Auf dem Appenzellerweg - mit Abstecher zum Spitzli


Publiziert von CampoTencia Pro , 23. Oktober 2017 um 23:02. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:13 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AR   Alpstein   CH-SG   CH-AI 
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 1150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Postauto nach cff logo Schwägalp, Säntis-Schwebebahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Ab cff logo Urnäsch mit der Appenzellerbahn nach Herisau
Kartennummer:2514 Säntis - Churfirsten

Im Schatten des Säntis ist es kühl, als wir nach 8 Uhr in der Schwägalp nordwärts loslaufen. Ein leichter Südwestwind bläst, der Himmel ist blau und fast wolkenlos. Die Chammhaldenhütte sieht wie immer verlassen aus. Dabei weist eine Tafel darauf hin, dass an Wochenenden und in den Ferien geöffnet ist. Durch das sumpfige Gebiet führt ein gut gepflegter Weg durch den Bruggerwald hinunter. Nach dem Wald geht es zum Kronberg hin aufwärts, am Schutzenälpli und Langälpli vorbei. Toll, dass wir im Sonnenschein aufsteigen können. Die Alpzeit ist wohl vorbei, die Tiere sind ins Tal abgezogen. Ausser verblühten Silberdisteln, kleinen blauen Enzian und Feld-Enzian zeigen sich noch ein paar kräftig gelbe Löwenzahn-Blüten. Bei P.1558 verlassen wir den Weg. Der Kronberg ist nicht das heutige Ziel, sondern der Appenzellerweg. Diesem folgen wir westwärts und setzen uns aber bald für die Znüni-Pause hin. Der Aufschwung bei der Petersalp ist imposant und die Nagelfluhwände gegen Dürrenspitzli zeigen ihre schroffen Abbrüche.
 
Erst ein Abstieg zum Nusshaldensattel, dann ein leichter Aufstieg an eigenartig geformten grösseren und kleineren Wurzelstöcken vorbei. Und schon geht es leicht abwärts zur Alp Grossbetten. Wir folgen dem Weg im dürren Hang hoch, Fliegenpilze strecken ihre roten Köpfe aus dem strohigen Gras und wir erreichen nach einem flacheren Pfadstück im Wald Hoch-Petersalp. Statt schon abzusteigen wandern wir auf dem Grat nordwärts, entlang dem steilen, mit Nagelfluhabbrüchen durchsetzten Ostabsturz der Petersalp.
 
Als wir gegen Gerstengschwend absteigen, leuchtet der Tödi über den goldgelb gefärbten Laubbäumen entgegen und das Spitzli, unser nächstes Ziel, erhebt sich vor uns. Wir verlassen den Appenzellerweg und freuen uns über den verlassenen, abwechslungsreichen Pfad durch Gras- und Nagelfluhgelände. Bald ist der Gipfel erreicht. Ein Gipfelbuch in einer Gamelle beim eisernen Gipfelkreuzchen lädt ein, dass auch wir einen Eintrag zur Würdigung dieses herrlichen Herbsttages festhalten. Wir verweilen lange und geniessen dabei den Ausblick rundum.
 
Ein paar Meter zurück und gleich folgt der steile Abstieg durch die Nordseite des Spitzli. Wir sind froh, dass der Weg trocken ist, sonst wäre es ein rutschiges Unterfangen. Bei P.1388 führt der Weg weniger steil dem Hang entlang zur Unter-Petersalp, wo wir wieder auf den Appenzellerweg stossen. Ab Grossdürren ist es fertig mit schönem Wanderweg und wir müssen leider auf Schotter und Hartbelag bis zur Osteregg. Nach einem Waldstück erreichen wir das Altersheim Chräg. Auf einem Wiesenweg das Wisböhl hinunter und schon stehen wir am Dorfrand von Urnäsch. Vor dem Restaurant löschen wir an der Sonne unseren Durst mit einem feinen Quöllfrisch und freuen uns über die eindrückliche und abwechslungsreiche Tour hier im Appenzellerland.

 

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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