Wildstrubel mit Schneeschuhen ab Lämmerenhütte


Publiziert von N_Altitude , 7. September 2017 um 17:40.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:26 Februar 2017
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Bergstation Gemmipass - Lämmerenboden - Lämmerenhütte SAC - Wildstrubelgletscher - Mittelgipfel - Wildstrubel Hauptgipfel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB bis Leuk, Bus bis Leukerbad, Seilbahn bis Gemmipass
Zufahrt zum Ankunftspunkt:SBB bis Leuk, Bus bis Leukerbad, Seilbahn bis Gemmipass
Unterkunftmöglichkeiten:Hotel Wildstrubel am Gemmipass, Lämmerenhütte SAC

Die Idee zur Tour auf den Wildstrubel kam ganz spontan. Am Neujahrstag 2017 spazierten wir ganz gemütlich von Sunnbüel (Kandersteg) auf den Gemmipass, wo ich all die tollen Berge in der Region sah (ja, auch der Altels, Rinderhorn, Balmhorn und Steghorn werden bald noch Besuch bekommen!). Als das Wetter für das Wochenende klar war, schrieb ich meinem Gspähnli mehr spasseshalber "hihi, gömmer uf de Wildstrubel am Wuchenendi?" und zu meiner Überraschung schrieb er einfach "Ja"... Ich hatte es nicht so ernst gemeint, war aber sofort Feuer und Flamme, da wir schon einige tolle Schneeschuhtouren miteinander gemacht haben. In der Lämmerenhütte bekamen wir dann kurzerhand noch 2 Plätze. Die Hütte war aber schlussendlich nicht voll und wir waren mit 2 anderen in einem Sechserzimmer - sehr angenehm. Die Hütte wurde gerade erst 'renoviert' bzw. ein Anbau fertiggestellt. Es ist wirklich sehr hübsch geworden! Und das Hüttenteam war auch sehr nett.

Gleich vorweg: wir waren die einzigen mit Schneeschuhen :) Es waren sonst ausschliesslich Skitüürler unterwegs. Für den Gletscher hatte ich aber ein Seil mitgebracht, auch wenn wir nie irgendwo eine Spalte gesehen haben oder je das Gefühl hatten, wir seien überhaupt auf einem Gletscher gelaufen, so habe ich gelernt, dass man im Winter nur mit Ski unangeseilt auf einen Gletscher sollte. So zogen wir das durch und seilten uns ab der Stelle, wo unserer Orientierung nach der Gletscher beginnt, an.

Der Aufstieg war kräftezehrend, haben wir doch "brav" unsere eigene Spur gezogen. Wir wollten aber auf keinen Fall die schöne Skispur kaputt machen, also spurten wir abwechselnd bis zum Mittelgipfel hinauf. Die Aussicht ist eine Wucht und hätten wir Steigeisen und Pickel dabei gehabt, hätte ich einem Abstieg zur Engstligenalp zugesagt. Da wir das aber nicht dabei hatten, haben wir uns entschlossen, noch zum südlichen (Haupt-?) Gipfel hinüber zu queren, was prima ging. Auch der kurze Steilaufschwung vor dem südlichen Gipfel ging super, der Schnee war schön hart und "griffig".

Danach querten wir wieder zurück zur Steilstufe, auch hier war uns das Gelände mehr als nur geheuer und dank den Ski-Abfahrtsspuren sahen wir gut, wo wir hinunter müssen. Natürlich wurde der Schnee nun langsam weicher, es war sonnig und eher warm für Februar, und der Rückweg über den Lämmerenboden bis zur Gemmi zog sich ordentlich. Aber es hat sich sehr gelohnt, den Wildstrubel im Winter zu besuchen.

Alles in allem kann ich diese Tour für Schneeschuhgänger, die etwas Gletschererfahrung haben, nur empfehlen. Es ist meiner Ansicht nach maximal ein "WT4", ist nirgends exponiert oder fürchterlich steil. Gut, im Zustieg zur Hütte gibts mal eine kurze Steilstufe, aber da kann man nötigenfalls die Schneeschuhe abziehen, so wie auch einige Skitüürler ihre Skier getragen haben.

Ich denke, ich werde nächsten Winter noch einmal herkommen, und dann von der Engstligenalp aus aufsteigen und über den Wildstrubelgletscher absteigen. Mal schauen :)

Tourengänger: N_Altitude


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