Trampelpfade am Üetliberg: die Hüttenrunde


Publiziert von Uto869 Pro , 2. Oktober 2017 um 16:45.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum:24 September 2017
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Albiskette - Höhronen   CH-ZH 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Strecke:Zürich: rund um Uto Kulm und quer durch Fallätsche
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Tram 13, Albisgüetli
Kartennummer:LK 1: 25'000, Blatt 1091 (Zürich)

Am vorletzten Sonntag stand mir der Sinn nicht nach Kraxeleien, sondern nach einer ausgedehnten Wanderung. Um ein spezielles Ziel zu haben, habe ich mir vorgenommen, alle Üetliberg-Hütten auf Stadtgebiet sowie in Gratnähe auf Stalliker Gebiet in einer grossen Schlaufe zu verbinden. Andere Bauten, die zahlreichen Gast-, Wohn- und Ferienhäuser sowie die Bunker, habe ich nicht berücksichtigt; auch die einsturzgefährdete Hütte unterhalb des Jurablicks habe ich links liegengelassen. In rund dreieinhalb Stunden bin ich, mehrheitlich auf Trampelpfaden, an dreizehn Hütten vorbeigekommen. Informationen zu allen erwähnten Trampelpfaden und zu einzelnen Hütten, insbesondere den "Alpenclubhütten", finden sich in meinen entsprechenden Berichten (www.trampelpfade-am-uetliberg.ch). Die Einstufung als T4 bezieht sich auf die Fallätschent r a  ver se, alles andere ist einfacher.
 
Von der Tramendstation Albisgüetli bin ich auf dem Üetlibergweg (Laternenweg) zur Ulmerhütte (Forsthütte der Stadt Zürich) aufgestiegen. Sie ist vom Weg aus auf einer Höhe von 730m ü. M. gut zu sehen: im grossen Rank mit dem Brunnen - dort, wo sich der Laternenweg definitiv nach Nordwesten wendet und zum Dürler-Stein hinüberquert. An der Hütte vorbei bin ich sodann auf einem kurzen Trampelpfadabschnitt zum Föhreneggweg (Wanderweg) gegangen und bin diesem bis zum Trampelpfadabzweiger unterhalb der Annaburg gefolgt. Dann auf dem schmalen Pfad zur Gratstrasse, auf dieser südwärts zur Ernst-Berger-Gedenktafel (bei der ehemaligen Sprungschanze), dort schräg links zum Medikerboden (grosse Waldwiese) und an deren stadtseitigen Rand (Ostrand) entlang auf einem Trampelpfad zur Höcklerstrasse. Auf dieser bin ich bis zur nächsten grossen Linkskurve (links in Gehrichtung) abgestiegen, dann zum Maneggweg gequert und zur Teehütte Fallätsche (www.teehuette-fallaetsche.ch) aufgestiegen (offen an Sonntagen). Von der exponierten Hütte mit tollem Ausblick in den mächtigen Erosionstrichter bin ich hart am Nordrand der Fallätsche wieder abgestiegen, habe den Einstieg zur Traverse (Querpfad) rechts liegengelassen und bin dem Trampelpfad Richtung Osten zur Bristenstäfelihütte (diese ist so abrutschgefährdet, dass in ihr nicht mehr übernachtet werden darf) gefolgt. Vom Bristenstäfeli steil hinunter zum nördlichen Ende der Ankenweid und dort Richtung rechts zur Felsenkammerhütte (www.felsenkammer.ch). Hier bewegen wir uns definitiv in der Trampelpfadwelt der Fallätsche. Nach der Felsenkammer ging’s rechts anhaltend weiter zum Rütschlibach hinunter. Diesem bin ich aufwärts gefolgt und habe auf dem steilen, dreckigen Rütschlibachpfad den Fallätsche-Querpfad (Traverse) gewonnen. Die Alternative dazu wäre die Direttissima Nord gewesen, deren unterer Ausgangspunkt am gleichen Ort ist wie derjenige des Rütschlibachpfads. Dann auf dem Querpfad Richtung Süden zur Glecksteinhütte (Wildhüterhütte der Stadt Zürich) und - um ein paar Felsnasen herum - immer in der Horizontalen zur Alpinahütte (leider liegen mir zu dieser Hütte keinerlei Infos vor; weiss jemand etwas?). Ein gelber Pfeil weist hier die weitere Richtung: Es geht wieder aufwärts auf einem (früher befestigten) Trampelpfad zum südlichen Fallätscherand und - an diesem entlang - zur Gratstrasse. Aber nicht, um ihr zu folgen, sondern nur, um sie zu überqueren und zum Waldweg abzusteigen, der horizontal in nördlicher Richtung zur Folenweid führt. Von hier dem Waldrand entlang zum Aussichtspunkt mit dem Hochsitz und den Bänken - dem südlichen Einstieg zum Coiffeurpfad. Diesem bin ich dann zur gut versteckten, privaten Mänisrütihütte (links des Pfades, in der Karte eingezeichnet) und - unterhalb des Pfadihauses Altüetliberg - zum Stallikerweg gefolgt. Auf dem Stallikerweg bin ich ein wenig aufgestiegen - und zwar bis zur Rechtskurve kurz vor der Gratstrasse und dem Dürlerstein. Hier bin ich nach links gegangen: zur grossen Wiese unterhalb des Restaurants Staffel, an deren unteren (westlichen) Rand ein Trampelpfad entlangführt. Etwa in der Mitte der Wiese findet sich der Abzweiger zur privaten, noch vor zwei Jahren arg verwahrlosten, in jüngster Zeit aber komfortabel ausgebauten Hofstetterhütte. Folgt man dem Trampelpfad am unteren Wiesenrand weiter, gelangt man wieder in den Wald hinein und - immer etwa auf gleicher Höhe bleibend - zur Staffelhütte (Natur- und Vogelschutzverein Meise Zürich 2). Auch danach geht es einigermassen horizontal weiter - bis der Pfad deutlich ansteigt zum Ferienhaus unterhalb des Klettergartens. Über den Vorplatz des Hauses und um dieses herum gewinnt man den Pfad zu den Nagelfluhbrocken des Klettergartens und zur Gratstrasse. Dann war’s für eine Weile Schluss mit Trampelpfaden: Auf den Waldstrassen bin ich an der SZU-Bergstation vorbei zum Hohenstein hinunter gewandert, wo sich das Teehüsli Hohenstein (www. naturfreunde.ch/haeuser) befindet - der Ort mit den weitaus günstigsten Gastronomiepreisen am Üetliberg (offen an Wochenenden). Von hier ging’s dann wieder obsi, zum Gratweglein (Treppenweg) und zur Hütte zur Gelben Wand. An dieser vorbei und immer noch auf dem Treppenweg hoch zu den Ferienhäusern nördlich des TV-Turms (Schwesternhäuser, Lusthäuschen). Nach dem letzten Haus, das zurzeit nach dem Brand von 2011 wieder aufgebaut wird, weiter auf dem Treppenweg bis zur Abzweigung eines Trampelpfades (dort, wo der Treppenweg scharf nach rechts abbiegt). Auf diesem Trampelpfad einigermassen horizontal zur Schwarzen Hütte (Forsthütte der Stadt Zürich) und zum Rossweidlipfad - zur Stelle, wo man direkt zum TV-Turm aufsteigen könnte. Auf dem Rossweidlipfad Süd (der im Gelände deutlich sichtbarer ist als der Rossweidlipfad Nord) bin ich dann zur Claridahütte (www.clarida.ch). abgestiegen. Um die Sache schön abzuschliessen, bin ich von der Claridahütte zum Denzlerweg hinübergegangen und auf diesem etwas aufgestiegen. Dann bin ich dem Pfeil Richtung «Staffel» gefolgt und - via Dürlerstein - wieder auf dem Laternenweg zum Albisgüetli abgestiegen. - Eine Trampelpfad-Rundwanderung, die sich meines Erachtens lohnt!
 


Tourengänger: Uto869

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