Blindflug am Hochgrat


Publiziert von AllgaeuEr , 1. April 2009 um 10:04.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:29 März 2009
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 1075 m
Abstieg: 1075 m
Strecke:Hochgratbahn Talstation - Obere Lauch Alpe - Staufner Haus - Hochgratbahn Bergstation - Obere Lauch Alpe - Hochgratbahn Bergstation - Staufner Haus - Obere Lauch Alpe - Staufner Haus - Hochgratbahn Bergstation - Staufner Haus - Obere Lauch Alpe - Hochgratbahn Talstation
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Oberstaufen - Steibis - Beschilderung Hochgratbahn folgen
Unterkunftmöglichkeiten:Staufner Haus

Wer beim schönen Wetter Sushi-Essen geht, muß eben bei schlechtem auf Tour

Tja, schönstes Wetter am Samstagvormittag gewesen, aber leider ließ sich dieser "wichtige" Termin zum Sushi-Essen in Bregenz nicht verschieben. Tja, also nach Bregenz ins schlechte Wetter vorausgefahren, während meine Tourenfreunde gerade das richtige Schönwetterfenster am Hochgrat erwischten, um kurzärmlig aufzusteigen und pünktlich mit Einsatz des Regens wieder am Parkplatz zu sein.

Also ging es eben am Sonntag auf den Hochgrat. Zuhause wechselte sich Regen und Nieselregen ab, aber aufgrund der Höhe bestand die Hoffnung, das es am Hochgrat wenigstens stattdessen schneien würde. Ein Treffen mit befreundeten Tourengehern war organisiert, man würde sich irgendwo am Berg und spätestens Staufner Haus treffen.

Anfänglich hatte ich mit dem Wetter sogar Glück - kein Regen - nur vereinzelte Flocken. Schon im ersten Hang überholte ich ein ebenfalls frisch gestartetes Tourengängerpäarchen, um dann bei meiner Variante über die Brücke festzustellen, das dort an diesem Tag noch keiner unterwegs gewesen war und ich somit in den Genuß von Spurarbeit kam. Die Sicht wurde nun zunehmend schlechter und ich war froh, das ich die Strecke inzwischen fast im Schlaf kannte. Ich beschloß eine etwas steilere Spur zu legen und gelangte an meinem liebgewonnenen markanten Baum wieder auf die Piste.

Von dort ging es den üblichen Weg - dem Fahrweg folgend - vorbei an Oberer Lauch, Staufner Haus zur Bergstation. Zwischendurch brach sogar die Sicht wieder etwas auf und man konnte mehr als nur seine 5-10m sehen. Ich war gerade mit dem Abfellen fertig, als einer meiner verabredeten Tourenfreunde zum 'Schlußsprint' ansetzte.
Obwohl knapp 15 Minuten nach mir am Parkplatz gestartet, kam er doch fast zeitgleich mit mir an. Allerdings hatte er den sehr direkten Weg über Ahornhang genommen und war auch sonst ohne unnötige Kurven immer den direkten und steilen Weg aufgestiegen. Wir verabredeten uns an der Oberen Lauch für den zweiten Aufstieg und ich fuhr schon mal vor.

Zur Abfahrt war dann mal wieder super Null-Sicht. Im Blindflug ging es zur Oberen Lauch und ich war froh, das der Fahrweg überhalb des Staufner Hauses inzwischen so breit ist, da ich diesen sonst des Öfteren verfehlt hätte.

An der Oberen Lauch traf ich dann meinen Bekannten und gemeinsam starteten wir Richtung Bergstation, trennten uns dann jedoch wieder, da er  den direkteren Weg wählte. Von der Bergstation aus, ging es dann zum Staufner Haus, wo dann zunächst mein Bekannter und dann dessen Schwester und der Düsseldorfer Besuch eintrafen - Letztere jedoch direkt vom Tal und ohne Zwischenabfahrt. Wer meinen Bericht Schneckli-Tour am Rangiswanger Horn gelesen hat, weiß auch wieso - es war der gleiche Besuch. ;)

Nach einer kurzen Rast fuhr ich dann wieder alleine ab, da ich zuhause zum Essen erwartet wurde. Der Ahornhang stellte sich als sehr naß und bollig heraus. Dort traf ich sogar noch zwei weitere Bekannte im Aufstieg mit denen ich anfangs gehen wollte, deren Zögern mich dann aber zu einer Solotour zwang. In Anbetracht der zunehmenden 'Luftfeuchtigkeit' war ich jedoch mit meiner Entscheidung lieber früher und stattdessen alleine zu gehen dann doch besser bedient.

Im Wahnsinns-Tempo von durchschnittlich 60km/h ging es dann Richtung Heimat und mir wurde mal wieder praktisch vor Augen geführt woher der Begriff 'Sonntagsfahrer' kommt. Während ich es beim RegioBus von Oberstaufen nach Stiefenhofen noch nachvollziehen kann, verstand ich es bei dem OA-Schleicher, den ich vom Hochgrat bis Oberstaufen vor mir hatte, nicht so ganz. Als Einheimischer sollte man doch kurviges Gelände gewohnt sein.


Nun ja, somit kam ich dann 15 Minuten zu spät zum Essen, dafür aber wieder einmal das Wochenende mit einer Tour gerettet.

Anmerkung: Das WS- ist rein sichtbedingt.

Hochgrat
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Tourengänger: AllgaeuEr

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