LA GOMERA: 8. Bericht über Touren im Naturparadies: Auf-Ab über 5 Barrancos und 3 Playas bei La Dama


Publiziert von johnny68 Pro , 24. März 2009 um 20:45.

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Tour Datum: 4 März 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Playa de Iguala - La Rajita - Playa de la Negra - La Dama
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Mietwagen nach La Dama

Start dieser Tour war im Ort "La Dama", der an der Südküste von La Gomera auf einer steilen Klippe 200 m über dem Atlantik throhnt. La Dama liegt zuäusserst auf einer lang gezogenen Loma (= Hügel), die zum grössten Teil mit Bananen- und Papayakulturen (alles unter Plastik) bedeckt ist.

Ich ging zuerst auf einem Feldweg nach Westen in den ersten Barranco (Barranco Degollada del Homo). Leider wird hier die Szenerie durch eine wilde Abfallhalde getrübt. Nach einem kurzen Aufstieg führt der Feldweg in den nächsten Barranco (Barranco de Quires). Hier ist Einsamkeit. Man steigt dann nochmals kurz auf und ab, um den Barranco de Iguala zu erreichen.  Beim Eindringen in diesen Barranco bemerkt man ein lautes Motorengeräusch, das beim Näherkommen ohrenbetäubend wie eine Sirene tönt. Offenbar wird hier ein grosser Generator betrieben, um Wasser in eine weiter oben gelegene Bananenkultur zu pumpen. Auf halber Höhe zweigt im Barranco ein Pfad nach Süden ab, auf welchem man den schönen Strand "Playa de Iguala" erreicht. Hier befinden sich Ruinen von zerfallenen Gebäuden. Die Strandhöhlen im Vulkangestein sind, wie vielerorts an der Südküste, von Aussteigern bewohnt. Vorne im Meer sieht man den auffälligen Felsen "Roque de Iguala", der auch von Valle Gran Rey aus gut sichtbar ist.

Ich kehrte auf demselben Weg zurück nach La Dama, um mich nach Osten zu wenden. Bei der Ermita de las Nieves, wo man eine schöne Aussicht auf den Atlantik und den Barranco de la Rajita hat, geht ein mehr schlecht als recht unterhaltener Pfad (teilweise verschüttet) in Serpentinen 200 m steil hinunter nach La Rajita. Hier befindet sich eine seit 20 Jahren still gelegte Fischfabrik (das Gelände ist eingezäunt). Kurz bevor man La Rajita erreicht, kann man auf Felsklippen dem Meer entlang nach Südwesten bis zur Bucht direkt unter La Dama klettern. Das Spiel von Wellen und Klippen ist hier besonders faszinierend. 

La Rajita ist durch eine völlig nutzlose, durch den EU-Strukturfonds mitfinanzierte neue Strasse erschlossen (Kosten gemäss Plakat im Dorf 3,3 Mio Euro). Die Strasse ist durch Steinschlag bereits stark beschädigt. Mit Ausnahme von Rentnern, die mit der Angel fischen, und Mietauto-Ausflüglern wird sie kaum benützt.

Ich durchquerte den Barranco de la Rajita und ging am nächsten Hang 200 m die steilen Serpentinen bis auf die Loma de Arguayoda hoch. Hier trifft man auf ein von diesem Dorf her kommendes Feldsträsschen, das in den Barranco de la Negra hinab führt, von wo aus man auch die schöne Playa de la Negra erreichen kann.

Zurück auf demselben Weg nach La Dama.

Tourengänger: johnny68

Galerie


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