der exzellenten Fernsicht war für diesen Zweck natürlich ideal geeignet. Dabei wollte ich die Beine für einmal im Zaum halten und wirklich nur den Falknis besuchen, Genusstour halt. Soviel vorweg, das Vorhaben ist missglückt: Angesichts all der verführerischen Gipfel rundum wurde ich wieder schwach und "musste" noch zwei, drei Hügel anhängen...

Punkt acht Uhr laufe ich vom Parkplatz ausserhalb von St. Luzisteig (713m) los. Die Orientierung fällt leicht angesichts der durchgehenden Signalisation. Bei trockenen Verhältnissen halten sich die Schwierigkeiten an diesem Berg in Grenzen, weshalb sich der lange, steile Aufstieg perfekt für einen Berglauf eignen würde. Ich selber renne zwar nicht, aber drücke trotzdem aufs Tempo. Vor der geschlossenen Enderlinhütte (1501m) sprudelt ein Brunnen, da hätte ich mir die Wasserschlepperei sparen können.

Wie erwähnt wollte ich es heute eigentlich beim Falknis belassen. Doch das Schwarzhorn (2344m) gab im Aufstieg zum Fläscher Fürggli (2247m) einfach eine zu gute Figur ab. Es lässt sich vom Sattel direkt über den Gratrücken in einer Viertelstunde erreichen. Der Gipfel bietet einen eindrücklichen Tiefblick aufs Churer Rheintal und erhält auch Besuch von Basejumpern. Oben treffe ich auf einen jungen Jeninser, der von der Älplibahn gekommen ist. Sie sei heute (Dienstag) den ganzen Tag ausgebucht. Und am Sonntag sei der Falknis (2562m) proppenvoll gewesen. Auch heute herrscht für einen Werktag recht viel Verkehr, wie ich eine halbe Stunde später feststellen kann. Gleichzeitig sollte der langgezogene Gipfelgrat auch Ruhesuchenden ein entsprechendes Plätzchen bieten. Das Panorama von diesem bekannten Aussichtsberg erfordert keine weitere Werbung, schon gar nicht bei guter Fernsicht wie heute. Selbst der Ortler zeigt sich prominent.

Und wie ich während der Mittagsrast so nach Norden blicke, ist es bald schon um mich geschehen. Will heissen, dass die paar Gipfelchen rund um den Guschagrat ebenfalls besucht werden "müssen". Den Abstieg via Mazorahöhi (2044m) hatte ich ohnehin geplant und von dort hält sich der Zusatzaufwand in Grenzen. Vom Rotspitz (2127) mit seinem kleinen Bunker führt ein Weglein wenig unterhalb des Grats weiter nordwärts (T3). Als es sich verläuft, steige ich zurück zum Wanderweg und stehe wenig später auf dem Mittlerspitz (1899m). Den benachbarten Guschner Gir (1721m) erreicht man in direkter Linie der Abbruchkante folgend. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe bietet er einen tollen Tiefblick aufs St. Galler Rheintal. Der Rückweg nach St. Luzisteig wird zum entspannten Auslaufen durch farbenfrohe Wälder. Wer mag, kann auf der Alp Guscha einkehren, ansonsten finden Durstige unterwegs zahlreiche Brunnen. Meinen Hunger stille ich erst ganz unten bei einem Eiskaffee im Landgasthof St. Luzisteig.


Zeiten
1:00  Enderlinhütte
1:30  Schwarzhorn
0:30  Falknis
1:15  Mittlerspitz
1:20  St. Luzisteig

Tourengänger: Bergamotte


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