Scaiee (2457m) & Poncione d'Alnasca (2301m)


Publiziert von أجنبي , 17. August 2017 um 23:58.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:27 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Cima di Gagnone   Gruppo Madöm Gross 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2550 m
Abstieg: 2150 m
Strecke:Pollegio – Arnone – P. 480 – Baséria – Ramlitt – Stavell – Monastéi – P. 868 – Mezana – Gallina – Miregn – Giobina – Gana – Alpe Gagnone – Passo di Gagnone – Bocchetta dello Scaiee – Scaiee – Bocchetta dello Scaiee – P. 2340 – P. 2237 – Bassa di Motto – Mazèr – P. 2068 – Alpe Cremenzè – Bocchetta di Cremenzè – P. 2080 – Poncione d'Alnasca – P. 2080 – P. 1733 – In Cima alle Piode – Pianchetta – Alnasca – Brione
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Pollegio
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV ab Brione
Unterkunftmöglichkeiten:Biwak auf der Alpe Gagnone
Kartennummer:LK 1:25.000: 1273 Biasca, 1293 Osogna, 1292 Maggia

Wer Einsamkeit sucht, ist in den wilden Tessiner Bergen gut aufgehoben. Vielerorts garantieren lange Aufstiege dafür, dass in der Höhe Ruhe herrscht – selbst während der Sommerferien. Einer dieser ewig anmutenden Anstiege führt durch das Val d'Ambra auf den Passo di Gagnone. Irgendwo dort oben wollten wir biwakieren, um am nächsten Tag über den Poncione d'Alnasca nach Alnasca abzusteigen.

 

Wir starteten um 8.15 Uhr im Dorfzentrum von Pollegio und zogen über die Ticino in Richtung Arnone. Unmittelbar nach dem Bach beginnt – unmarkiert – der Aufstieg zu P. 480. Um 9.30 Uhr erreichten wir Baséria. Der dortige Wegweiser prophezeite 5h 10min bis zum Passo di Gagnone. Auf der nördlichen Talseite zogen wir an mehreren verlassenen Alpen vorbei immer tiefer ins Val d'Ambra. Über die Brücke bei P. 868 wechselt man die Talseite. Das spannendste auf dem weiteren Weg war der Blick in die Schlucht, wo ab und zu ein Wasserfall mit Seelein lockte. Einmal wurden wir prompt schwach...

 

Irgendwann wechselte ich von Trekkingsandalen auf Wanderstiefel – und irgendwann erreichten wir den Kessel unterhalb der Alpe Gagnone. Nun wurde es endlich steil. Vor lauter Himbeeren kamen wir jedoch kaum voran. Der Fruchtzucker half im steilen, doch einfachen Aufstieg. Schliesslich fanden wir etwa eine Viertelstunde vor dem Passo di Gagnone mehrere geeignete Biwakplätze und deponierten unsere Rucksäcke, bevor wir einen Ausflug auf den Pass unternahmen. Als einziger Nachteil unseres Biwakplatzes entpuppte sich die mangelnde Abendsonne. Dafür war es dort etwas windarmer als auf dem Pass oben und liess uns auf Morgensonne hoffen.

 

Nach gar nicht mal so schlechtem Schlaf, ordentlich Frühstück und Kaffee brachen wir um 8.20 Uhr auf in Richtung Scaiee. Nach 50 Minuten und einer abschüssigen Querung war dieser erreicht und wir sahen, wie weit es noch zum Poncione d'Alnasca und runter nach Brione war. Ein ordentliches Stück Arbeit wartete noch auf uns. Nach einem kurzen Abstieg führte uns der Weg zur Bassa di Motto. Auch hier hätte es ein paar wunderbare Biwakplätze gehabt.

 

Nun wechselten wir auf Ostseite der Bergkette. Erneut blühte uns ein Abstieg. Von Mazèr hinüber zur Alpe Cremenzè ging es insgesamt nur noch wenig runter oder hoch. Schwierigkeiten bietet der Weg keine, Markierungen sind rar. Nach einer Pause bei der Alpe (Trinkwasser) Cremenzè stiegen wir zur gleichnamigen Bocchetta hoch. Wir erreichten sie um 11.40 Uhr. Der Aufstieg ist markiert, die Markierungen muss man zuweilen aber etwas suchen. Wie wir später bemerkten, gäbe es durchaus einen Pfad hinüber zu P. 2199.

 

Hinter der Bocchetta mussten wir erneut etwas absteigen. Bei der Verzweigung auf 2080m deponierten wir unsere Rucksäcke und zogen in zwanzig Minuten auf den Poncione d'Alnasca hoch. Dieser ist ein durchaus lohnender Aussichtspunkt. Die eindrückliche Südwand ist vom Gipfel nur zu erahnen. Basejumper scheinen hier öfters runterzuspringen, wie das Gipfelbuch nahelegte.

 

Nach der Gipfelrast machten wir uns an den Abstieg. Bis In Cima alle Piode empfand ich diesen als landschaftlich recht reizvoll. Danach ist man halt einfach im Wald und versucht, möglichst schnell und unbeschadet ins Tal zu kommen. Wir benötigten vom Poncione d'Alnasca bis Alnasca gut zweieinhalb Stunden. Das anschliessende Bad in der Verzasca war äusserst wohltuend.


Tourengänger: أجنبي


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