Guajara (2718m) und Paisaje Lunar


Publiziert von Tef Pro , 27. März 2009 um 20:01.

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Tour Datum:14 März 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:TF-21 km66 - Abzweig nach 3.7 km - Valle de Ucanca - Degollada de Ucanca - Guajara- Weg Nr.5 - Barranco de las Arenas - Paisaje Lunar - Abzweig Rundweg - TF-21 km66
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von Vilaflor auf der TF 21 bergan, bis in einer Kehre nach rechts eine Forststraße abzweigt (km 66)

Eine traumhafte Rundtour stand uns heute bevor, tortz des Dunstes der wieder zurückgekehrten Calima.
Höhepunkte gibt es während der Tour reichlich: das wunderschöne Valle de Ucanca, der Aufstieg vom Degollada Ucanca zum Guajara, der Gipfel selbst bot heute wegen der zurückgekehrten Calima nur bedingte Aussicht, dann im Abstieg die mächtigen Lavaflanken der Montaña de las Arenas, das schwarze Barranco de las Arenas und nicht zuletzt die märchenhafte Mondlandschaft der Paisaje Lunar, eines der größten Naturwunder der Insel.

Zu sehen gibt es also genug, zu laufen auch, die Tour ist nämlich sehr lange und mit circa 1500 Höhenmeter auch nicht ohne. Deswegen sind wir nicht direkt in Vilaflor gestartet (was nochmal etwa 150 Hm bedeutet hätte), sondern bei km66 der TF-21 etwas oberhalb des Ortes.
Los geht es erstmal im leichten Auf und Ab für 3.7 km auf der breiten Piste. Dabei geht man jeden Barranco aus. Rechts unten taucht bald das bewirtschaftete Land rund um die Casa Galinda auf und man sieht auch bereits den Pfad von Vilaflor hoch kommen. Doch ehe dieser auf unseren Weg trifft dauert es nocht eine Weile.
Dann endlich führt der Weg gut ausgeschildert (Paisaje Lunar) nach links in den Kiefernwald.
Nach einigen Minuten  kommen wir zu der Verzweigung des Rundweges, an der wir geradeaus weiter gehen. Da der Pfad von Steinen eingefasst ist, kann man sich nicht verlaufen. Es geht stetig bergan durch lichten Kiefernwald, man kreuzt einige Forstwege und kommt an einem verfallenen Haus vorbei.
Bald darauf schwenkt der Weg nach rechts und folgt einem Forstweg durch eine Minimondlandschaft.
Danach kommen wir wieder in lichten Kiefernwald.
Dort, wo der Weg einen scharfen Rechtsknick macht (dem wir nicht folgen) führt geradeaus ein spärlich mit Steinmanndl markierter Pfad weiter.
Nach einigen Minuten kommt von rechts ein zweiter Pfad hinzu und nun ist die Wegführung wieder einfach, es gibt sogar grüne Markierungen. Wir befinden uns nun am Eingang des wunderschönen Valle de Ucanca, links sieht man den markanten Roque del Encaje, rechts die Flanke der Montaña de las Arenas.
Wir gehen anfangs im Kiefernwald, ehe der Weg für kurze Zeit nach links ins Lavafeld schwenkt. Doch bald gehen wir wieder zwischen teilweise riesigen Kiefern weiter. Nach gut 20 Minuten verlieren wir erwas an Höhe, da der Pfad nach links hinab über einen Wasserkanal führt, den wir jedoch bald wieder nach rechts überqueren.
So gelangen wir zu einem Wasserhäuschen, wo es kräftig sprudelt. Danach hält der Pfad schräg links auf eine einsam stehende riesige Pinie zu.
Nach dieser gibt es kaum noch Bäume, aber immer noch reichlich Gestrüpp und einige Taginasten. So kommen wir zum Sattel Degollada de Ucanca, wo auch der Weg vom Parador hinzukommt. Hier sieht man zum ersten Mal hinüber zum Teide.
Wir wenden uns nach rechts und folgen den grünen Markierungen hinauf auf eine Rippe. Fast am oberen Ende verlassen wir sie nach links und queren einen Schutthang und Blockfeld bis zum Einstieg eines Felsbandes. Auf diesem geht es empor und zuletzt nach rechts zum weiten Gipfelplateau des Guajara.
Oben pfeift der Wind und es ist sehr dunstig, so daß wir uns nicht allzulange aufhalten und bald über den Weg Nr. 5 absteigen. Dieser führt bald nach links in die sandige Flanke des Berges, später wieder etwas nach rechts hinab. Kurz darauf sieht man geradeaus, in einem kleinem ausgetrocknetem Bett eines Baches Steinmanndl. Diesen folgt man und kommt  auf einen breiten, markierten Pfad, der nun nach rechts wieder in die Südflanke des Guajara führt.
Diesem Pfad bleiben wir nun treu. Er führt uns um die Flanke herum und dann abwärts, teilweise wieder riesige Pinien pasierend, auf eine weite, schwarze Lavasandfläche. Da der Weg mit hellen Steinen eingefasst ist, schaut das alles sehr lustig aus.
Rechts bestaunen wir die schwarzen Hänge der Montaña de las Arenas. Wir gehen über den dunklen Sand bis zu einer Verzweigung, wo wir uns rechts halten. Nun geht es hinab in den Barranco de las Arenas.
Hier lohnt es sich unbedingt, taleinwärts zu gehen bis zu den dunklen Bimssteinsäulen.
Wieder zurück folgen wir dem Pfad nach rechts in den Kiefernwald. Wit kommen unmittelbar zu einem Felsplateau, von wo man zum ersten mal zur Paisaje Lunar hinab sieht.
Etwas 50 Meter weiter beginnt nach links eine tolle Abfahrt über mehr als 200 Höhenmeter im besten dunklen Lavagrus. Ein voller, wenn auch staubiger Genuß (aber das spielte, so wie wir aussahen, eh keine Rolle mehr).
Wie Minarette ragen dann plötzlich die hellen Bimssteinsäulen in den Himmel. Man kann bei der Betrachtung unter einer schattigen Pinie (es war sehr heiß heute) seiner Phantasie freien Lauf lassen. Noch ein Stückchen weiter unten befindet sich eine zweite Gruppe von Türmen.
Leider muß man anschließend wieder etwas hochsteigen, und zwar von der oberen Gruppe auf einem gut sichtbaren Pfad schräg nach links zu einem auf einem Vorsprung stehenden Hinweisschild.
Hier endet nämlich der ausgeschilderte Rundweg. Wir folgten nun dem unteren Weg zurück zur Verzweigung. Die letzten 3.7 km auf der Forststraße in dunstiger Hitze zogen sich ganz schön in die Länge und zuletzt gingen unsere Füße von selbst, während der Rest bereits vom eiskalten Dorada träumte.

Tourengänger: Tef

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