LA GOMERA: 10. Bericht (Schluss): Barranco de la Negra; vom Eremit zu verlassenen Siedlungen


Publiziert von johnny68 Pro , 30. März 2009 um 21:16.

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Tour Datum: 7 März 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Strecke:Los Almácigos - Barranco de la Negra - Arguayoda und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Mietwagen bis ans Ende der Strasse nach Los Almácigos

Hier ist der 10. und letzte Bericht zu meinen Touren auf La Gomera. Danach hiess es Abschied nehmen. Davon zeugen die letzten Photos von der Fähre aus. Nicht nur mich überkam Wehmut; es gab sogar Leute, die Tränen in den Augen hatten. Nach dem beschaulichen La Gomera holt einem die Geschäftigkeit in Los Cristianos auf Teneriffa bald wieder in die Realität zurück...

Meine 10 Berichte geben einen Überblick über die Trekking-Möglichkeiten auf La Gomera, mit dem Ziel, für jeden Geschmack etwas zu präsentieren. Es gibt natürlich noch viel mehr Pfade. Man könnte auf La Gomera monatelang wandern, ohne dass es einem langweilig würde. Ganz besonders möchte ich die ausgezeichnete Beschilderung und den guten Wegunterhalt loben. Mit einem grossen Aufwand wurden alte Stege wieder instand gestellt (viele dieser früher oft benützten Stege zerfielen im Zuge der grassierenden Landflucht). La Gomera kann damit - offensichtlich erfolgreich - eine Nische im Tourismusgeschäft besetzen: Wandertourismus in Perfektion in wunderbarer subtropischer Landschaft bei meistens angenehmem Wetter. Glücklicherweise gibt es keine grossen Strände, keinen Jumbo-Jet-Flughafen und keine Hotelbunker und damit keinen Massentourismus. Dafür sorgt natürlich auch die schwierige Erreichbarkeit der Insel.

Meine letzte Tour begann am Ende der Strasse nach Los Almácigos (östlich des obersten Teils des Barranco de la Negra). Die Strasse hört mitten im Niemandsland auf. Hier trifft man auf eine lustige Hinweistafel eines deutschen Eremiten, der in dieser Einöde in einem halb zusammengefallenen Gehöft lebt und Kräuter und anderes, was die Natur anbietet, sammelt. Am Gehöft des Eremiten vorbei führt der Pfad immer steiler in den hier rund 250 m tiefen Barranco hinab. Vor Einsetzen der Landflucht war der Barranco besiedelt. Davon zeugen zerfallende Gehöfte und überwuchernde Terrassierungen

Der Pfad steigt auf der andern Seite des Barrancos wieder hoch, wobei es eine obere und eine untere Route gibt. Auf dem Hinweg bin ich die untere Route gegangen, auf dem Rückweg die obere (diese verläuft zu einem guten Teil auf einem sehr ausgesetzten Felsband und ist stark überwuchert).

Wo die beiden Routen zusammenkommen, traf ich überraschend auf eine interressante, aber nirgends erwähnte verlassene Höhlensiedlung. Diese Siedlung muss offensichtlich während längerer Zeit benützt worden sein (durch die Ureinwohner?).  Sie besitzt eine Quelle, Wohnhöhlen, terrassierte Weiden, Höhlen für das Vieh, Feuerstellen usw. 

Der Weg (Teil des GR 132) führt danach weiter in das Dorf Arguayoda. Hier bin ich umgekehrt und wieder zum Ausgangspunkt zurückgegangen.  


Tourengänger: johnny68

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