Der Schildkröte auf den Zahn gefühlt - Schildkrotengrat


Publiziert von Zoraya , 24. August 2017 um 21:16.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:23 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 700 m

Warum nennt man diese Klettertour "Schildkrotengrat"? Weil man auf dem Weg tatsächlich eine Schildkröte antrifft. Natürlich nur aus Stein, welcher in der Tat dem süssen Tier sehr nahe kommt. Perfekt für Einsteiger im alpinen Klettern, inklusive Gipfel-feeling im Kletterparadies schlechthin.

Beim Sidelenbach hoch zur Sidelenhütte. Diese erreicht man in knapp einer Stunde. Danach der roten Markierung folgend Richtung untere Bielenlücke. Bei P 2801 nach rechts abbiegen zum Einstieg (nach dem Nixen-Turm in die Lücke zum Grat). Der Einstieg bewegt sich im 4a-Bereich. Auf dem Grat entlang in einfacher aber ausgesetzter Kletterei zur Schlüsselstelle, der Klagemauer. Diese kann links umgangen werden (ausgesetzt 4b) oder man erklimmt sie (7b+). Mit einigen "Bescheissereien" und viel Kraftaufwand sind wir die Wand hoch. Anschliessend gelangt man zur Schildkröte. Weiter in kurzem Gehgelände zum nächsten Turm (3b). Danach folgt der nächste Felsturm, der rechts umgangen wird. Am Schluss folgt nochmals eine Wand im 4b-Bereich. Nach 3 1/2 Stunden erreichten wir das Chli Bielenhorn. Geübte Kletterer schaffen den Grat ganz klar viel schneller. Er bietet allerdings viele Möglichkeiten zum Üben in Sachen Standsicherung und Vorstieg in einfacherem Gelände. Auf dem Bielenhorn Abstieg zur unteren Bielenlücke und der Markierung folgend zur Sidelenhütte. Wir haben die Route mit Kletterfinken absolviert. Dies ist nicht zwingend notwendig, da sie auch mit Bergschuhen machbar ist. Ich persönlich empfehle allerdings Kletterfinken, vor allem für Einsteiger. Die kurzen Geh-Passagen sind kein Problem, die ausgesetzte Kletterei mit Finken eindeutig besser zu bewältigen.

Mein persönliches Fazit: ein ausgesprochen interessanter Grat, welcher sehr ausgesetzt ist. Für Einsteiger perfekt. Allerdings stellte ich fest, dass mir Wandkletterei eher entspricht. Die ausgesetzten Türme machten mir manchmal etwas zu schaffen. Da bevorzuge ich eben doch Kletterrouten wie der SE-Sporn am Galenstock. Nichts desto Trotz würde ich den Schildkrotengrat nochmals absolvieren, da er sehr spektakulär und lehrreich ist, serviert mit viel Spass.

Tourengänger: Zoraya


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