endlich - für den SAC - aufs Wichelhorn


Publiziert von Felix Pro , 1. September 2017 um 13:26. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:27 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 615 m
Abstieg: 1465 m
Strecke:Leutschachhütte - P. 2219 - Wichelpass - Wichelhorn - Wichelpass - Hinterseeli - Schindlachtalhütte - Seewlisegg - P. 1468 - Rostwald - Heissigegg - Diessenbrunnen - P. 1383 - Schwändli - Arnisee - Restaurant Alpenblick - Bergstation LSB Arnisee
Zufahrt zum Ankunftspunkt:LSB Arnisee - Intschi; PW via Autobahn Amsteg - Sursee, Ettiswil und Sursee nach Wyssachen
Kartennummer:1191 - Engelberg, 1211 - Meiental, 1212 - Amsteg

Gern nehmen wir das Angebot von Gabriel an, bereits um 5 Uhr - als zwei Stunden vor der Masse - frühstücken zu können; so machen wir uns, nachdem wir einen sternenklaren Himmel haben beobachten können, erst noch mit Stirnlampen ausgerüstet, ab der Leutschachhütte auf den Weg. Noch führt uns dieser, wbw markiert, nur gemächlich ansteigend im schrofigen Gelände Richtung Wichel- und Saaspass; mit fortschreitendem Tagesanbruch - besonders schön ist das Erstrahlen der Windgällen vor der aufgehenden Sonne - wechseln wir in steileres, gerölliges Gelände.

 

Nach einem kurzen Halt bei der kleinen schlammigen Zwischenebene folgt der steile Schlussaufstieg durch Geröll und Blockschutt - gleich zu Beginn ergibt sich ein Einblick in deren Unterlage: eine meterdicke Gletscherschicht mit -tor eröffnet sich uns. Am unteren Ende des nun erreichten Felsbandes erleichtert eine Metallleiter dessen Durchstieg, zusätzlich hilft ein Tau über die nachfolgende rutschige Passage - und bald ist über Felsen der Wichelpass gewonnen.

Dies Senke erlaubt nun nicht nur den Blick zurück Richtung  Leutschachhütte, sondern ergibt einen prächtigen Blick hoch zum Krönten sowie den Ausblick ins Schindlachtal mit dem oberen Seeli.

 

Ein Stein mit weisser Aufschrift „Wichelhorn“ und blauem Punkt weist den Weg zur Route; die Steigspuren, erst noch flach, sind gut zu erkennen - wo es steiler und felsiger wird, helfen zusätzlich weitere blaue Punkte zur Orientierung. Ein überaus reizvoller Gang am oder oft rechts vom Grat steht nun an; einmal ist eine kleine Felsgruppe zur Linken etwas abschüssig zu umgehen, gleich danach folgt auf der rechten Gratseite ein kürzere, noch abschüssigere, Stelle im Schrofengelände. Danach setzt sich der attraktive Steig zum Gipfel auf unschwierigem Terrain fort; der Schlussanstieg zum Wichelhorn ist geprägt von einem weiten Geröllfeld - und dann stehen wir oben auf dem kleinen Gipfelplateau mit Kreuz; und erfreuen uns einer bemerkenswerten Aussicht. Zwar sind die BO-Gipfel im Dunst - und aufziehenden Wolken - nicht zu erkennen, doch ist der Blick zu Urner Grössen wie den Windgällen, Düssi, Oberalpstock und Bristen auf der einen Seite, Bächenstock, Zwächten und den Spannorten ein sehr gefälliger. Eindrücklich ist zudem der Tiefblick ins Aufstiegstal zur  Leutschachhütte und den dahinter aufragenden Krönten, Mäntliser, Ruchen,  Jakobiger und  Ruchälplistock.

 

Nach der Gipfelrast steigen wir auf annähernd derselben Route wieder ab zum Wichelpass; wbw leitet uns anschliessend der alpine Weg etwas steiler hinunter zur Geröllweite und dem Restschneefeld beim oberen Seeli, welches dank jenem und der schroffen Bergflanken einen doch alpinen Charakter vermittelt.

 

Geröll ist weiterhin wegbestimmend, wie wir jedoch beim malerischen Hinterseeli eintreffen, ist das Ambiente bereits deutlich „friedlicher“ - der wenig tiefe See mit kristallklarem Wasser, welches den Seegrund am Ufer gut aufzeigt, und auf welchem sich schöne Spiegelungen ergeben, ist ein Bijou.

Über eine weitere, nur sanftere, Geländestufe steigen wir weiter ab zur nächsten Geröllebene; danach schliesst sich ein Steilabstieg durch Schrofen an; der Intschialpbach hat sich hier eindrücklich und pittoresk in die Felsen eingearbeitet - wir bauen hier eine frühe Mittagsrast ein.

 

Noch einmal ist uns eine Steilstufe gewährt, sie weist nun jedoch bereits viele Grünflächen auf, erste Alptiere treffen wir an, bevor wir flach zur Schindlachtalhütte wandern. Obschon Toni nicht anwesend ist (es gäbe wohl Getränke …), halten wir kurz inne, bevor wir uns nicht auf den Höhenweg, sondern direkt hinunter aufmachen.

 

Der BWW führt nun in angenehmer Neigung hinunter zur Seewlisegg und weiter zum Intschialpbach bei P. 1468; sehr ungeschickt ist hier die WW-Ausschilderung: während SchweizMobil und geo.admin.ch noch einen WW links vom Bach eingetragen haben - und ein unbeschriftetes WW-Schild auch erst in diese Richtung zeigt, ist dieser nicht mehr begehbar, d.h. zugewachsen. So folgen wir dem Weg rechts des Baches zum grossen Felsblock hinunter, wo eine Möglichkeit besteht, über den Bach zum ursprünglich beabsichtigten Wegverlauf zu wechseln - hier steht nun die Umleitungstafel …

 

Einer unterirdisch verlaufenden Suone (bis zum Arnisee) entlang wandern wir nun flach durch den Rostwald bis zum Landwirtschaftsland auf Heissigegg. Hier folgen wir dem Strässchen über Diessenbrunnen bis zu P. 1383, Hinter Arni; bereits ist unser Endpunkt in Sichtweite.

 

Über Schwändli gelangen wir zurück zum Arnisee - nun gefüllt - und zum Restaurant Alpenblick, wo wir uns nicht nur die verdienten Getränke gönnen, sondern eine Gruppe Alphornbläser|innen aufspielt; wenige Meter fehlen nur noch zur Bergstation Arnisee der LSB, mit welcher wir anschliessend zu Tale nach Intschi gondeln.

 

unterwegs mit Daniel, Jumbo, Stephan, Susanne und Urs 


Tourengänger: Ursula, Felix

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