Wildhorn (3248 m)


Publiziert von beppu Pro , 24. August 2017 um 20:48. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Saanenland
Tour Datum:23 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1700 m
Strecke:Iffigenalp, Wildhornhütte, Wildhorn, Wildhornhütte Iffigenalp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW, oder Bus
Zufahrt zum Ankunftspunkt:do

Ich habe Kollege Hibiskus eine Tour aufs Wildhorn vorgeschlagen. Er war schnell überzeugt dass dies eine gute Sache wäre. Jetzt passt Wetter und Terminplan so dass wir starten können. Mit dem Roller fahre ich heute Mittag zu Hibiskus, mit dem Hibiskusmobil geht’s weiter bis zur Iffigenalp.

Vor dem Start nehmen wir  in der Gartenwirtschaft Platz und füllen noch etwas Kühlflüssigkeit ein. Der Aufstieg ist sehr schön (warm), das Wetter prächtig. Nach dem steilen Aufstieg folgt der flachere obere Teil. Wir wandern nördlich, oberhalb vom schönen Iffigsee entlang, hier treffen wir einige Edelweiss an.

Nochmal folgt ein Aufschwung, danach geht’s über den Sandbode, treffender wäre „Kiesbode“ weiter bis zur Wildhornhütte. Natürlich muss sofort wieder Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden, ist nämlich alles Verdunstet.

Nach dem Hüttenbezug bei Monika und David machen wir uns einen gemütlichen Abend. Aussicht geniessen, relaxen, Ben, den Hüttenhund beschäftigen und natürlich das feine Nachtessen, von David perfekt gekocht, geniessen. Draussen ist es recht kalt und windig so dass der restliche Abend innerhalb der Hütte gemütlicher ist.

Nach einer ruhigen Nacht, sehr treffend im Wildhornzimmer, stehen wir viertel vor fünf auf und genehmigen uns, zusammen mit zwei weiteren Personen mit Ziel Wildhorn, das Frühstück. Kurz nach halb sechs ziehen wir los, vorerst mit Stirnlampe. Der Hüttentiger (ohne Stirnlampe) begleitet uns ein Stück,  zieht es aber vor wieder umzukehren.

Der Aufstieg erfolgt vorerst über Schwemmschutt danach über die Moräne bis auf ca 2600m zum Gletscherseeli. Der markierte Weg führt weiter zum Schnidejoch, wir müssen aber gegenüber vom Seeli auf den Chlilchligletscher.

Steigeisen und Gurtzeug montieren, das Seil brachen wir noch nicht, der Gletscher ist hier ausgeapert. Der Aufstieg, ziemlich mitten auf dem Gletscher ist angenehm und problemlos. Unterhalb des Aufschwungs, (Tipps vom Hüttenwart und Torengänger vom Vortag),  halten wir rechts und umrunden den Felskopf und die Spalten westlich, danach oberhalb vom Stein nordöstlich weiter, kurze steile Blankeispassage, aufwärts bis das Eis aufhört.

Der direkte Aufstieg ist mittlerweile wegen dem schwindenden Gletscher und neuen Spalten problematisch geworden. (Zumindest für unerfahrene Berggänger, ist doch neulich dort jemand wieder runtergesaust).

Jetzt wieder Steigeisen ausziehen und weiter auf Fels bis wir auf den Tènè Gletscher treffen. Auch hier meist aper und mit Eisen problemlos zum Gehen. So ca auf 3000m steigen wir vom Gletscher auf den Fels um. Den Weg muss man etwas suchen, immer wieder hat es tiefe Runsen die umgangen werden müssen. Markierungen hat es keine aber der Fels ist, zumindest wo kein Schutt drauf ist, sehr griffig.

Zeitweise sind wir direkt am Grat, hier bläst ein eiskalter Wind vom schattigen Tungelgletscher hinauf. Also immer wenn möglich ein paar Meter vom Grat wegbleiben so befinden wir uns im Wohlfühlklima. Wir erreichen wir den Gipfel nach knapp dreidreiviertelstunden.

Wow, der Berg hält was wir erhofft haben. Trotz leichtem Dunst prächtige Aussicht in alle Richtungen. Auf der Südseite vom Gipfel setzen wir uns hin, windstill, mit Sonne und Fünfstenpanorama zu den Walliseralpen geniessen wir das Picknick.

Nach einer Stunde verweilen und geniessen steigen wir vorerst wieder auf Fels ostseitig ab, wechseln aber jetzt schon früher auf den Gletscher. Im oberen Teil muss man sich den Weg zwischen den zahlreichen Spalten suchen, weiter unten ist es wieder Spaltenfrei.

Der weitere Abstieg analog dem Aufstieg, nur beim Fels im Aufschwung steigen wir direkt östlich dem Stein entlang abwärts, noch etwas queren bis eine grössere Spalte überquert werden kann, dann problemlos über den Chlilchligletscher bis zum Seeli runter. Hier wechseln wir wieder auf Sommerwandertenü, das Seil haben wir nie gebraucht, der letzte Schnee ist jetzt fast bis oben wieder weg.

Bei der Hütte nochmal tanken und verabschieden, dann den Weg zur Iffigenalp runterwandern. Weil die Zeit für die Talfahrt grad passt, (Einbahnverkehr) fahren wir gleich los. Beim Bahnhof Lenk  laden wir die mitgenommene Wanderin ab und genehmigen uns nochmal etwas gegen den Durst, der heute auch wieder fleissig in den Vordergrund rückt.

Die restliche Heimfahrt geniesse ich mit Umgebung betrachten und relaxen. Das ganze Management damit uns das Hibiskusmobil sicher nach Hause bringt wird von Hibiskus komplett selbständig erledigt. Härzliche Dank dafür!!.

Eine wunderschöne Tour, die meine Erwartungen in allen Bereichen erfüllt hat geht glücklich zu Ende. Danke Hibiskus für die kurzweilige Begleitung und den Transport.

Gern geschehen. Ich danke dir Beppu für die Einladung, Planung und Führung. Diese 2 Tage werden mir in bester Erinnerung bleiben.

Tourengänger: beppu, Hibiskus


Galerie


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Kommentare (2)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. August 2017 um 21:23
Gratulation euch beiden!

scheint ja auch im Sommer einen gewissen Reiz zu haben ;-)

lg Felix

beppu Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 25. August 2017 um 06:11
Danke schön, das ist wirklich eine interessante Tour bei schönem Wetter.
Lg beppu


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