Nünalpstock und Schrattenflue


Publiziert von Delta Pro , 26. März 2009 um 07:45.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:22 März 2009
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: Schrattenflue-Gruppe   CH-LU   Hagleren und Giswilerstöcke   CH-OW 
Zeitbedarf: 4:15
Aufstieg: 1780 m

Zwei Skitouren-Klassiker über Sörenberg an einem Tag mit merkwürdigem Wetter

 

Eigentlich war für heute Grösseres geplant, doch als mein Kollege morgens anrief, auf dem Titlis herrsche eisiger Sturm und Schneefall, wurde das ganze abgeblasen. Mässig motiviert zog ich dennoch los, um meine jetzt nähere Skitouren-Umgebung Sörenberg zu erkunden. Die Begeisterung stieg kaum an, als ich erkannte, dass der Parkplatz zur Schrattenflue-Tour mit Dutzenden von Autos bis aufs Letzte gefüllt war und der Gipfelhang eher einem Ameisenhaufen, als einem Berg glich. Deshalb: Eingeh- und Abwartetour auf den Nünalpstock.


Die Touren über Sörenberg sind durchaus lohnend und auch bei ungünstiger Lawinensituation machbar. Erstaunlicherweise ist der Nünalpstock um ein Vielfaches ruhiger als die Schrattenflue und steht in der Abfahrt keinesfall zurück – dieser Gipfel ist als Halbtages-Skitour auf jeden Fall zu empfehlen. Die Besteigung der Schrattenflue auf der Normalroute hat mich weniger begeistert – besonders wegen des vielen Verkehrs und der relativ flachen Hänge. Dennoch gehört die Schrattenflue ins Tourenrepertoire: Die Schartenhöhe des Hengsts beträgt fast 800 Meter – nicht schlecht für einen Voralpengipfel.


Start um 10.15 in Sörenberg. Durch ausapernde Südhänge über Wiesen und Waldschneisen, vorbei an mehreren Alpen auf den Kamm östlich vom Nünalpstock. Der direkte Schlussaufstieg zum höchsten Punkt ist steil und etwas mühsam. Am besten weicht man etwas links in die Waldflanke aus. Eine grossräumige Umgehung durch die NE-Flanke wäre auch möglich. Abfahrt bei idealem Firn – ein Traum!

 

Reichlich unvorbildlich starte ich um 12.00 zur zweiten Frühlings-Skitour des Tages. Die Rush-Hour an der Schrattenflue ist vorbei und ich treffe ausschliesslich Abfahrende. Anfangs geht es ziemlich lange über einen zwar aussichtsreichen, jedoch ziemlich flachen und langweiligen Rücken bergauf. Entgegen meinen Erwartungen reisst die hartnäckige Wolkendecke plötzlich auf und auf dem Gipfel des Hengsts empfängt mich strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Von den angekündigten, kalten Temperaturen ist ebenfalls nichts zu spüren – erst vor der Abfahrt bemerke ich, dass ich meine Handschuhe im Tal vergessen hatte: Das ist mir noch nie passiert… Wiederum traumhafte Abfahrt bei bestem Schnee.


Tourengänger: Delta

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