Kleiner Mythen über Vorgipfel


Publiziert von Oliver90 , 19. August 2017 um 14:51.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:13 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Mythengruppe   CH-SZ   Alptaler Berge 
Zeitbedarf: 1:45
Aufstieg: 700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug und Bus von Zürich nach Brunni SZ

Eine Woche vor dieser Wanderung habe ich den Niederbauen Chulm am Vierwaldstättersee bestiegen. Die Aussicht war grossartig und vor allem die beiden Mythengipfel hat man sehr gut erkennen können. Bereits da habe ich mit dem Gedanken gespielt, da mal hochzugehen, aber als dann später ein Lichtstrahl durch die Wolkendecke genau auf den Mythen fiel und ihn erleuchtete, wusste ich mit Sicherheit, dass einer dieser Gipfel das Ziel der nächsten Wanderung sein musste. ;-)

Gesagt, getan: Am Wochenende darauf war es soweit. Ich hatte mich informiert und herausgefunden, dass der kleine Mythen zwar weniger hoch, aber einiges schwieriger zu besteigen ist. Da ich keine Lust auf massenhaft Wochenendausflügler hatte, entschied ich mich, den kleinen Mythen in Angriff zu nehmen.
Die Wanderung startet in Brunni SZ bei der Talstation der Luftseilbahn Brunni-Holzegg. Von da an führt der Weg erst über Wiesen und Weiden, dann durch ein Waldstück leicht ansteigend zur Alp Zwüschet-Mythen. Unterwegs zweigt der Wanderweg zum grossen Mythen links ab und damit auch die meisten Menschen. Nach der Alp Zwüschet-Mythen führt der Weg weiter hangauf durch einen Wald, dessen Boden mit unzähligen Steinbrocken übersät ist. Nach einer kurzen Weile kommt ein grosses Kreuz in Sicht, das die Passhöhe markiert und der Punkt ist, wo man rechts den Weg verlassen muss. Bis zu diesem Punkt ist die Wanderung T2.

Der folgende Aufstieg ist unproblematisch, aber durchgehend steil. Erst betritt man erneut den Wald, wo der Pfad grösstenteils gut sichtbar ist. Manchmal gibt es mehrere Wege oder ein paar Meter ohne Pfad, aber man findet sich gut zurecht. Lässt man den Wald hinter sich, führt der Pfad im Zickzack weiter über eine steile Wiese in Richtung Vorgipfel. Die Aussicht war unglaublich und ich konnte zum Punkt am Niederbauen Chulm zurückschauen, von dem aus ich eine Woche zuvor den kleinen Mythen gesehen hatte. Bis hierher T3, der Rest ist ungefähr T5.

Lässt man den begrasten Hang hinter sich und betritt den Grat, wird der Pfad komplizierter und es kommen Kletterstellen ins Spiel. Ab hier sind eine gute Selbsteinschätzung und Konzentration gefragt. Um den Vorgipfel gibt es zwei nennenswerte Kletterstellen, die man beide hinabsteigt auf dem Hinweg zum Kleinen Mythen. Der Stein bietet in der Regel gute Griffe und bei der ersten Stelle, einer Rinne, wurde eine kurze Kette befestigt. Sind diese beiden Stellen überstanden, führt ein schmaler Weg zum Gipfelaufbau.

Der Weg zum Gipfel ist erst etwas schwer erkennbar. Der Aufstieg beginnt an einer schrägen Felsschichtung, wo man sich diagonal nach rechts oben bewegt. Ist das geschafft, steht man vor einer Steinplatte mit angebrachten Kletterhilfen, kann aber auch den Weg nach rechts nehmen, was ich getan habe. Dieser Pfad führt über einen steilen, leicht begrasten Hang, die Geröllstellen sollte man vermeiden. Vorsicht ist insbesondere geboten, wenn sich andere Wanderer weiter oben befinden, da das Gestein in der Gegend generell ziemlich locker ist. Nach dem Hang trennten mich noch einige weitere Kletterstellen vom Gipfel.

Oben angekommen gab es erst einmal eine Pause bei einmaliger Aussicht. Das Wetter war völlig klar beim Aufstieg, nun zogen leichte Wolken um den Vorgipfel und verliehen dem Berg eine mythische Stimmung. Insgesamt hat die Wanderung von Brunni bis zum Gipfel ca. 1h 45min gedauert.

Den Abstieg beschreibe ich nicht, aber insgesamt hat die Wanderung ungefähr vier Stunden gedauert, inklusive einer langen Pause auf dem Gipfel.

Tourengänger: Oliver90


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