Mönch (4107m) Nordwestbollwerk ("Nollen")


Publiziert von pete85 , 16. Oktober 2017 um 19:05.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:14 Oktober 2017
Hochtouren Schwierigkeit: S
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 600 m

Am 13.10.2017 Start in Lauterbrunnen per Bahn bis zur kleinen Scheidegg. Von dort aus auf blau-weiss markiertem Wanderweg weiter Richtung Guggihütte.
Inklusive einer Stunde Pause benötigten wir 3,5 h für den Aufstieg zur Hütte, Weg teilweise vereist aber noch ohne Steigeisen begehbar.
Spuren von 2 Deutschen "Nollen"-Begehern waren bereits vorhanden. Diese sind einen Tag vorher gestartet.
So mussten wir dann auch keine Erkundungstour starten, sondern konnten am nächsten Morgen direkt den Spuren folgen. Start am 14.10.2017 um 5 Uhr. Steigeisen aufgrund des Neuschnees und der Vereisung direkt an der Hütte angelegt. Fast eine 1 h trotz Spur bis zum Mönchsplateau benötigt, knapp 2,5 h bis zum Beginn des Nollens.
Route:
Ersteigung des Nollens im linken Bereich (Rinne, Einstieg bei uns wegen Schnee-/Firnmangels kurz 2, dann wenige Meter Blankeis, dann Firn, ca. 60°). Gesichert wurde von uns über 3 SL (2x50m, 1x25 m) mit einem 50m Einfachseil. Zeit für den Nollen ca. 1,5 h.
Danach folgt noch die 400 Meter hohe Westwand mit ca. 45-50° Neigung.

Der Abstieg zeigte zu Beginn einen sehr ausgesetzten und durch die frische Spur teilweise schwierig zu begehenden Firngrat. Die Kletterstellen im Abstieg wiesen zwei Stellen im 2. Grad auf, heute gut zu begehen und kein Problem. Oberhalb dieser gibt es entweder BH oder Stangen zum Sichern oder Abseilen.

Zeit Guggihütte - Gipfel des Mönch:            5:40 h
Zeit Gipfel - Mönchsjochhütte:                     1:30 h

Übernachtung auf der Mönchsjochhütte, da am Folgetag die Nordostwand des Mönch durchstiegen werden soll.


Zur Guggihütte:
Nicht mehr bewartet, aber sehr gut ausgestattet. Die Sonne kann man im Oktober im Pullover vor der Hüttentür bis zum Untergang genießen. Genug Brennmaterial und Decken vorhanden, dafür zahlt man die geforderten 25 Franken gern.

Zur Mönchsjochhütte:
Sehr unfreundliches Personal. Freundliche Bergsteiger sind offenbar fehl am Platz, brauch ich nicht nochmal in meinem Leben. Deutlich schlechter als die (nicht bewartete) Guggihütte!!!
Kein Rabatt für Alpenvereinsmitglieder (auch nicht SAC).

Tourengänger: pete85


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